Planet LUG Untermain

January 23, 2012

Christian Sahm

Video-Tag

ИконописNa dann erkläre ich heute zum Video-Tag und leg noch einen nach:

Interessanterweise haben die Jungs aus Sheffield die gleiche Musik gewählt: “Outro” von M83

by Christian at January 23, 2012 03:42 PM

Blo(g|ck)ade

Auch wenn ich des Bloggens gerade etwas überdrüssig bin, aber man sollte das Jahr dann doch gleich schön anfangen:

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Wunderschöne Bilder, schöner Soundtrack und alles an einem der schönsten Plätze der Erde.

by Christian at January 23, 2012 01:38 PM

January 21, 2012

Sebastian Suchanek

Zu gut ist auch schlecht

Das Thema der Renovierung unserer Garagen hatte ich hierzublog ja schon ausführlich thematisiert: Kernstück war der Austausch der alten, klapprigen Schwingtore gegen schicke, neue Sektionaltore. Doch wie ich seit diesem Winter weiß, kann zu gut auch wieder schlecht sein. Denn die neuen Tore sind offensichtlich derart gut abgedichtet, daß kein richtiger Luftaustausch mehr in der Garage stattfindet. (Außer dem Toren ist die einzige Öffnung in der Garage nur noch eine eine normale Tür.) Die Folge davon war dummerweise Schimmel an den Wänden. :(

Dem Schimmel an sich bin umgehend mit Schimmelentferner zu Leibe gerückt (dem guten, chlorhaltigen – kein Öko-Zeugs :D ). Aber das alleine kann natürlich keine Dauerlösung sein. Dauerndes Offenstehenlassen der Tore auch nicht. Also mußte eine andere Lösung her. Dabei bin ich dann bei einem elektrischen Lüfter gelandet, den im Lauf der vergangenen Woche eingebaut habe. Da der dafür notwendige Wanddurchbruch „von Hand“ ein ziemliches Gefummel geworden wäre, wenn man dabei nicht den Putz innen und außen großflächig ruinieren will, habe ich mir erstmal ein Kernbohrgerät organisiert. Damit war dann auch in der Tat relativ zügig – nachdem das Gerät überhaupt erst mal an der Wand hing ;) – und vor allem sauber geschnitten ein Loch in der Wand.

Kernbohrung

Kernbohrung

Bohrkern

Bohrkern

Eine automatische Steuerung des Lüfters war gleich aus zwei Gründen Pflicht: Erstens wird realistischerweise sonst über kurz oder lang vergessen, den Lüfter zu benutzen. Und zweitens mach’ ich sowas aus Prinzip und Berufsehre nicht ohne schicke Automatik. ;)

Dieses Problem ist nun aber aber auch wie ich finde relativ elegant gelöst, sowohl im Hinblick auf die Funktion als auch im Hinblick auf die optisch ansprechende Integration in die bestehende Aufputzinstallation der Garage. Jetzt fehlt nur noch ein Lüftungsgitter in der oben genannten Tür, damit bei Lüfterbetrieb auch ausreichend Frischluft von außen nachströmen kann.

by Sebastian at January 21, 2012 09:28 PM

January 20, 2012

Michael Bappert

Pampig by Nature

Vor einigen Tagen durfte ich mal wieder “die Deutschen” bei einem ihrer liebsten Hobbies beobachten: Motzen und Stänkern.

Fall Nr. 1 in aller Früh im ICE von Frankfurt nach Essen. Ein Herr mittleren Alters kommt ins Abteil, sucht sich einen der reservierten Plätze aus (alle 6 waren reserviert) und macht es sich gemütlich. Kaum kommt die freundliche Zugbegleiterin zur fahrkartenkontrolle, kann es der Herr nicht mehr an sich halten und fährt die Dame an, dass er seinen Termin um 9:30 Uhr nicht einhalten könnte, da der erste Zug nach Düsseldorf wohl ausgefallen war. Er hatte in diesem Zug einen Platz reserviert und insistierte jetzt bei der Zugbegleiterin auf Ausgleich der Reservierungsgebühr in bar — was bei einem online gebuchten Ticket per AGB ausgeschlossen ist. Das versuchte ihm dann auch die so angemotzte Zugbegleiterin klarzumachen — ohne Erfolg. Der eilig herbeizitierte Zugchef konnte den Herrn dann doch noch ruhigstellen. Das war den Mitreisenden bisher zu dem Zeitpunkt nich gelungen.

Was mich allerdings verwundete, war die Tatsache, dass der Herr am Revers stolz das Emblem der Caritas trug — die ja eigentlich ein christliches Menschenbild propagiert und von ihren Mitarbeitern auch entsprechendes Handeln fordert.

Fall Nr. 2 — Rückfahrt im ICE von Essen nach Frankfurt. Mein Zug fährt ausgerechnet pünktlich ab und mir vor der Nase weg. Dumm gelaufen. Glücklicherweise fuhr nur 5 Minuten später schon der Nächste Richtung Frankfurt. Für mich hies das: Plätzchen suchen und hoffen, dass der eigentliche Eigentümer der Reservierung nicht auftaucht. Was bei zwei zusammengekoppelten Zügen nicht gerade unwahrscheinlich ist.

Einem Mitreisenden ging es wohl ähnlich, bzw. er hatte nicht reserviert und darauf gehofft, dass der Vierertisch, an dem er saß, nicht mehr besetzt wird. Dem war nicht so: es tauchten tatsächlich vier Herren auf, die ihre Plätze einnehmen wollten. Nur war das mehr als 10 Minuten nach Abfahrt, was der Sitz-Besetzer zum Anlass nahm, darauf zu bestehen, sitzen bleiben zu dürfen. Denn nach 10 Minuten würde jegliche Reservierung verfallen und freigegeben werden. Er versäumte dabei nicht, diese Belehrung lautstark im Großraumabteil kundzutun. Damit nicht genug. Nach einigem hin und her hat er dann “großzügig” den Platz freigemacht, sich eine Reihe weiter gesetzt und seinen neuen Sitznachbarn über die tieferen Geheimnisse der Reservierungsregelungen der DB aufgeklärt. Ob der Angsprochene das unbedgint wissen wollte, enzieht sich meimer Kenntnis, allerdings durfte auch hier wieder der ganze Wagen mithören.

Es ist wird mir auch weiterhin ein Rätsel bleiben, warum Menschen hier in Deutschland dazu neigen, in nicht existenziell bedrohlichen Situationen ein Theater zu veranstalten, als ob es ihnen an Leib und Leben gehen würde.

Please advice!

by Michel at January 20, 2012 10:37 AM

January 09, 2012

Sebastian Suchanek

Lichtblick

In der Angelegenheit meiner geschrotteten 1D gibt’s einen ersten Lichtblick: Ich habe heute mit dem Versicherungsbüro telefoniert und die haben sich gegenüber dem Vorschlag, den Schaden doch bitte zu begleichen, relativ aufgeschlossen gezeigt. ;) Damit wäre mein finanzieller Schaden auf die 250,– EUR Selbstbeteiligung gedeckelt. Immer noch kein Schnäppchen, aber da ich schätze, daß die Reparaturkosten deutlich darüber liegen werden, schon mal beruhigend.

Außerdem habe ich die Kamera auch gleich für den Weg nach Willich fertig gemacht – mal schauen, wie die Sache weitergeht…

by Sebastian at January 09, 2012 06:52 PM

January 06, 2012

Sebastian Suchanek

Sturmschäden

Gestern ist Sturmtief „Andrea“ über Deutschland gezogen und hat dabei diverse Schäden angerichtet – dummerweise hat’s mich auch auf verschiedene Arten erwischt. Ich „mußte“ in die Nähe von Schlüchtern, weil ich dort die Anlieferung des Maschinenhauses für eine Windkraftanlage fotografieren wollte. Dabei hat mich die volle Breitseite erwischt: Erst teilweise starker Regen, dann Hagel und Schnee, vermischt mit Gewitter(!) und das alles immer schön bei starkem Wind.

Schneesturm im Windpark

Schneesturm im Windpark

Dabei habe ich zunächst mal gemerkt, daß Jacken, die als „wasserdicht“ angepriesen werden, das nicht zwangsläufig sein müssen. Nach dreieinhalb Stunden war die „wasserdichte“ Außenhaut der Jacke komplett durchweicht, dito das Innenfutter, mein Pullover und die Unterwäsche. Die Jeans sowieso. Immerhin, die drohende Erkältung konnte ich mit einem heißen Bad sofort nach meiner Rückkehr nach Hause gerade noch abwenden.

Das nächste „Opfer“ war mein Auto: Beim hastigen Einsteigen hatte ich offensichtlich derart viel Schnee an den Schuhen kleben, daß auch die Gummifußmatten überfordert waren und sozuagen überliefen. Das Resultat war eine reichlich durchnäßte Veloursverkleidung im Fahrerfußraum. Da die natürlich fest eingebaut ist und ich keinen Schimmel oder sonstigen Muffel im Auto riskieren wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als das mit einem Heizlüfter zwei halbe Tage lang trocken zu fönen. Aber auch dieses Problem scheint jetzt soweit gelöst zu sein.

Für mich aktuell am unangenehmsten ist aber ein weiteres „Opfer“, bei dem es sich ganz ähnlich wie mit der Jacke verhält. Eigentlich sollte eine Canon EOS 1D Mark IV mit angesetztem EF 2,8/24-70mm L USM spritzwassergeschützt sein. Eigentlich. Denn ganz offensichtlich war das gestrige Wetter zu viel für sie: Nach zwei bis drei Stunden fing die Kamera an, herumzuzicken: Fokussieren und Auslösen über den Sucher ging nicht mehr, nur noch über LiveView. Das Einschalten etc. lief auch deutlich zäher als gewohnt und sporadisch erschien beim Einschalten auch die Fehlermeldung „Err 80“. Heute, nach einer Nacht auf der Heizung mag sie überhaupt nicht mehr: Beim Einschalten kommt jetzt nur noch „Err 80“. :(

Canon-Garantie und gesetzliche Gewährleistungsfrist sind „natürlich“ beide schon abgelaufen. Bleibt als letzter finanzieller Rettungsanker nur noch die Versicherung, die ich über das ganze Fotoequipment abgeschlossen habe. Mal schauen, was der Versicherungsmakler am Montag zu der Problematik sagt. Bis dahin hat die Kamera auch noch Zeit, sich von alleine wieder zu „fangen“…

by Sebastian at January 06, 2012 07:07 PM

December 24, 2011

Christian Sahm

Frohe Weihnachten

Auch wenn es hier etwas ruhig war, jetzt wünsche ich, obligatorisch wie jedes Jahr, Frohe Weihnachten, Ruhe und Besinnlichkeit! Feliz Navidad!

by Christian at December 24, 2011 12:17 PM

December 10, 2011

Alexander Mayer

Fear and Loathing im Taunus

Mein Name … Raoul Duke, steht auf der Liste, freies Mittagessen, finale Weisheit. Berichterstattung.

Ich habe meinen Anwaaaaalt … bei mir. Mir ist klar, dass sein Name nicht auf der Liste ist, aber wir müssen diese Suite haben! Wir müssen diese Suite haben! Und wie sieht’s aus? Was kommt danach?

- Fear and Loathing in Las Vegas

Genau so kam ich mir vor, mit dem Hotelzimmer, den hypnotisch tanzenden Lichtern und dem uneingeschränkten Zugang zu Buffet und Bar. Wobei… Vielleicht nicht exakt genau so. Einen Anwalt hatte ich nicht mitgebracht, und auch die restliche Szenerie war weit weniger wirr und abgedreht als die des Films. Aber ein klein wenig fühlte ich mich doch an Hunter S. Thompson’s legendäre “Berichterstattung” über das Mint 400 Rennen in der Wüste Nevadas erinnert.

Aber fangen wir vorne an. Etwas zu spät, wie meistens, kam ich bei Ralf und Nicole an. Estrella und ZZR samt Piloten standen schon in den Startlöchern. Nach einer langweiligen, nassen, aber leider unumgänglichen Anfahrt über die Autobahn gönnten wir uns einige Kilometer vor unserer Ankunft im Hotel noch ein paar geschmeidige Schwünge durch den Taunus. Nach dem Check In, dem Beziehen der überaus geschmackvoll eingerichteten Hotelzimmer und einer schnellen Dusche, stiegen wir auch schon in den bereitstehenden Bus und schaukelten unserem Ziel entgegen.

Hier waren wir also, bewunderten die tollen Lichtinstallationen und nippten an unseren Mädchendrinks, die es zur Begrüßung gab. Aperol mit Prosecco, oder etwas in der Art. Nolan hatte zur Präsentation ihres neuesten Helms – dem N104 – auf die Sauerburg im Taunus eingeladen. Überall waren Helme aus verschiedenen Kategorien und Jahrzehnten ausgestellt, in der Mitte des Burgplatzes stand eine kleine Bühne, auf der es eine Band anständig krachen ließ, an die Festungsmauer wurde ein riesiges Nolan Logo projiziert und der gesamte Vorhof versank in rot/orangenem Licht.

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Wir gehörten zur ersten Gruppe, die auf der Burg eintraf. Der Platz füllte sich langsam mit Leuten, unter denen zwar auch einige bekannte, hauptsächlich aber neue Gesichter waren und ich malte mir aus, wie wohl eine öffentliche Vorstellungsrunde gelaufen wäre… Alle Anwesenden waren von einem Motorradproduzenten, einem Reifenhersteller, einem Magazin, oder sonst wie aus der Branche. Alle, außer uns. Geblendet vom Scheinwerferlicht standen wir auf der Bühne. “Guten Abend, wir sind Blogger.” Die lauten Stimmen verstummten, die Musik stoppte, die Partybeleuchtung  wurde abgestellt und alle starrten uns entsetzt an. Außer dem leisen Pfeifen des Windes war nichts mehr zu hören und über die Leinwand meines Kopfkinos rollte ein vertrockneter Reisigballen. Ohne Zweifel, so würde das aussehen.

Ich bin mal wieder abgeschweift.

Nicoles Frage aber riss mich aus meiner kurzen Abwesenheit. Ob das hinter mir nicht Nina Prinz sei, wollte sie wissen. Darauf hatte ich gewartet! Ihre Frage gab mir die Gelegenheit wieder einmal mit meinem geballten Motorradrennsport Fachwissen zu prahlen: “Kann durchaus sein. Wüsste ich wer das ist, könnte ich dir’s sagen.” Fachmann! Wie sich später herausstellte war es tatsächlich die IDM-Pilotin. Man lernt eben nie aus.

Die Musik verstummte. Diesmal tatsächlich. Der Spot wanderte zur Burgtreppe. Jetzt würde die Präsentation wohl losgehen. André Walek begrüßte die Gäste: “Hallo! Schön, dass ihr da seid. Da rechts ist die Bar. Das Buffet ist eröffnet und befindet sich hinter mir im Rittersaal. Habt einen schönen Abend!” Okay… Das war, wie man so schön sagt, kurz und bündig.

Nachdem wir uns am grandiosen Buffet bedient hatten, taten wir, wie uns geheissen und statteten dem Barzelt einen kleinen Besuch ab. Die Band hatte mittlerweile dem DJ Platz gemacht und wir philosophierten über die gustatorischen Vorzüge der einzelnen Cocktails. So wurde es immer später. Und als ich mich schon beinahe fragte, ob heute überhaupt noch jemand ein Wort über den neuen Helm verlieren würde, wurde die rote Beleuchtung heruntergefahren und an der Innenwand der Burgmauer begann ein Film abzulaufen. Die Videoprojektion zeigte verschiedene historische Ereignisse der vergangenen 40 Jahre und die Helme, die Nolan zu diesen Zeitpunkten herausbrachte. Am Ende dirigierte uns eine Grafik in den eigentlichen Innenhof. Und hier ging es nun tatsächlich um den N104! An Stelle eines Redners aber, der wie ein Marktschreier die Vorzüge des neuen Produkts anpreist und uns erzählt, weshalb wir Idioten wären, wenn wir unser sauer Verdientes zu jemandem anders tragen würden, gab es wieder ein Video. Nach gerade einmal vier Minuten war das aber auch schon wieder zu Ende und ein Scheinwerferspot erhellte einen N104, der in einer Öffnung der Burgmauer hing.

Das war die Produktpräsentation? Ein wenig umgläubig stand ich da, im Eingang zum Innenhof. Es sah so aus.

Und das war auch schon quasi das Ende des Abends. Wir genehmigten uns noch ein paar der phantastischen Cocktails und nahmen den letzteren der beiden Busse, die uns wieder in das Hotel zurück schaukelten.

Ich bin kein großer Fan von Klapphelmen. Sie sind mir zu schwer, zu klobig und man ist ziemlich eingeschränkt, was das Sichtfeld angeht. Alles Punkte, die Nolan mit dem N104 besser machen möchte, weshalb ich den Helm gerne mal Probe gefahren wäre, oder ihn wenigstens mal aufgesetzt hätte, um mir selbst ein Bild davon zu machen. Aber die Probefahrt habe ich aufgrund des miesen Wetters und der knapp bemessenen Zeit am nächsten Morgen ausfallen lassen. Irgendwann wird sich mit Sicherheit nochmal eine Gelegenheit ergeben. Und eigentlich wollte ich mich auch nur bei Nolan für die Einladung bedanken. Es war ein absolut grandioser Abend!

Um aber nicht nur davon geschwärmt zu haben, hier noch ein paar Infos zum Helm:

  • Geringes Gewicht durch Fertigung in zwei Außenschalengrößen
  • Niedriges Fahrgeräusch durch aufwändige Optimierung im Windkanal
  • “Ultrawide”-Visiersystem mit sehr großem Sichtfeld, integrierter VPS-Sonnenblende und Visierwechseloption “per Knopfdruck”
  • Ausgeklügeltes, effektives Belüftungssystem mit “AirBooster”-Technologie
  • Neu entwickelte Verschlussmechanik des Kinnteils mit Arretierungsoption (der N104 ist nach ECE-Norm 22-05 “P/J”-homologiert als Integral- und als Jethelm)
  • Perfekt gestaltete Integration des “n-com”-Kommunikationssystems, als “B4″-Version mit deutlich erweitertem Funktionsumfang
  • Fünf verschiedene Designs in insgesamt 24 Farbvarianten
  • Die unverbindlichen VK-Preise des N104 beginnen bei 339,95 Euro
  • Voraussichtlich erhältlich Ende 2011
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PS: Mittlerweile hatte ich tatsächlich schon Gelegenheit den N104 zumindest mal zu befingern, aus der Nähe zu betrachten und aufzusetzen. Dazu aber mehr an der entsprechenden Stelle im nächsten Artikel.

by Alexander at December 10, 2011 09:00 AM

November 10, 2011

Michael Bappert

Kostenlose Energie für alle! … oh, wait.

Einmal mehr hat jemand ein perpetuum mobile erfunden. Wie in der Sendung Wissen vor 8 der ARD vom 09.11.2011 zu sehen, haben Forscher eine Straße mit Piezoelementen gepflastert, um den Piezoeffekt zur Befeuerung von Schildern oder Ampeln zu verwenden.

Solange allerdings der Energieerhaltungssatz weiterhin gültig sein sollte, dann dürfte auch dieses Projekt keine Energie aus dem Nichts erzeugen. Denn irgendwer muss ja Energie in Form von Druck in die Piezoelemente geben, damit da Spannung entsteht und Strom rauskommt. Und das werden am Ende die Autofahrer sein. Ich stelle mir das so vor, das jedes Fahrzeug aus dem Tal/Minimum (eingedrücktes Piezoelement) wieder auf den nächsten Berg/Maximum klettern muss (nächstes Piezoelement). Ist zwar kein Höhenunterschied wie in den Alpen, aber die Masse der “Wellen”-Bewegungen macht’s. Und wenn es nicht der Höhenunterschied ist (schließlich drückt das Piezolement ja entgegengesetzt), dann dürfte sich auf jeden Fall eine bremsende Wirkung durch diese “Welle” ergeben. Als absoluter Laie auf dem Gebiet der Ingenieurskunst kann ich mit meiner Metapher natürlich auch voll daneben liegen. ;)

Man könnte das Ganze natürlich auch als eine Art direkt verbrauchsabhängige Maut ansehen: jeder beleuchtet seine Straße/Ampel/dynamischen Schilder durch erhöhten Spritverbauch selbst. “Saubere” Energie sieht anders aus. :(

by Michel at November 10, 2011 08:12 PM

October 21, 2011

Alexander Mayer

Tempori aptari decet. – #alpen50

“Tempori aptari decet.” schrieb der römische Philosoph Seneca, “Man muss sich der Zeit anpassen.” Dass er diese Worte zu Papyrus brachte, mit dem Wissen, wie nachhaltig sich eine am Lagerfeuer geborene, im wahrsten Sinne des Wortes Schnapsidee auf eine Gruppe Motorradfahrer auswirken würde, kann man getrost bezweifeln.

Altes Eisen, moderne Kommunikation

Die Idee war simpel. Sowohl in ihrer Komplexität, als auch in ihrer Sinnhaftigkeit: Mit 50ern in die Alpen. Klar war zu Anfang eigentlich nur, dass man mit einem vernünftigen fahrbaren Untersatz anzutreten hatte. Vernünftig bedeutete in diesem Fall, es musste alt sein, aus Blech und mit Schaltung. Das ergab sich schlicht aus den Zweirad Vorlieben der Väter des Gedankens. Ein Plastikroller mit Variomatik war somit kein vernünftiger fahrbarer Untersatz und hätte höchstens dann Zustimmung gefunden, wenn der Fahrer zugesichert hätte damit zum Ende der Tour einen Stunt vorzuführen, der die vollständige Zerstörung des Geschwürs zur Folge gehabt hätte.

Das ganze war im August vergangenen Jahres und als die Zeit verstrich, konkretisierten sich die Pläne. Startpunkt sollte Darmstadt sein. Eine Woche Zeit, mindestens 1000 Kilometer Strecke und mindestens ein Pass mit einer Höhe von über 2000 Metern waren das angestrebte Ziel. Genächtigt werden sollte ausschließlich stilecht auf Campingplätzen.

Über Twitter fanden sich schnell weitere Mitstreiter und die Teilnehmerzahl stieg und stieg. Viele sagten zu, anfänglich gepackt vom Feuer der vermeintlichen Sinnlosigkeit der Idee, sprangen später aber wieder ab. Was am Ende übrig blieb war der harte Kern. Die, die es tatsächlich ernst meinten. Von ursprünglich um die 20 gemeldeten Mokicks reduzierte sich die Zahl auf zehn Maschinen. Zehn Maschinen mit einem Gesamtalter von 350 Jahren, welche zusammengenommen weniger Hubraum haben als die meisten modernen Motorräder, die heutzutage aus den Verkaufsräumen der Motorradhändler rollen, einzeln. Die Zeitspanne der Baujahre erstreckte sich vom ältesten Fahrzeug mit Baujahr 1957 bis hin zum feuchten Hightechtraum vieler Schweißband tragender Halbstarker aus dem Jahre 1981.

Was sollte da schon schiefgehen?

Luftkurort, bitte Rücksicht nehmen

Am 30. Juli war es schließlich soweit. Zehn voll bepackte Mokicks bahnten sich, aufgereiht wie auf einer Perlenkette von Darmstadt aus, über zahlreiche kleine Dörfchen und Nebenstraßen ihren Weg Richtung Süden. Ein ungewöhnlicher Anblick, der sowohl Fahrern, als auch Passanten immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Dabei hätte man meinen können, die Mentalität hierzulande ließe einem Groll und Antipathie entgegenschlagen, wenn eine Horde stinkender, ölender und lärmender Kleinkrafträder hübsch hergerichtete Luftkurorte mit Bad im Namen und Geranien an den Fachwerkhäusern in einen dichten blauen Schleier aus Zweitaktabgasen hüllt, aber nein, das Gegenteil war der Fall. Wo immer der Tross auftauchte winkten die Leute am Straßenrand, lachten oder hoben anerkennend den Daumen. Der Anblick der schwer bepackten kleinen Maschinen erweckte in vielen wohl alte, längst angestaubte Erinnerungen an die eigene unbeschwerte Jugend, weit entfernt von Existenzängsten und Staatspleiten, als die erste, neu erlangte Unabhängigkeit eines motorisierten Zweirads dem Freiheitsdrang Tür und Tor öffnete.

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Russische Reparaturmethoden

Im Vorfeld wurden bereits Wetten abgeschlossen, wie weit dieses etwas unorthodoxe Grüppchen wohl kommen, und wie hoch dabei die Ausfallquote sein würde. Die pessimistischste Schätzung ging dabei davon aus, dass spätestens auf der Höhe von Augsburg Schluss sein würde und alle Beteiligten frustriert aufgeben würden. Ungläubige. Dass es nicht ohne die ein oder andere Panne ausgehen würde war allen Beteiligten klar, aber als Gruppe aufgeben wäre einem vollkommenen Gesichtsverlust gleich gekommen und hätte als folgerichtige Konsequenz Harakiri bedeutet. In Japan zumindest… Vor ein paar hundert Jahren… Aufgeben war keine Option. Alleine schon wegen der vielen Vorbereitung, die in die Maschinen geflossen ist. Manche Gefährte wurden extra für die Tour angeschafft, restauriert oder komplett neu aus einem Haufen Altmetall wieder aufgebaut. Neue Zylinder, Kolben, Kupplungen und Kettensätze wurden montiert und anschließend sorgsam ein- und Probe gefahren. Vorbereitung ist eben die halbe Miete. Und dass man die Sache auch wirklich ernst nahm verdeutlichte das beeindruckende Sammelsurium an Werkzeug und Ersatzteilen einiger Beteiligter. Verstaut in den nicht unbedingt üppigen Gepäckmöglichkeiten eines Mokicks waren Schläuche für die Reifen, Ersatzzüge, Zündkerzen, Glühbirnen, Vergaser, komplette Lichtmaschinen, Ölpumpen, Werkzeug zur Demontage des Polrads und was man sonst noch so für wichtig hielt.

Leider ließ trotz sorgsamster Vorbereitung die erste größere Panne nicht lange auf sich warten. Das älteste Fahrzeug, die NSU Quickly hatte Probleme mit der Zündung. Die Reparatur kostete fast eine Stunde. Wertvolle Zeit. Zeit, die man aufgrund mangelnder Motorleistung auch nicht wieder reinholen konnte. Als sie nach einigen Kilometern problemloser Fahrt wieder ein größeres Problem hatte, entschied sich der Pilot im Interesse der Gruppe in den saueren Apfel zu beißen und die Tour zu beenden. Ein Ausfall direkt am ersten Tag. Das war bitter. Für alle.

Am zweiten Tag sah die Welt aber schon wieder viel freundlicher aus. Die Sonne schien und es ging gut voran. Bis zum späten Nachmittag. An einer Steigung erwischte es eine der beiden weißen DT50. Der Motor stotterte und starb kurz darauf ab. Die Yamaha wurde den Berg zurück hinuntergerollt und auf einer Wiese begann die Fehlersuche. Die Diagnose war schnell gestellt: Fehlender Zündfunke. Zuerst wurden die einfachen Bauteile getestet. Die Zündkerze, der Zündkerzenstecker und das Zündkabel wurden getauscht, was das Problem aber nicht beseitigte. Nach weiteren Versuchen mit der Lichtmaschine und der Zündspule entpuppte sich eine einfache Diode als Fehlerquelle.

Dem ganzen setzte allerdings die zweite weisse DT50, das fortwährende Sorgenkind der Tour die Krone auf. Lief das Stück japanischer Zweiradgeschichte, welches mit viel Liebe aus einem großen Haufen Ersatzteile wieder zum Leben erweckt wurde zu Anfang noch recht zuverlässig, mutierte der einstige Phönix aus der Asche immer mehr zu einem Papagei in der Mauser. Nach und nach versagte so ziemlich jedes Teil, was in irgend einer Weise für das Fortkommen relevant war seinen Dienst. Die Gabel entledigte sich eines Großteil ihres Öls, ebenso das Getriebe, wo sich die Füllmenge von den werksseitigen 500ml über den defekten Simmerring der Schaltwelle auf das reduzierte, was noch unter dem Simmerring im Motorblock stand. Das Spiel an den Radlagern der Hinterachse vergrößerte sich dermaßen, dass die kleine Yamaha bei Geschwindigkeiten unter 20km/h so stark eierte, dass man Angst haben musste, sie würde jeden Moment in zwei Teile zerfallen. Der Vergaser wollte ab und an geöffnet und gereinigt werden, die Vergasernadel wurde professionell mit der Lasche einer Energydrink Dose wieder befestigt und die Ausrückstange der Kupplung musste, nachdem die Kette vom Ritzel gesprungen war und selbige umgeknickt hatte, auf dem Campingkocher zum Glühen gebracht und mittels einiger präzise ausgeführter Hammerschläge auf einem Stein wieder begradigt werden.

Dagegen waren defekte Zündkerzen und gerissene Kupplungszüge Nichtigkeiten.

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Ein Geschenk?

Nach drei Tagen der entschleunigten Anreise in südliche Gefilde wurde die Landschaft zunehmend alpiner und unsere Helden hatten genügend Zeit sich mental auf das vorzubereiten, was am nächsten Tag auf sie warten würde: die Silvretta Hochalpenstraße.

Als die ersten Sonnenstrahlen den Tau auf den Sitzbänken zum Glitzern brachte und die kleine Zeltstadt in ein warmes gelbes Licht tauchte schälte sich die Karawane aus ihren Schlafsäcken. Es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Eine Mischung aus Euphorie, Bangen und Stolz. Stolz es überhaupt so weit geschafft zu haben und nun den Aufstieg wagen zu können und Bangen, ob man sein Glückskonto nicht vielleicht doch schon überzogen hatte. Nach dem Frühstück ging es von Bürs aus in Richtung Bielerhöhe. Aus Rücksicht auf die kleinen Motoren, die an diesem Tag ohnehin mindestens bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit beansprucht werden würden, blieb das Gepäck auf dem Campingplatz. Nach einer reichlich langweiligen und teilweise stressigen Anfahrt über die viel befahrene B188 war die Mautstelle Partenen nach zweieinhalb Stunden erreicht. Die junge Kassiererin war zuerst etwas irritiert und hatte keine so rechte Ahnung, wie die Gefährte denn abzurechnen seien. Mokicks kommen hier scheinbar nicht all zu oft vorbei. Nachdem sie einen Blick in ihre Gebührentabelle geworfen hatte, kostete es 3€ pro Person.

Nun war es endlich so weit. Wie beim Duell in einem alten Westernschinken standen sich die Kontrahenten gegenüber. Auf der einen Seite ein Haufen in die Jahre gekommener, mehr oder minder funktionstüchtiger Mokicks und auf der anderen, eine Passstraße mit 14% Steigung bei sommerlichen Höchsttemperaturen. Was würde die Truppe erwarten? Der erträumte glorreiche Aufstieg, oder bittere Tränen der Niederlage? Vielleicht waren die bisherigen Pannen erst die Aufwärmübungen des Fehlerteufels?

Der systematische Materialmord begann relativ entspannt. Dadurch, dass sich die Straße auf dem ersten Abschnitt noch in Serpentinen den Berg hinaufschlängelt hielt sich die Steigung in Grenzen und es ging gut voran. Die Höchstgeschwindigkeit betrug zwar nur noch die eines serienmäßigen Mofas auf der Geraden, aber immerhin, so konnte man „Strecke“ machen. Immer wieder wurden kleine Pausen eingelegt um den Autos, die sich im Laufe der Zeit aufgestaut hatten das Vorbeifahren zu ermöglichen, den Motoren eine kurze Erholungsphase zu gönnen oder um einfach nur mal die schöne Aussicht zu genießen. Den Blick zufrieden über die bereits zurückgelegten Schwünge schweifen lassend keimte die leise Hoffnung, es würde vielleicht doch gar nicht so schlimm werden.

Auf halber Höhe etwa bot sich dann ein etwas skurriles Bild. Die beiden Schwertransporter, denen man an der Mautstation den Vortritt gelassen hatte, da die Fahrer fürchteten, sie würden sich hinter den Mokicks den Berg hinaufquälen müssen und kämen nicht vorbei, waren gar nicht so schnell wie sie dachten und standen nun quer in einer Kurve. Eingekeilt zwischen zwei Multivans ging es weder vor noch zurück. Keiner der Beteiligten konnte oder wollte weichen. Und da die erste Regel bei einer Alpenfahrt mit 50 Kubik lautet „Gehe niemals, unter keinen Umständen vom Gas!“, schwirrte ein summender Schwarm von neun Mokicks links und rechts, wo sich gerade eine Lücke bot, an dem Szenario vorbei.

Irgendwann war es allerdings vorbei mit den Serpentinen. Die Strecke wurde zunehmend steiler und es zog die Gruppe immer weiter auseinander. Jetzt begann der eigentliche Kampf. Von nun an war jeder auf sich alleine gestellt. Die kleinen Motoren ächzten unter der Last. Die sengende Hitze und der schleichende Leistungsverlust durch die dünner werdende Luft machte ihnen schwer zu schaffen. Pferdestärken sind in einem Mokick ohnehin Mangelware und jeder noch so kleine Leistungsverlust ist deutlich spürbar. Als Folge der geschmälerten Leistung nahm auch die Geschwindigkeit weiter ab und man kam in Bereiche, in den es langsam anspruchsvoll wurde, einfach nur noch das Gleichgewicht zu halten. Besonders mit defekten Radlagern.

Jetzt hieß es beißen!

Kilometer um Kilometer kämpfte sich die versprengte Truppe tapfer weiter den Berg hinauf. Die Sonne hatte sich mittlerweile rar gemacht und die Temperaturen waren merklich gesunken. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis es eine anständige Gratisdusche gibt. Immerhin war die kühle Brise gut für die geschundenen Motoren. Bis zur Bielerhöhe, dem höchsten Punkt der Silvretta Hochalpenstraße, konnte es nun nicht mehr all zu weit sein. Und tatsächlich! Der Gedanke war noch nicht ganz verklungen, da tauchte es auf, ganz unscheinbar am Straßenrand stand es, das Schild mit der erlösenden Aufschrift „Silvretta Hochalpenstraße, Bielerhöhe, 2032m ü.M.“

Es war geschafft!

Stolz und Euphorie machten sich beim Anblick dieses Schildes breit, wie man sie als normaler Motorradfahrer nicht kennt. Mit einer großen Maschine wäre es ein Leichtes gewesen, die Strecke in ein, maximal zwei Tagen durchzuziehen und man hätte sich beim Passieren des Schildes vielleicht gedacht „Ach, schon oben?“. Für unsere Truppe aber war es mittlerweile der vierte Tag im Sattel. Eine dreitägige Anreise mit einem Totalausfall und mehreren großen und kleinen Pannen lag hinter ihnen. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz standen die verbliebenen neun Piloten nun vereint am Silvretta Stausee. Dieser großartige Moment war nicht etwa geschenkt, er war verdient!

Nach dem Mittagessen und einem Abstecher zum Stausee Kops, wo ein massives Unwetter die Truppe wie zum Abschied noch einmal richtig heftig beutelte, ging es wieder talwärts. Mit jedem Meter, den man dem Meeresspiegel entgegenkam, liefen die Motoren wieder besser. Bei mäßigem Temperaturen und Regen ging es über die B188 wieder zurück in Richtung Bürs, wo die Gruppe vom Campingplatz empfangen wurde, wie sie ihn verlassen hatte, mit strahlendem Sonnenschein. Alles war gut.

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Tempori aptari decet.

Am nächsten Tag ging es wieder Richtung Heimat. Drei Tage gen Norden. Die fehlenden Kilometer für die 1000+ waren deutlich ereignisloser und leichter zu sammeln, als die des Hinwegs und nach einem letzten gemeinsamen Abend auf dem Campingplatz, mit gemütlichem Lagerfeuer und Blick auf die beleuchtete Comburg waren alle wieder heil zu Hause angekommen.

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Selbst diese eine, ganz spezielle DT50, die wegen ihrer an das Übernatürliche grenzenden Selbstheilungskräfte – Sie sprang manchmal sogar per Kickstarter an und musste nicht angeschoben werden! – mittlerweile den Spitznamen „Christine“ bekommen hatte, schaffte es, laut Augenzeugenbericht, aus eigener Kraft zurück bis in die heimische Garage.

Am Ende standen um die 1200 Kilometer auf der Uhr, der 2000er war bezwungen und aus der einstigen Schnapsidee wurde ein ganz besonderes Erlebnis.

Dass unsere moderne Gesellschaft durch den rasanten technischen Fortschritt, die Globalisierung und die Forderung nach maximal optimierter Arbeitsleistung, sprich mehr schaffen in weniger Zeit, keine entspanntere geworden ist, dürfte nun wirklich kein Geheimnis mehr sein. Termine hier, Verpflichtungen da. Wie sehr man selbst diesem diktierten Rhythmus folgt, freiwillig oder unfreiwillig, ist einem zumeist gar nicht so wirklich bewusst.

Nun hat sich die Spezies Motorradfahrer da einen sehr findigen Trick ausgedacht, um dieser Problematik wenigstens ein Stück weit entgegen zu wirken: Das Tourenfahren. Man setzt sich auf sein Motorrad und fährt alleine oder mit ein paar guten Freunden zusammen für ein paar Tage an einen schönen Ort, zu dem schöne Strecken führen. Auf die Art bringt man seine innere Uhr dazu, wieder einen Ticken langsamer zu laufen. Man muss bei diesem Trick allerdings ein wenig aufpassen und darf sich nicht, durch Motorleistung verwöhnt, dazu verleiten lassen, doch wieder dem Diktat der Zeit hinterher zu hetzen.

In diese, nennen wir es mal „Falle“, kann man bei einem Mokick nicht tappen. Man ist schlicht und ergreifend langsam. Ohne Reserven. Diese selbst auferlegte Restriktion wiederum lässt die Eindrücke solch einer entschleunigten Tour um ein vielfaches intensiver erscheinen, als es ein normaler Motorradtrip könnte. Die Landschaft, die Menschen, die Natur. Man kann eben alles viel genauer betrachten, als wenn die Bilder mit 120 Sachen an einem vorüberziehen.

Und mit der Langsamkeit verändert sich auch die Wahrnehmung der Zeit. Man muss sich nur darauf einlassen.

PS: #alpen50 ist ja nun schon wieder eine ganze Weile her. Über zwei Monate. Damals, kurz nach der Tour bekam ich eine Anfrage vom Institut Dr. Gleich, ob ich mir vorstellen könnte, den Artikel so zu verfassen, dass man ihn als Vorschlag an die MO schicken könnte. Tja, und das ist, was dabei heraus kam.

by Alexander at October 21, 2011 01:08 PM

October 04, 2011

Sebastian Suchanek

Flutlichtspiel

Im letzten Beitrag hatte ich ja schon geschrieben, daß ich an der ersten Garage noch die zweite Hälfte des Estrichs legen muß. Nachdem ich schon ahnte, daß das länger dauern würde, hatte ich heute extra früher Feierabend gemacht. (gepriesen sei die Gleitzeit! :D ) Blöderweise ist es mit dem reinen Estrichlegen nicht getan – vorher muß noch die Schalung des ersten Abschnitts weg, der Haftgrund aufgepinselt werden und der muß auch noch 30–60 min trocknen. Bis ich dann wirklich zum Estrich kam, dämmerte es bereits. Also auch noch flugs die beiden 500-W-Baustrahler ‘rausgekramt und im Flutlicht Estrich eingebaut. :)

Estrichlegen bei Flutlicht

Bis die Schwelle fertig war, war es acht Uhr abends, bis das Werkzeug wieder saubergemacht und aufgeräumt war, neun Uhr. Ganz so hatte ich mir das nicht vorgestellt. ;) Außerdem hält mich jetzt wahrscheinlich die komplette Nachbarschaft ringsum für bekloppt, aber irgendwas iss ja immer. ;)

Ach ja, das Garagentor darf ich auch noch neu justieren, weil die neue Estrichschwelle (die eigentlich nicht höher ist als die Enden der Tor-Führungsschienen) bereits reicht, um die Sicherheits-Kraftbegrenzung des Torantriebes auszulösen… :roll:

by Sebastian at October 04, 2011 08:18 PM

October 01, 2011

Sebastian Suchanek

Mal wieder zäher als erwartet

Nachdem es inzwischen einerseits meinem Rücken wieder deutlich besser geht und ich andererseits beruflich wieder etwas mehr Luft habe, konnte ich heute das Projekt Garagensanierung etwas weiter voran treiben. Nachdem ich ja die alten Schwellen weggestemmt hatte, müssen logischerweise auch wieder neue hin. Allerdings ist das etwas komplizierter, da ich folgendes Endergebnis haben möchte: Das Bodenniveau im Inneren der Garage soll zunächst waagrecht bis auf Höhe der Torlaibungen nach vorne gezogen werden (damit die Sektionaltore unten sauber abschließen können) und dann in minimalen Rampe innerhalb der Laibungen nach unten abfallen, um den kleinen Höhenunterschied zum Garagenvorplatz zu überbrücken. (Letzterer resultiert daraus, daß die ursprünglich eingebauten Schwingtore unten einen Anschlag brauchten.)

Damit das hinterher ordentlich aussieht, geht das nur in zwei Etappen. Geplant war folgendes: Erstmal eine Art kleine Schalung bauen, damit man eine feste Kante zum abziehen hat und damit den waagrechten Teil des Estrichs legen. Den etwas anziehen lassen, ausschalen und dann die Rampe anlegen. Bereits das Basteln der Schalung hat heute aber länger gedauert als erwartet: Ich mußte auf dem unebenen Untergrund, den das Wegstemmen hinterlassen hat, erstmal eine Unterkonstruktion befestigen, um das richtige Höhenniveau zu erreichen. Darauf kam dann noch eine Dachlatte als oberer Abschluß, die dann zusätzlich auch noch in Richtung Innen–Außen richtig ausgerichtet sein mußte. Dann noch Haftgrund auf den Altbeton streichen, damit der neue Estrich nicht gleich wieder abbröckelt (hübsch babyblau übrigens, die Soße ;) ) und dann konnte ich erst den neuen Estrich legen. Bis der drin war, war’s dann schon früher Nachmittag und bis heute Abend war nicht mehr dran zu denken, daß der Estrich so fest wird, daß ich ausschalen kann. Eigentlich wollte ich eine Schwelle an einem Tag erledigt haben. :( Morgen ist Sonntag, da geht nix und Übermorgen ist Feiertag, da geht auch nix. Also kann ich die zweite Hälfte frühestens am Dienstag machen. Dann muß das Zeug mindestens 7 Tage abbinden, bevor man es man belasten kann und ich das zweite Tor machen kann. Das wird dann auch wieder so aufwendig und langwierig und dann muß der Estrich auch noch richtig trocken sein, bevor man endlich den Boden streichen kann. Daß das Streichen vor dem Winter noch ‘was wird, kann ich inzwischen abhaken. So ein Mipft. :(

Trotzdem hier noch ein Bild von der „Schalung“ und der ersten Hälfte des ersten Tores des neuen Estrichs: ;)

Erster fertiger Estrich-Abschnitt.

Ach ja, in der Menge verkalkuliert habe ich mich auch: Ich hatte 4 40-kg-Säcke Fertigestrich gekauft, die für beide Tore reichen sollten. Für das, was man auf obigem Bild sieht, habe ich bereits einen ganzen Sack plus zwei Handvoll aus dem zweiten Sack gebraucht. Wahrscheinlich brauche ich pro Schwelle doch eher drei, wenn nicht vier Säcke…

Und noch ‘was skurriles zum Schluß: Ich habe bereits beim Wegstemmen den ultimativen Beweis gefunden, daß früher auf dem Bau ordentlich Bier getrunken worden ist – einen einbetonierten Kronkorken. Ich hoffe nur, der dazugehörige Maurer liegt nicht auch noch irgendwo im alten Garagenboden. ;)

Kronkorken im alte Beton

by Sebastian at October 01, 2011 08:17 PM

September 25, 2011

Alexander Mayer

#cti11 – Unterwegs

Gleich geht es wieder nach Imola, zum SBK Rennen. Deswegen nur kurz:

Eigentlich hatte ich vor, weshalb ich auch mein MacBook mit mir herumschleppe, die Erlebnisse unserer Countdown to Imola Tour jeden Abend frisch zu verbloggen. Der Gedanke war, angesichts unseres straffen Programms und der vielen Action, die wir unterwegs haben, etwas zu optimistisch. Ich notiere mir Abends nur ein paar Stichpunkte, Gedanken und Eindrücke, und schreibe dann einen schön ausführlichen Artikel, wenn ich wieder zu Hause bin.

 

 

by Alexander at September 25, 2011 05:26 AM

September 10, 2011

Christian Sahm

Franken-Power

Letztes Wochenende war es wieder mal so weit: Markus und ich begaben uns auf einen Trip in die Fränkische… wie schon 6 Jahre zuvor.

Fränkische

Dieses Mal war jedoch der T4 mit auf Tour und diente uns als komfortable, mobile Schlafstätte.

Und was soll ich sagen? Früher, vor 20 Jahren, war die Fränkische für mich das Mekka, inzwischen wurde sie jedoch von Bleau abgelöst. Müsste ich zwischen beiden entscheiden, es würde mir leicht fallen… pro Bleau.

Aber dennoch, die Fränkische hat ihren Reiz, ohne Frage. Und sie ist was Spezielles. Aus Klettersicht betrachtet. Sehr löchrig, kleingriffig, athletisch… so gar nicht mehr meine Baustelle. Früher, ja, bedeutend leichter und viel stärker, konnte man dort noch glänzen. Heute, zwar nominell viel besser, werden einem dort die individuellen Schwächen vor Augen geführt: schlechte Vorstiegsmoral, schwach in Fingerlöchern… böse Welt.

Aber dafür hatte die Fränkische perfektes Wetter bereitgestellt und immer noch sind die kulinarischen Möglichkeiten in Franken exzellent…

Fränkische

So waren wir mittags immer im Café Sonne in Gößweinstein zugegen und saßen bei Milchkaffee in der Sonne und konsultierten den Führer ob neuer Herausforderungen…

Fränkische

Doch zunächst musste ein alter Bekannter herhalten:

Fränkische

Der Albatros (8-) sollte fallen… vor 20 Jahren von mir (damals mit Deggi und André) mal drei Wochen projektiert, widerstand er unserem zweistündigen Ansturm doch recht hartnäckig… nächstes Mal lässt er Federn…

Fränkische

Am Sonntag machten wir uns dann ohne Seil, dafür mit Crashpads auf den Weg zum Bouldern. Im kleinen Bouldergebiet bei Neudorf (bei Obertrubach) wurden wir bedient… Neudorf sieht uns wieder…

Wie auch der Albatros, das Kellerbier in der “Guten Einkehr” und so vieles andere… Mal schauen, ob der Oktober nochmal ein schönes Wochenende abwirft…

Fränkische

by Christian at September 10, 2011 07:38 PM

September 08, 2011

Alexander Mayer

T-14 Tage! Countdown to Imola

Was hat er denn jetzt schon wieder für einen Anfall, der Fidel Castro für Arme? Keinen, liebe Genossen! Ich freue mich lediglich auf eine spannende, bisher unter Verschluss gehaltene Tour!

Es müsste Ende Juli/Anfang August gewesen sein, als ich einen Anruf von Oliver Franz, dem neuen PR Referenten für die Motorradsparte bei Honda Deutschland bekam, der mich fragte, ob ich Zeit und Lust hätte ein bisschen zu Touren. Man hätte sich da bei Honda etwas ausgedacht.

Mehr als den Zeitraum (22. – 26. September) und den Namen der Tour, Countdown to Imola, konnte er mir allerdings noch nicht nennen. Alles noch Top Secret. War klar, dass ich da zusagen musste und da ich gebeten wurde, meinen Teil dazu beizutragen, dass der Status “Top Secret” noch eine Weile erhalten bliebe, hielt ich meinen Mund und wartete gespannt, was da wohl auf mich zukommen würde.

Die letzten paar Tage lichtete sich der Schleier der Unkenntnis ein wenig und mir wurden einige Details zur Operation bekannt.

Die Truppe

Angeführt wird die Truppe natürlich von Oliver. Sie setzt sich des Weiteren zusammen aus vier Veteranen der Roadblogger Guerilla (RalfMike, Moritz und Marc dem Griesgrämigen), mir und vier weitere Herren, die ich allerdings nicht kenne.

Die Maschinen

Damit wir nicht bis Italien laufen müssen wird uns das Hauptquartier mit ein paar vorzüglichen Krafträder aus ihrem Fuhrpark ausstatten. Zur Auswahl stehen:

  • VFR1200F
  • VFR1200F DCT
  • CB1300
  • CBR1000R Fireblade
  • Varadero
  • Crossrunner

Die Ausrüstung

Um sicher und wohlbehalten nach Imola zu kommen gibt es einen X-Lite Helm mit integriertem Buschfunk (n-com System) und von Rukka einen Windstopper Halsschutz, eine Toast Micro Fleece Garnitur und einen Outlast Kampfanzug für untendrunter. Damit der Revolutionär nicht friert.

Für die Spionageaufgaben Dokumentation stellt uns die Firma HekaSys zwei verschiedene Kamerasysteme zur Verfügung.

Unsere persönlichen Habseligkeiten werden wir in Speed-Bag, Saddle-Bag, Tankbag, D-Fender und Dry-Bag der Firma Ortlieb verstauen.

Das Ziel

Wie man anhand des Codenamens bereits unschwer erkennen kann wird sich unser kleiner Trupp nach Süden durchschlagen. Quer durch das gebirgige Hochland der Alpen, am Bodensee vorbei, über Liechtenstein und die Schweiz nach Imola in Italien. Ausgangspunkt wird die Honda Zentrale in Offenbach sein.

Wer möchte kann das Spektakel natürlich wieder live per Twitter mitverfolgen! ;)

Hashtag: #cti11

Achso, ja. Ganz “nebenbei” werden wir uns auch noch den WM-Lauf der Superbikes in Imola anschauen, inklusive Besuch der Castrol Honda Box und Treffen mit Crew und Fahrern. Mal eben so… Weil der Rest ja noch nicht cool genug ist…

HELL YEAH!

by Alexander at September 08, 2011 09:55 AM

September 06, 2011

Michael Bappert

Chaostag

Auf dem Weg in die Heimat musste ich gestern einen späteren Zug nehmen als ursprünglich geplant. Um an die notwendigen Informationen zu kommen und noch gegebenenfalls ein kurzfristige Reservierung absetzen zu können, ging ich flux zur Reiseinformation. Dort angekommen, scheiterte ich erst mal am an der üblichen Warteschlange. Denn die DB hat anscheinend an allen größeren Bahnhöfen (z.B. Essen und Köln; in Frankfurt wird der Bereich zurzeit umgebaut) entsprechende Nummernautomaten aufgestellt, an denen man wie auf dem Amt sein Billett ziehen und dann bis zum Aufruf des selben warten muss — damit bewegen wir uns noch weiter zurück als in den guten alten Bundesbahnzeiten (sind das erste Schritte der Verstaatlichung vor dem eigentlichen Börsengang? ;) ). Man erhält seine Auskunft dadurch übrigens nicht schneller, wie man vermuten könnte.

Nummernzettel für die Warteschlange

Da wir aber in einer Zweiklassengesellschaft (mindestens!) leben und als Reisender erster Klasse man nicht unbedingt ein Kärtchen ziehen muss, darf man sich wie gewohnt an den Auskunftsschalter der ersten Klasse anstellen. Letztlich war die benötigte Information aber an einem Für-alle-Klassen-Schalter schneller eingeholt. Eine Reservierung war allerdings nicht mehr zu bekommen, da der Zug schon nicht mehr in den Buchungssystemen verfügbar war — auch das war im Nachgang als Glück zu betrachten, der Zug war nämlich nicht stark frequentiert.
Nachdem ich mir im Zug ein Plätzchen gesucht hatte, kam auch schon bald die Hiobsbotschaft des Tages:

“Die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Siegburg und Frankfurt am Main ist wegen Personen auf dem Gleis, die unbefugt sind, vollständig gesperrt.”

Durchaus ein interessanter Satzbau. Da stellt sich ja prompt die Frage, wer da für was nicht befugt war. Aber dazu schwieg sich die Stimme aus dem Lautsprecher aus.

“Daher endet dieser Zug in Köln Hauptbahnhof. Bitte alle aussteigen.”

Das wiederum verhieß nichts Gutes. Es gibt zwar noch die alte Strecke am linken Rheinufer entlang, aber die Fahrt dort dauert eine Stunde länger und außerdem läuft dort ja auch entsprechender, planmäßiger Personennah-, -fern- sowie Güterverkehr. Alternativ von Köln/Bonn nach Frankfurt fliegen? Eher abwegig.

“Zu möglichen Anschlussverbindungen Richtung Frankfurt oder München können wir keine Auskunft geben, bitte wenden Sie sich an das Personal vor Ort.”

Na toll!

Gedanklich stellte ich mich damit schon mal auf grob drei Stunden zusätzlicher Reisezeit ein, bis ich wieder zu Hause wäre. In Köln stellte sich dann glücklicherweise heraus, dass die nächste planmäßige Verbindung nach Frankfurt regulär abfahren sollte und zu diesem Zeitpunkt entschieden würde, ob linksrheinisch gezuckelt oder auf der Ausbaustrecke Gas gegeben wird. Dummerweise empfahl die Dame am Infoschalter in Köln (da gab es auch wieder so eine Zettelzapfanlage) aufgrund ihres Systemausdrucks das Gleis Nr. 4, anstatt das Gleis Nr. 6 — wie auch der reguläre (!) Fahrplan sowie die Gleisanzeige verrieten.

Reiseauskunft

Wie der aufmerksame Bahnnutzer auf den ersten Blick erkennt, hat sich da wiedermal ein Funktionsfehler eingeschlichen, mit dem die Bahn und ihre Nutzer letztes Jahr schon mal zu kämpfen hatten: defekte Klimaanlagen.

Gleisanzeiger

Zum Glück der Reisenden konnte mit Einfahrt des Zuges in Köln für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Entwarnung gegeben werden, insgesamt habe ich vielleicht eine Stunde länger benötigt. Also hier mal Lob an die Bahn, dass die Strecke so fix wieder frei war!

Dem Ganzen setzte dann nur noch die Krone auf, dass mich eine verirrte Wespe — verflixtes Insekt — mich ohne Vorwarnung kurz vorm Einschlafen in den Nacken gestochen hat. Ohne Worte…

by Michel at September 06, 2011 03:37 PM

September 02, 2011

Michael Bappert

Treppenwitze der jüngeren Geschichte

Witz #1:
Nahezu im gleich Atemzug, in dem noch die deutsche Sanktionspolitik der Grund schlechthin für den Sturz von Diktatoren war, werden auch schon beim betroffenen Diktatur Kriegsgerät aus einheimischen Manufakturen entdeckt. Dazu ein bissiger Seitenhieb auch im morgendlichen Radio, wobei der eigentlich eher zum zweiten Absatz passt. Aber das Bild grasender Politiker ist einfach zu schön. :)

Witz #2:
Die sogenannten “Nackscanner”, die am Hamburger Flughafen ihren Testeinsatz bestritten, kommen nach der einjährigen Testphase doch nicht zum Einsatz — die Scanner seien noch zu fehleranfällig. Warum für diese Erkenntnis allerdings ein ganzes Jahr benötigt wurde, bleibt mir ein Rätsel.

by Michel at September 02, 2011 07:52 AM

August 26, 2011

Alexander Mayer

#twiceland Tourstart

Schon wieder Bewegtbildinhalte! Das wird wohl langsam zu so einer Art Manie…

Heute Morgen sind die Kollegen Ernie Trölf und Captain Kutze mit den Moppeds nach Island aufgebrochen. Da Fünf Uhr ohnehin meine Uhrzeit ist *ähäm*, habe ich bei den beiden Mal vorbeigeschaut um ihnen eine gute Fahrt zu wünschen und die Abfahrt dokumentarisch festzuhalten.

Wie üblich kann die Tour per Twitter mitverfolgt werden. Zu finden unter dem Hashtag #twiceland. (Zumindest soweit es Stromversorgung und Netzabdeckung zulassen.)

Also denn: Gute Fahrt Jungs!

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Auf Vimeo auch in FullHD.

by Alexander at August 26, 2011 04:41 PM

August 22, 2011

Michael Bappert

Mitglied wider Willen

Beim letzten Check meiner Google groups — ich bin in genau einer einzigen Gruppe Mitglied — musste ich feststellen, dass ich doch stolzes Mitglied einer zweiten Gruppe geworden bin. Die Gruppe “malagheo2348″ hatte zu dem Zeitpunkt mehr als 18.000 Mitglieder. Nachdem meine Gruppenzugehörigkeiten ja eher als “überschaubar” einzustufen sind und ich mich auch nicht entsinne, dieser Gruppe aktiv beigetreten zu sein, warf ich mal einen Blick in die Einstellungen zu Google groups. Dort machte ich den Übeltäter dann auch direkt aus: die Opt-Out-Regel “Gruppenmanagern nicht erlauben, mich direkt zu ihren Gruppen hinzuzufügen” war natürlich standardmäßig nicht angeklickt (man beachte die doppelte Negation).

Google groups: Einstellungen

Nun nutze ich Google groups nur recht sporadisch, unsere eigentliche Gruppe dient in erster Linie als Mailverteiler, und daher kenne ich mich nicht wirklich in den Untiefen der Einstellungen aus. Aber das fand ich dann doch eine recht seltsame Sache. Nun gut, für ein amerikanisches Unternehmen eventuell nicht. Aber so aus deutscher Datenschutzsicht ist das schon merkwürdig. Ich kann also jede x-beliebige Person, die die Standardeinstellungen in Google groups unverändert läßt — jeder darf mal schätzen, wie viele das sind (Tipp: mindestens 18.000) — , zum Mitglied meiner Gruppen machen und damit (a) Interesse an meiner Gruppe vorgaukeln, (b) eine nettes Spamziel aufbauen (das ist vermutlich der primäre Zweck der oben genannten Gruppe) und/oder (c) z.B. jemanden am Ende noch mit irgendwelchen Weltanschauungen in Verbindung bringen, ohne das er oder sie etwas davon mitbekommt.

Aber vermutlich bin ich einfach mal wieder ein Jahrzehnt hintendran mit meiner Feststellung und mich hat es erst jetzt erwischt… :)

by Michel at August 22, 2011 01:08 PM

August 21, 2011

Sebastian Suchanek

Presslufthammer B-B-Bernhard

Kennt den noch jemand? Presslufthammer B-B-Bernhard von Torfrock? Sowas ähnliches war jedenfalls bei mir am vergangenen Samstag angesagt. Im Zuge der bereits angesprochenen Garagensanierung wollen wir auch die inzwischen arg verschlissenen Schwellen in den Toren erneuern – zumal wir mit den Wegfall der Schwingtore den Anschlag unten nicht mehr benötigen und die Unterkanten der Sektionaltore momentan im geschlossenen Zustand etwas in der Luft hängen. An einem der beiden Tore hatten wir vor einiger Zeit schon mal eine Ausbesserung des zerbröselnden Betons im Sparverfahren versucht, das war aber langfristig gesehen gescheitert, weil die aufgetragenen Schichtdicken viel zu dünn waren und das Flickwerk nach einigen Frösten wieder abplatzte.

Torschwelle vor der Sanierung

Torschwelle vor der Sanierung

Die Fuge, die man kurz hinter dem Stahlprofil sieht, habe ich übrigens mit einem Noname-Einhand-Winkelschleifer geschnitten. Das Dinge mußte dabei ziemlich leiden: Die Innentemperatur stieg nachweislich über 100°C (zischendes Wasser beim feuchten Reinigen nach getaner Arbeit), es funktioniert aber immer noch. Zähes kleines Biest. :D

Zum Wegstemmen also flugs eine große Hilti TE804 ausgeliehen und großvolumig weg mit dem Alt-Beton. (Eine sicherheitshalber ebenfalls geliehene Hilti TE75 leistete dann noch wertvolle Hilfe bei der „Feinarbeit“. ;) ) Solch geballter Power hatte der Beton wenig entgegen zu setzen, wodurch schnell das gewünschte Ergebnis erzielt war.

Weggestemmte Schwelle

Weggestemmte Schwelle

Allerdings geht’s mir seit Sonntag wie Horst Schlämmer: Isch habb Rücken – und das nicht zu knapp. :(

by Sebastian at August 21, 2011 09:08 PM

Kinderuni

Als ich gerade den vorherigen Artikel geschrieben habe, ist mir aufgefallen, daß ich meiner werten Leserschaft ja noch die Auflösung zu meinem vorletzten Artikel schulde. :)

Um es kurz zu machen: Ja, die Blitzeinschläge ins Modelldorf haben hervorragen funktioniert:

Blitzeinschlag in ein Modelldorf

Blitzeinschlag in ein Modelldorf

Eigentlich sogar noch besser als erwartet, denn wie man auf obigem Foto sieht, gab es ganz vorbildgerecht sogar zusätzliche Fangentladungen von anderen Häuschen. Und auch sonst kam, denke ich, die Veranstaltung bei den Zuhörern recht gut an. :)

by Sebastian at August 21, 2011 08:45 PM

Der Trick mit dem Tor

Lange gab’s hier nichts zu lesen, aber man hat ja auch noch anderes zu tun… ;)

In den letzten Monaten haben wir unter anderem angefangen, unsere Garage grundlegend zu sanieren (davon wird hier zukünftig auch noch die Rede sein). Dazu gehörte auch, daß wir die alten, klapprigen Schwingtore gegen schicke, neue Sektionaltore haben austauschen lassen – inklusive elektrischem Antrieb, Fernbedienung und sonstigem Schnickschnack.

Nun ist es so, daß in meinem Auto unter anderem auch werksseitig eine Fernbedienung für Garagentore eingebaut ist, praktisch integriert im Innenspiegel.

Garagentoröffner im Rückspiegel

Garagentoröffner im Rückspiegel

(Die drei schwarzen Knöpfchen auf obigem Foto.) Die Tore bzw. deren Funksystem arbeiten, wie das heutzutage so üblich ist, auf 866 MHz. Dummerweise ist das Auto aber Baujahr 2004 und damals waren 866 MHz noch nicht sehr weit verbreitet, daher kann der Toröffner auch auf maximal 433 MHz angelernt werden, der damals weit häufiger verwendeten Frequenz.

So weit, so blöd. Eine Recherche ergab aber, daß der Sender im Spiegel ein Zukaufteil von Johnson Controls ist, die eine ganze Reihe von Autoherstellern mit den Sendern versorgen. Außerdem fand ich heraus, daß Johnson Controls praktischerweise einen sogenannten Universalempfänger namens PR433-3 anbietet. Den soll man mit den Sendern aus eigenem Haus „verheiraten“ können und damit zwei potentialfreie Schaltausgänge betätigen können. Also perfekt für meine Zwecke – gedacht, gekauft.

Nachdem der Empfänger geliefert wurde, folgte eine gewisse Ernüchterung: Der Sender im Spiegel und der Empfänger ließen sich nicht aufeinander programmieren: Wenn man nach der beiliegenden Anleitung vorging, wurde die Programmierung manchmal gar nicht erkannt und manchmal waren nach der Programmierung ganz andere Kombinationen aus Sender- und Empfängerkanälen wirksam als eigentlich programmiert. Nach wiederholten Betätigungen konnte es auch vorkommen, daß eine Sendertaste auf einmal beide Empfängerkanäle gleichzeitig schaltete.

Aber für solche Fälle gibt es ja den Support des Herstellers (in diesem Fall der deutschen Vertretung von Johnson Controls, einer Firma namens „Chamberlain“), dem ich mein Problem ausführlich per E-Mail schilderte. Einiger Zeit bekam ich die Antwort, daß man so ein komplexes Problem doch besser telefonisch besprechen sollte, weswegen ich doch bitte die – immerhin kostenlose – Hotline anrufen möge. Die Dame an der Hotline machte dann aber im Prinzip auch nichts anderes, als mir Schritt für Schritt die Bedienunganleitung vorzulesen. Mit dem – zumindest für sie ;) – völlig überraschenden Ergebnis, daß die Paarung zwischen Sender zu Empfänger immer noch nicht wunschgemäß funktionierte. Daraufhin gab mir die Dame den Tip, den Empfänger doch im Rahmen der Herstellergarantier zur Reparatur einzusenden.

Also füllte ich auf der Homepage von Chamberlain den RGA-Antrag aus und schilderte dort das Fehlerbild erneut. Der Rückschein wurde mir auch zugestellt, gepaart mit dem Hinweis, ich möge doch bitte eine Fehlerbeschreibung beifügen. Also beschrieb ich das Problem nun schon zum vierten Mal und schickte den Empfänger nebst Beschreibung zurück zu Chamberlain.

Als ich binnen zwei Wochen nach Abschicken nichts mehr von der Angelegenheit hörte, rief ich wieder bei der Hotline an. Die Dame dort mußte sich wegen des Vorgangs erst erkundigen und plötzlich hatte ich einen anderen Mitarbeiter an der Leitung, dem ich meine bisherige Geschichte abermals kurz schilderte. Als ich dem Mitarbeiter das Baujahr meines Autos nannte, meinte der nur: „Ach ja, damals gab’s noch ein paar Probleme mit der Kanaltrennung, die arbeitet nicht so sauber wie sie soll. Kein Problem, ich leg’ ihnen noch einen von unseren Handsendern bei, programmieren sie einfach damit.“

Am nächsten Tag hatte ich auch prompt meinen Empfänger mit dem Vermerk „kein Fehler feststellbar“ sowie dem versprochenen Handsender zurück. Natürlich war ich skeptisch, aber der Trick (siehe unten) funktionierte auf Anhieb! Natürlich bin ich jetzt dem letzten Chamberlain-Mitarbeiter sehr dankbar, daß er mir die richtige Lösung verraten hat, andererseits wirft die ganze Sache insgesamt kein gutes Licht auf Chamberlain, wenn man sein Problem viermal(!) schildern muß und dann doch nur durch Zufall die passende Antwort bekommt.

Und nun für alle, die per Google auf der Suche nach einer Lösung zu diesem Problem sind ;) , hier nochmal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Alles was man neben dem Sender im Auto und dem Universalempfänger braucht, ist ein zusätzlicher Handsender von Chamberlain. Der hört auf die Typenbezeichnung „4335E“ und ist auch unter diversen anderen Handelsmarken erhältlich.

  1. Die „Learn“-Taste des gewünschten Kanals im Universalempfänger kurz drücken, die entsprechende Kanal-LED leuchtet.
  2. Die gewünschte Sendetaste am Handsender drücken, die Kanal-LED im Empfänger erlischt, wenn die Programmierung erfolgreich war. (Tip: Es hilft, wenn die Antenne des Empfängers senkrecht steht und man den Handsender dabei waagrecht hält.)
  3. Wenn das funktioniert hat, den Sender im Spiegel mit Hilfe des Handsenders gemäß Anleitung so programmieren, als ob der Chamberlain-Handsender der Handsender eines Garagentores wäre.
  4. Fertig. :)

Die Programmieranleitung, die dem Universalempfänger beiliegt, kann man getrost ignorieren. :)

by Sebastian at August 21, 2011 08:35 PM

August 07, 2011

Alexander Mayer

#alpen50 Trailer

Die letzten Videoschnipsel sind noch keine 24 Stunden alt und schon habe ich hier taufrisch, brandaktuell, neu und super soft, einen kleinen Trailer zur #alpen50 Tour.

Viel Spaß!

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Auf Vimeo auch in FullHD.

by Alexander at August 07, 2011 06:10 AM

August 01, 2011

Christian Sahm

Infiziert

Seit einigen Wochen bin ich ja auf altes Gelump gekommen. Zumindest fotografisch. Volle 41 Jahre ist sie alt, meine Leica. Und dennoch versprüht sie einen fotografischen Reiz wie nichts anderes zuvor… Inzwischen hat sich zu der guten alten M4 noch eine etwas jüngere M6 gesellt. Diese ist erst 34 Jahre alt und demnach fast “jung”. Und mit einer Objektivversammlung in den Brennweiten 25, 35, 50 und 90 mm ist die Ausrüstung komplett…

by Christian at August 01, 2011 06:34 PM

Ich bin Busfahrer

Seit nun fast zwei Wochen bin ich Busfahrer. Genauer T4-Fahrer. Und ich muss zugeben, ich mag es.

So ein Bus hat schon was für sich: zum einen sauviel Platz, genug für Fahrer und mehrere Mitfahrer, inklusive Hunde und Gepäck. Das ist schon ein sehr nettes Feature. Natürlich hat das Ganze auch Nachteile. Nachteile, die einem jedoch sehr schnell vorteilhaft erscheinen.

Mein T4, Bj. 1997, hat einen 2.5-l-Fünfzylinder-TDI mit erbarmungslosen 102 PS. Bei einem Gewicht von gut 2 Tonnen kommt da nicht wirklich Farhdynamik auf. Für die Kurvenhatz ist das Auto nicht gebaut worden und selbst auf der Autobahn kann man zwar souverän LKWs überholen, aber halt auch nicht viel mehr. Aufgrund dieser eher defensiven Fahrweise hält sich der Durst des T4 erstaunlich im Rahmen. Mit 9 Liter Diesel auf 100 km ist er bei dem Gewicht und dem Luftwiderstandsbeiwert eines Scheunentors schon fast sparsam. Aber auch wenn einem 110 – 130 Stundenkilometer als Reisegeschwindigkeit auf Bundesautobahnen als sehr langsam vorkommen… es ist wunderbar. Das Fahren entschleunigt das ganze Leben. Termindruck hin oder her. Man kann einfach nicht hetzen, auf dem Bodenblech tretend, im Tiefflug zu irgendeinem Termin eilen. Es geht einfach nicht schneller.

Entweder man fährt halt etwas zeitiger los oder man kommt zu spät. Punkt.

Und ganz ernsthaft: es tut mir gerade nichts besser als vollends entschleunigt durch die Gegend zu schaukeln…

by Christian at August 01, 2011 06:22 PM

July 11, 2011

Alexander Mayer

#mintt11 – Metzeler Interact Testtage

So, frisch und entspannt zurück von einer kleinen Vogesen/Elsass/Schwarzwald Tour habe ich auch endlich mal die Muse den, wie üblich, viel zu lange schon überfälligen Blogeintrag zu den Metzeler Interact Testtagen fertig zu schreiben. Metzeler hat ein paar Forenuser, Twitterer und Blogger, unter anderem auch meine Wenigkeit, eingeladen am 27. Mai in das LUK Driving Center in den Baden-Airpark zu kommen um die Reifenpalette mit Interact Technologie Probe zu fahren.

Aber von Anfang an. Im Zeitplan, der zusammen mit der Anmeldebestätigung kam, stand, dass es bereits um viertel nach Acht losgehen würde. Morgens! Das bedeutete natürlich, dass wir (Patrick, Ralf und ich) schon am Vortag anreisen würden. Wir machten aus, die HWP-Ranch als Startpunkt zu nehmen. Das war zum einen vom Streckenverlauf her naheliegend und zum anderen konnte ich so ein paar Campingutensilien vom Herrn Trölf (Wir wollten später noch weiter zum Touratech Travel Event.) auf meiner Gülle unterbringen, da er mit seinem SR500 Caferacer fahren würde. Ralf kam bei mir vorbei und wir nahmen die Standardroute zur Ranch. Bei Patrick angekommen wurde auch gar nicht lange rumgetrödelt. Ralf bekam einen kleinen Rundgang, ich schnallte die trölfschen Campingbrocken auf die Gülle und es ging los.

Von der Fahrt gibt es nicht spannendes zu berichten. Höchstens vielleicht, dass die SR-Trölf mit dem neuen Setup nun Flammen aus dem Auspuff wirft und dass das, verbunden mit der Geräuschkulisse, in Tunneln schon ein ziemlich amtliches Spektakel ist.

Nach einem lustigen Abend mit den anderen Bloggern und der Metzeler Truppe und einer viel zu kurzen Nacht im Hotel fuhren wir am nächsten Morgen geschlossen zum Baden-Airpark. Nachdem wir den nötigen Papierkram erledigt hatten und in die einzelnen Geschwindigkeitsgruppen für die Rennstrecke eingeteilt waren gab es erst einmal eine kleine Einführung, was denn “Interact Technologie” eigentlich bedeutet und wie der restliche Tagesablauf aussehen sollte.

Danach stellte uns Albin vom Team Moto Bike die Instruktoren für Renn- und Crossstrecke vor und erzählte uns etwas zum Verhalten auf und neben der Rennstrecke und ich dachte mir: “Meine Fresse! Mit was für Asozialen hatten die denn schon zu tun?!” Wir wurden gebeten die Maschinen doch bitte pfleglich zu behandeln und nicht gleich den kalten Motor bis in den Begrenzer zu jagen und – im Ernst! – keine Teile von den Motorrädern abzuschrauben. Öhm…

Instant Frust

Großes Kompliment an den Fotografen von pixelrace.de, mich so gut aussehen zu lassen! :)

Großes Kompliment an den Fotografen von pixelrace.de, mich so gut aussehen zu lassen! :)

Die skeptischen Fragen, ob ich mir das wirklich antun wolle, gleich zu Anfang kommentierte ich nur mit: “Zwei Zylinder, Kardan. Ist doch wie Gülle fahren!” Insgeheim ahnend, dass das wohl alles andere sein würde als Güllepumpe fahren.

Ich bin kein Freund von Vierzylindern, weshalb ich mich zum Anfang für die BMW HP2 Sport entschied. Was für ein Fehler! Nach dem ersten Turn fuhr ich direkt wieder in die Boxengasse und stellte das Ungetüm ab. Um Gottes Willen, was war denn bitte das gerade?

Ich kam mit dem Teil absolut nicht zurecht. Ich bin es vom normalen Alltagsfahren her gewohnt, viel der Bremsarbeit den Motor machen zu lassen. So fuhr ich hier auch. Dummerweise hat der Motor soviel Bremswirkung, dass dabei das Hinterrad blockiert. Roxy, eine der Instrukturen meinte später, dass die Maschine ein ziemliches Biest sei und man sie immer schön auf Zug halten müsse. Das war einfach zu ungewohnt für mich und eine Rennstrecke auch irgendwie nicht der richtige Ort um sich an so etwas zu gewöhnen.

Ich hätte mir eine andere Maschine schnappen und nochmal auf die Strecke gehen können, allerdings musste mein Ego diesen Schlag erst einmal wegstecken…

Bevor wir zur Crossstrecke fuhren kam noch eine der Instruktoren vorbei, auf der Suche nach der Nummer 22. Als ich ihr kleinlaut sagte, dass ich das war, meinte sie, dass das nicht sein könne. Der Fahrer hätte eine weiß/schwarz/blaue Kombi angehabt. HAHA! Mein perfider Plan trug Früchte – Die Tarnung war geglückt! Schmarren. Ich hatte zwischenzeitlich wieder meine normalen Moppedklamotten angezogen, da so eine Kombi die Bewegungsfreiheit doch schon etwas einschränkt und man ausserdem auf der Crossstrecke aussieht wie ein Depp. Sie meinte, sie würde mich gerne in die grüne Gruppe stecken. Nur all zu gerne!

Instruktor Dr. Gleich Hr. Trölf

Ledersauna

Bärbel - Brachte mich weg vom Schauplatz meiner Schmach.

Bärbel - Brachte mich weg vom Schauplatz meiner Schmach.

Noch immer den bitteren Geschmack der Niederlage schmeckend saß ich zusammen mit Frauke, Patrick und dem alten Griesgram im T5 Shuttlebus zur Crossstrecke. Dort angekommen erklärte uns unser Instruktor Bubi vom Nutella Racing Team die grundlegenden Techniken fürs Motorcross. Und das machte er richtig gut. Kurz und knackig. Wenn die und die Bedingungen, dann mach ihr das und das. Zack, fünf Minuten und fertig. Unsere Visiere montierten wir ab, damit sie, falls wir mal zu Boden gehen würden, nicht kaputt gingen.

Danach machten wir uns kurz mit den Maschinen vertraut. Der Fuhrpark bestand komplett aus KTMs, alle mit dem Six Days Extreme von Metzeler bestückt. Zur Wahl standen: 250EXC (Zweitakter), 250EXC-F (Viertakter), 300EXC-F (Viertakter), 450EXC-F (Viertakter). Ich schnappte mir eine 250EXC.

Zuerst ging es, da wir alle noch nie mit solchem Material auf einer Crossstrecke unterwegs waren, auf die Kinderstrecke, auf der sonst bis maximal 85ccm gefahren wird. Immer Bubi hinterher, der vormachte, wie es geht. Vor auf den Tank, Bein raus, wieder auf die Rasten. Klappte schon ganz passabel. Lediglich der Zweitakter war (für mich) etwas zu giftig für den kleinen Kurs, weshalb ich einmal im Zaun landete. Ich kam aus der Kurve und beim Überfahren einer Bodenwelle gab es einen kurzen Gasstoß, welcher auch sofort in Vortrieb umgesetzt wurde. Es blieb aber alles heil.

Als wir einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen hatten, wie sich Motorcross überhaupt anfühlt und wie man zu fahren hat ging es auf die eigentliche Strecke. Eine echte EM-Strecke, mit allem was dazu gehört: Sprünge, Tables, Waschbrett, Tiefsand, Steilkurven… Auch hier fuhr Bubi erst einmal voraus und ließ sich dann immer wieder zurückfallen, um sich unsere Fahrerei einzeln anzuschauen. Und scheinbar stellten wir uns gar nicht so doof an. Nach zwei oder drei Runden waren wir auf uns alleine gestellt.

Man verzeihe mir bitte die Ausdrucksweise, aber ich wüsste nicht, wie ich die Intensität meiner Begeisterung anders in Worte verpacken könnte: “Leck mich am Arsch, war das geil!” Motocross fahren macht irrsinnig Spaß! Ich war klatschnass geschwitzt und völlig erschöpft, aber jedes mal, wenn ich mich eigentlich schon entschlossen hatte vom Track zu fahren lachte mich der Table direkt nach der Ausfahrt an und ich dachte mir: “Na komm, eine Runde geht noch!”

Mittlerweile waren nur noch Patrick und ich auf der Strecke. Der alte Griesgram grämte sich zu sehr, da ihm der Aspahlt wohl mehr lag als der Dreck und Frauke war der Meinung ihre Beine seien… das Motorrad wäre zu hoch. So zogen Herr Trölf und ich einsam unsere Runden.

Das war definitiv nicht das letzte Mal! Über kurz oder lang muss eine Crossmaschine her, soviel ist sicher!

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Sabotage

Nach der zweiten Runde MX, die ich den Landstraßenfahrten vorzog, gab es für uns Rennstreckennovizen extra einen geführten Blümchenpflücker Instruktorenlauf. Roxy erklärte, wie es aublaufen würde. Alle Mann/Frau im Entenmarsch hinter ihr her und auf ein Handzeichen lässt sich der erste ganz zurück fallen. So bekäme jeder die Gelegenheit sich die Linie von ihr zeigen zu lassen.

Ich blieb eisern und verweigerte den Vierzylinder. Meine “weapon of choice” wurde die F800R. Zweizylinder Reihenmotor, aufrechte Sitzposition, normaler Lenker. Hier fühlte ich mich gleich viel mehr zu Hause als auf der HP2 Sport. Das machte sich auch auf der Rennstrecke bemerkbar. Ich konnte nicht nur gut mithalten, es wäre sogar noch etwas mehr gegangen. Wenn… Tja, wenn mir nicht der Sprit ausgegangen wäre. Ich wollte gerade aus der Kurve heraus beschleunigen, als nichts mehr kam. Ich wartete, bis die nachkommenden Fahrer vorbei waren und schob die Maschine von der Strecke.

Irgendwie war auf dem Asphalt der Wurm drin. Aber egal. Ich bin ganz anständig gefahren, hatte meinen Spaß und war zufrieden.

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Nach einem grandiosen Tag (Danke, Metzeler!) mit vielen neuen Erfahrungen (Im Bezug auf das Motocross wäre der Begriff Offenbarung angebrachter.) ging es für Patrick, Jochen, Jörg und mich weiter nach Niedereschach. Zum Touratech Travel Event.

Ach und ein Extradank gebührt Jörg. Er hat nämlich die meisten Fotos hier geschossen. Er war mit an der Crossstrecke, wollte nur zuschauen und bot an, mir die Kamera abzunehmen. So konnte ich in Ruhe fahren und war auch mal auf den Fotos drauf. :)

by Alexander at July 11, 2011 12:10 PM

Christian Sahm

Busfahrer

In Kürze (und wenn nichts mehr schiefläuft) wird ein “neuer” rollender Untersatz bei mir einziehen:

Earl

Nach 15 Jahren Wartezeit, solange liebäugele ich schon mit einem Bus, wird dieser VW T4 Multivan “Allstar” mich nun letztendlich zum Busfahrer machen.

Er ist zwar schon 14 Jahre alt und hat gut 178.000 km auf der Uhr, aber er befindet sich in gutem Zustand (außer ein paar weniger Äußerlichkeiten) und der 2.5 TDI (zumal der mit 102 PS) ist ja dafür berühmt, dass er auch mal ne halbe Million Kilometer frisst, bis er sich auflöst.

Natürlich ist der T4 nicht nur sehr beliebt, sondern leider auch deshalb recht teuer. Die Wertstabilität ist erschreckend (wenn man den Gebrauchtmarkt betrachtet) und die Steuer und v.a. Versicherung tun ihres dazu, dass es nicht unbedingt ein Sparmobil in der Unterhaltung ist. Aber hey, die schönen Dinge im Leben sind selten Schnäppchen… von daher “Welcome, Bully”.

PS: Wobei “Bully” eigentlich falsch ist. Denn der Bully war einige Generationen der Spitzname der Busse und dieser spezielle Bus wird einen anderen Namen bekommen: “Earl”. Und bitte nicht fragen, wieso “Earl”…

Earl

by Christian at July 11, 2011 10:47 AM

Die Wahrheit liegt im Code

Die letzten acht, neun Wochen habe ich wie die Hölle gecodet. Es erinnerte mich wohlwollend an die guten, alten Zeiten, in denen mein Job noch mehrheitlich aus Tun und weniger aus Entscheiden und Delegieren bestand…

Coding The Web

Doch die letzten Wochen waren andererseits nicht ohne. Durchschnittliches Pensum 10 Std./Tag, meistens eher etwas mehr und dafür mal einen Tag frei. Sessions bis morgens um 4 Uhr, 5 Std. Schlaf und weiter… und das alles für eine Website.

Eine nicht wirklich umfangreiche, aber dafür sehr komplizierte. Denn zum einen, wie ich bereits mal geschrieben hatte, musste sie auf allen gängigen Systemen/Browsern laufen und zum anderen waren die Entwürfe mit einigen Fiesheiten gespickt. So z.B. Hintergrundvideo, Bildergalerie mit Viewport-füllenden Backgroundbildern, diverse UX-Spezialitäten und natürlich einem mächtigen, individuellen Backend zur Verwaltung der kompletten Seite (inkl. Filemanager, WYSIWYG-Editor, Mehrsprachigkeit, User-Bereiche, automatische Galerie-Erstellung…).  Achja, nicht zu vergessen einen kompletten Mobile-Ableger der Seite, für Smartphones und (Nicht-iPad-)Tablets.

However, langer Rede kurzer Sinn: es ist, wie schon häufig, grandios zu sehen, dass eine individuelle Seite mit ebensolchem Backend zwar in der Entwicklung länger dauert, aber dafür die Anforderungen perfekt erfüllen kann, wohingegen ein wie auch immer geartetes CMS doch immer einen Kompromiss darstellt: zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, die es offerieren soll und dem, was die spezifische Seite wirklich braucht.

Vom Handling her braucht sich heute, dank solcher Frameworks wie JQuery, eine Individuallösung gegenüber den gängigen CMS nicht verstecken. In-Place-Editing, Reihenfolge per Drag-n-Drop, Modal-Dialoge und ähnliche Spielereien sind nicht mehr so aufwändig, dass sie sich nicht auch für individuelle Backends umsetzen ließen. Natürlich bedarf es ein wenig Planung und einen gewissen Grundstock an Zeit bis alleine das Backend tut, was es soll, aber dann lässt sich das Frontend umso schneller und angenehmer umsetzen. Und wenn JQuery hinten schon zum Einsatz kommt, es ja nur folgerichtig es auch vornerum hantieren zu lassen. Zusammen mit JQuery UI und JQueryMobile ergibt sich wirklich ein nettes Paket, das nur noch mit einer Prise HTML, CSS, PHP und SQL gewürzt werden muss.

Und nichts desto trotz werden ich mir jetzt wohl mal wieder einen Ausflug in das Reich der Frameworks gönnen… die Hoffnung, mal ein Framework (dieses Mal wird es wieder PHP sein) zu finden, dass meinen Vorstellungen gerecht wird, stirbt zuletzt…

Coding The Web

by Christian at July 11, 2011 10:38 AM

June 17, 2011

Christian Sahm

Kabelsalat

Ich war mal wieder in Hanau kabeln, besser bekannt als Klettern. Also das mit Seil, im Gegensatz zum “kabellosen” Bouldern. Und da wir in Hanau ja auch mehrheitlich die Routen schrauben, schau ich mir auch gerne mal die Leutchen beim Klettern an. Nur was ich da sehe, plaisiert mir nicht gerade.

Prinzipiell schrauben wir ja eher Touren vom 6. bis 9. Grad, auch wenn die Mehrheit der anzutreffenden Alpenvereinler eher im Bereich 4 bis 6 unterwegs sind. Demnach gibt es ziemlich viele, und teils auch schöne, schwere Routen, die auch recht schnell durchwechseln. Die leichten Touren jedoch (die ich mir heute mal wieder von unten betrachten durfte während ich die Novizin Nina diese hochgescheucht habe, was ihr auch recht anständig gelungen ist) sind allesamt recht alt, ziemlich langweilig und wenig technisch.

Doch warum nur? Klar fällt es mir schon recht schwer nen Vierer zu schrauben. Das kann auch unbeabsichtigt schnell mal ne Fünf daraus werden (oder schlimmer). Aber der Grund, warum ich keine leichten Touren schrauben mag, sind eher die Leute, die sie dann klettern. Es gibt welche, die sind schon länger dort regelmäßig am Klettern und haben in den Jahren, in denen ich Zeuge war, fast nix is gar nix dazu gelernt. Die klettern heute die überhängende Fünf mit den Riesenhenkeln noch genauso mies wie die ähnliche Fünf, die vor vier Jahren an selber Stelle geschraubt war.
Da sieht man keinen Hauch von Fortschritt hinsichtlich Technik, Präzision, Schwerpunktverlagerung, Eindrehen, Stützen etc… einfach nur stupides Links-Rechts, Hand-Fuß. Wie Leitersteigen an Plastik.

Für so jemanden eine anspruchsvolle Tour zu schrauben, birgt schon Ärger in sich. Denn sobald technische Versiertheit abgerufen würde, wäre das Gejammer groß: Sch…route, viel zu schwer, falsch bewertet…

Dabei ist eine trickreiche Fünf genauso eine Fünf wie eine Henkelleiter. Nur fiele sie den den denkfaulen Technikmuffeln im Klettervolk halt sehr viel schwerer.

Jetzt mag ich ja nicht nur lästern, ich bin ja schließlich auch nicht die Hyperpräzisionstechnikmaschine, aber ein bisschen Anspruch sollte doch am Plastik da sein. Draußen verwöhnt uns die Gefälligkeit des echten Felses ja schließlich im Übermaß mit den absurdesten Herausforderungen, zumindest meistens.

Andererseits, wie soll es der gemeine Alpenvereinler denn lernen? Wo die Herausforderung nicht ist, kann er sich dieser auch nicht stellen. Deshalb bin ich zur Entscheidung gekommen, dass wir (also Markus, Thomas, Andi, Jörg und ich) doch mal versuchen sollten, bis Ende diesen Jahres einfach alle Routen zwischen 4 und 6 neu zu schrauben. Und dabei die klassischen Leitervariationen weg zu lassen. Stattdessen: Bewegungsvielfalt abfordern, präzise Fußtechnik auf eher kleinen Tritten fördern, mehr Griffe und Tritte als notwendig verwenden, um Entscheidungsprozesse zu erzwingen, Sackgassen einbauen, die nur durch vorheriges “Lesen” vermeidbar werden, anspruchsvollere Griffformen und unterschiedliche Belastungswinkel… Halt alles das, was momentan im Plaisierbereich nicht oder kaum da ist. Und wenn alle Touren bei gleicher Schwierigkeit anspruchsvoller werden, dann sollte sich dies ja zwangsläufig auch positiv bemerkbar machen…

by Christian at June 17, 2011 01:48 AM

June 14, 2011

Alexander Mayer

Motocross in Kassel (Spessart)

Am Sonntag war ich zusammen mit den Schrägermeistern in Kassel im Spessart zum Motocross Gucken. Hier mal ein paar Impressionen.

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by Alexander at June 14, 2011 08:11 PM

June 09, 2011

Christian Sahm

Vielfalt? Für’n Arsch!

Ich bin ja echt kein Befürworter von Monopolen… schon gar nicht in der IT oder gar im Web. Aber manchmal wäre weniger auch mal mehr.

Spätestens wenn mal wieder eine Website ansteht, die mit neuen Features auftrumpfen soll, wäre mir eine gewisse Beschränkung im Web willkommen.

Denn die Liste der zu unterstützenden Systeme und Browser ist schier erschlagend:
Desktop-Versionen in verschiedenen Größen, von 800 bis 1920 px Breite, mobile Versionen in verschiedenen Größen vom kleinsten Phone bis zum fettesten Tablet. Dazu Varianten für Bandbreiten von Edge bis VDSL. Alles auf verschiedenen Plattformen: Windows 7, Mac OS X, Android, Linux. Und natürlich alles für die gängisten Browser: IE 7 bis 9, Firefox 3.x bis 4, Safari, Chrome und Opera. Das sind eine Menge Kombis, ne Menge Hack-Bedarf, kurz: eine Unmenge Aufwand und Ärger.

Coding The Web

Denn irgendeine Kombi funktioniert nicht, wenn alles andere geht. Irgendeine Technologie, die Standard ist, wird so nicht unterstützt… irgendwas ist immer.

Und während man früher hätte sagen können, man unterstützt IE und Mozilla auf Windows und hatte damit 90% der Nutzer erschlagen, so kann man sich heute nur beschränken, wenn man in der Aufzählung oben Linux und Opera streicht. Der Rest ist mittlerweile ein must have.

Wer bei einer aktuellen Website weniger beachtet… der ist schon nicht mehr up to date.

Sieht so aus als würde die Zukunft im Web zumindest auf Entwicklerseite sehr aufwändig werden…

Coding The Web

by Christian at June 09, 2011 09:23 PM

June 07, 2011

Alexander Mayer

Wheelie Days

So. Hier ist er, der zweite Teil des Honda/Wheelie Wochenendes.

Wir hatten uns gerade bei Honda von den anderen Bloggern verabschiedet und waren auf der Landstraße unterwegs Richtung Stuttgart. Autobahn wollten wir uns nicht antun. Ich fuhr mit meinem Oldschool Navi, einer ausgedruckten und auf den Tank geklebten Anfahrtsbeschreibung von Google Maps vorneweg. Navigieren ist bei mir ja ehr ein Glücksspiel. Es klappt mal mehr, mal weniger gut. Diesmal klappte es (wie eigentlich meistens) ehr weniger gut. Gerade mal eine Viertel Stunde unterwegs und schon stimmte irgendwas nicht. Unser nächster Wegpunkt war seit über einem Kilometer überfällig und wollte sich auch nach einem weiteren Kilometer nicht zeigen. Die ersten vier oder fünf Wegpunkte hatten gepasst… Eigenartig. Wir hielten an und berieten uns. Nach einem kurzen Blick auf Marcs Milestone waren wir aber ziemlich schnell auf der B45, auf die wir eigentlich auch wollten. Von hier ab ging es nur noch geradeaus. In Eberbach bog Micha, der zum Suzuki GS Stammtisch nach Karlsruhe weiter wollte rechts, Stephan, Marc und ich links ab und wir schlängelten uns weiter den Neckar entlang. Ich mag die Strecke. Hier bin ich mit Ernie und Bert schonmal langgefahren. Man kommt zügig vorwärts und hat trotzdem eine schöne Kulisse! Kurz vor Stuttgart übernahm ich wieder die Führung. Diesmal klappte es zum Glück etwas besser mit der Navigation und so trudelten wir gegen halb Elf bei Andi und Tanneliese ein, wo auch schon Patrick und Boris auf uns warteten. Die beiden sind mit ihren Fuffies runtergefahren. #alpen50 Testfahrt und so… :)

Zack! Wach. Meine innere Uhr hatte sich zuverlässig auf den Tourenmodus umgestellt. Wir saßen gestern Abend für unsere Verhältnisse nur noch kurz zusammen; der ereignisreiche Tag forderte seinen Triubut und der Wheelie Kurs sollte auch ziemlich zeitig losgehen.

Beim Frühstück diskutierten wir aus, wie wir denn nun zur neuen Messe kommen würden, schließlich waren wir mit drei Fuffies und drei Motorrädern ein wenig ungleich motorisiert. Wir entschieden uns dafür etwas früher los zu fahren und eine 50er taugliche Strecke zu nehmen, sattelten aber, da gestern wohl irgendwann an Andis RD50 der Zündfunken abgefallen ist, im wahrsten Sinne des Wortes um, und es nahm jeder von uns einen Sozius auf den großen Moppeds mit.

Angekommen waren wir die ersten auf dem großen Parkplatz der neuen Messe. Unser Übungsareal war bereits abgesteckt und Lothar drehte darauf ein paar Runden mit seinem neuen Stuntbike, einer Suzuki Gladius. Wir standen eine Weile staunend daneben und begutachteten anschließend unsere Übungsmaschinen. 250 Kubik Einzylinder Sumos, extra gebaut für das Moto Action Team. Langsam trudelten auch die anderen Teilnehmer ein und wir erledigten schonmal die Formalitäten. Als wir komplett waren teile Lothar uns in zwei Gruppen auf. Es wären zwar genug Moppeds da gewesen, dass alle gleichzeitig hätten fahren können, aber wir würden die Pausen brauchen, meinte er. (Und wie Recht er damit haben sollte! :))

Es ging los mit dem Theorieblock. Lothar erzählte erst einmal, wie es nicht geht. “Es schwirren ja eine ganze Menge Halbweisheiten im Internet herum.” Danach erklärte er, wie es funktionieren soll und was physikalisch dahinter steckt. Das klang ziemlich einleuchtend. Aber theoretisch verstehen und praktisch umsetzen sind zwei paar Schuhe. Und für einen ersten Versuch der Umsetzung des gerade gelernten gingen alle Mann zum Wheelie Simulator. Eine schwere Konstruktion auf einem Anhänger, die ein wenig aussieht wie ein Rollenprüfstand, auf dem jemand ein Motorrad festgeschraubt hat. Ich ließ den anderen den Vortritt und stieg als letzter auf das Konstrukt. Ich war erstaunt. Es klappte eigentlich recht gut! (Lag bestimmt an der mitlaufenden Kamera! :))

Jetzt ging es an die Motorräder. Die erste Übung bestand darin, im ersten Gang zu fahren, fast bis zum Stillstand herunterzubremsen und dann “Hopp!” hoch mit dem Vorderrad. Theoretisch das gleiche wie auf dem Simulator. Praktisch wollte es bei mir absolut nicht klappen. Der Teil mit dem Fahren und bis fast zum Stillstand herunterbremsen war natürlich keine wirkliche Herausforderung, aber das Rad! Das verdammte Teil wollte sich einfach nicht vom Boden lösen. Die Gruppen wechselten ein paar Mal durch und als wir zur zweiten Übung kamen, war ich zugegebenermaßen ein wenig frustriert. Gleich bei der ersten Übung kläglich versagt! Die zweite Übung sollten wir aus dem Stand starten, mit beiden Füßen am Boden. Hö?! Das klappte wunderbar! Frisch motiviert lief ich bei der dritten Übung, einer Variation der zweiten Übung, bei der wir den rechten Fuß auf die Raste stellen sollten zu meiner persönlichen Höchstform auf und es fanden endlich auch die Ratschläge Anwendung, was zu tun ist, wenn sich das Rad in der Luft befindet. :)

Stephan nahm zwischendurch immer wieder mal Material für eine neue Folge Mopeten.TV auf. Ich sollte für die Kamera einen Tipp abgeben, wer meiner Meinung nach denn heute die Wheelie Trophäe mit nach Hause nehmen würde. Ich tippte auf Marc. Schließlich hatte er durch seine Größe einen guten Hebel und mit einer 250er Enduro ist er auch vertraut, schließlich fährt er ja eine KLX. Ob ich mit meiner wissenschaftlich fundierten These richtig lag, erfahrt ihr in der nächsten Mopeten.TV Folge! ;)

Andere aus unserer Gruppe waren deutlich besser als ich aber gegen Ende war ich nicht nur ziemlich ausgepowert, sondern eigentlich auch recht zufrieden mit meinen Versuchen. Ich bekam sogar vom Coinstruktor Canico ein Thumbs Up. :) Auch Stephan, Marc, Andi, Ernie und Bert konnte man von Runde zu Runde zuschauen, wie sie besser wurden.

Die Sonne brannte den ganzen Tag schon ganz anständig runter und als Lothar merkte, dass die Kondition bei allen so langsam nachließ, machten wir Schluss. Es war auch wirklich genug! Nach der feierlichen Verleihung der Wheelie Trophäe machten wir uns wieder auf den Rückweg und entschädigten uns für die ganze Plackerei mit ein paar richtig leckeren Burgern und kühlen Bier im “Eimer”. Der Abend war ein würdiger Abschluss für diesen Tag.

Wir durften noch einmal die Gastfreundschaft von Andi und Tanneliese genießen und machten uns am nächsten Tag, so gegen Mittag, auf den Rückweg. Wir fuhren die gleiche Strecke am Neckar entlang, wie wir sie auf dem Hinweg auch genommen hatten. Nach einem letzten gemeinsamen Stopp mit Mittagessen in der Burg Hornberg (Hui! Die Preise!) klemmte sich Stephan direkt auf die Autobahn. Marc fuhr noch ein Stück mit mir, um sich möglichst wenige Autobahnkilometer antun zu müssen. Ab Babenhausen war ich allerdings wieder alleine unterwegs und kurze Zeit später auch schon wieder zu Hause. Ein absolut geniales Wochenende! :)

Und nochmal ein ganz dickes Dankeschön an Andi und Tanni, die uns so fürstlich umsorgt haben! :)

Zu den Artikeln und Fotos von Marc und dem Herrn Trölf geht es hier entlang:

Wheelie_Days_01 Wheelie_Days_02 Wheelie_Days_04 Wheelie_Days_06 Wheelie_Days_08 Wheelie_Days_09 Wheelie_Days_10 Wheelie_Days_11 Wheelie_Days_12 Wheelie_Days_13 Wheelie_Days_14 Wheelie_Days_15 Wheelie_Days_16 Wheelie_Days_17 Wheelie_Days_18 Wheelie_Herr_Troelf_1 Wheelie_Days_19 Wheelie_Days_20 Wheelie_Days_21 Wheelie_Days_22

Nachtrag:

Die Mopeten.TV Folge Nummer 51 ist online. Mit dem amtlichen Endergebnis! ;)

by Alexander at June 07, 2011 12:23 PM

June 04, 2011

Christian Sahm

Genau gemessen

Bekanntlich bin ich unlängst Besitzer einer altehrwürdigen Leica M4 geworden. Der Fachmann weiß, der Rest nicht, aber ich erwähn es mal: die M4 besitzt keinen eingebauten Belichtungsmesser. Demnach muss man da nachhelfen.

Zunächst gibt es natürlich alte Weisheiten, die einem einen Großteil der Belichtungsmessung abnehmen:

Kein Blitz dabei – Blende 2.
Fast schon Nacht – Blende 2 Komma 8.
Schnelles Tier – Blende 4.
Grünes Gewächs – Blende 5 Komma 6.
Sonne lacht – Blende 8.

Wobei und das sei bedenken, es immer für eine Belichtungszeit von 1/125s und einem 100 ISO-Film gedacht ist.

Alternativ und etwas durchdachter ist der Ansatz der “Sunny 16 Rule“.
Dabei soll je nach Licht eine entsprechende Blende gesetzt werden und als Belichtungszeit der Kehrwert des Film-ISOs gesetzt werden.

Also bei eitel Sonnenschein und einem ISO 400 Film eine entsprechende Belichtungszeit von 1/400s… was auch durchaus hinkommt.

Aber man hat ja eine Leica um bei Offenblende (ja, auch mit einem Voigtländer-Objektiv) zu fotografieren und da das insgesamt eine etwas ausgefeiltere Belichtungsmessung bedarf als stupide f/8 und einer 125s hatte ich  dann doch einen Belichtungsmesser ins Auge gefasst. Meine Wahl fiel zunächst auf einen Voigtländer VC II.

Voigtländer VC II

Dieser kleine Aufsatz auf den Blitzschuh ist, quasi in Original-Optik, ein vollwertiger Belichtungsmesser. Über die zwei Wählräder oben, werden Blende und Zeit gegenüber in Einklang mit der LED-indizierten Belichtungszeit gebracht.

Voigtländer VC II

Sieht auf der M4 schon fast zu futuristisch aus, funktioniert aber einwandfrei.

Kollege Sascha war aber ebenfalls auf eBay für mich auf Pirsch und hat mir für winziges Geld einen original Leicameter MR geschossen.

Leicameter MR

Dieser ist nicht gar so handlich, aber hat den Riesenvorteil, dass er sich auf das Zeitenrad der M4 setzt und demnach nach der Messung man, nur noch an einem Rad drehen muss, um bei entsprechender Blende die passende Zeit zu bekommen.

Leicameter MR

Das Ding ist ein mechanisches Meisterstück, zu dem man den Herren von Leica nur gratulieren kann. Selten etwas so durchdachtes Einfaches gesehen. Zumindest trotz seines Alters von sicherlich auch über 30 Jahren funktioniert der MR noch einwandfrei und wird auf der M4 verbleiben.

Der VC II wird deshalb trotzdem bei mir bleiben, denn sowohl für die Lubitel 166 sowie die Praktisix wird er das Lichtmessen bedeutend vereinfachen.

Voigtländer VC II

by Christian at June 04, 2011 11:34 AM

June 02, 2011

Christian Sahm

Neigungssache

Zur kurzzeitigen Bespaßung und rabiater Arbeitsunterbrechung habe ich mich heute mal wieder in meine Boulderwand gewagt. Doch, so mancher weiß es, den anderen sei es gesagt, die pure Freude ist das nicht immer.

Denn meine kleine, feine Boulderwand hängt halt sage und schreibe 55° über und dadurch werden selbst die größten Henkel nicht zwingend bequem.

Nachdem ich mir kürzlich ein eigenes Crashpad gegönnt hatte (denn merke: auch aus nem Meter fuffzig fällt man besser nicht mit dem Steiß auf den Boden, sondern erfreut sich besser 10cm Schaumstoffs dazwischen), nutze ich auch die Gunst der Stunde und hab ein paar neue Boulder reingeschraubt. In der Theorie gehen auch alle, nur die Muse bzw. die Schmerztoleranz es auszuprobieren überkam mich bisher nicht.

Bis heute. Und zu meinem Erstaunen gehen die Boulder nicht nur alle, sondern keiner bereitete mir ernsthafte Probleme. Auch die Fago-Varianz (wie ich sie nun betitele, denn gemeint ist die Bouldervariante von Kollege Fago, bei der man nur Griffe definiert und als Tritte nur die kleinstmöglichen, nicht aber die Griffe nimmt) ging mit etwas mehr Mühe ganz ordentlich. Es scheint mir fast, als ob ich mir neben gesteigerter Fingerkraft nun auch langsam so etwas wie Körperspannung angeeignet habe. Zumindest fliegen die Füße nicht mehr so häufig von den Tritten wie früher…

Wir werden sehen, morgen gibt es dann eine kurze Session mit neuen Varianten. Und demnächst dann, hoffentlich auch bald, die nicht gar so steile Außenboulderwand, die dann eher Technik, Leisten- und Sloperkraft bedürfen wird…

by Christian at June 02, 2011 02:06 PM

May 24, 2011

Alexander Mayer

Honda Power of Dreams Testtage 2011

Mein Wecker stand auf sieben Uhr. Eigentlich unnötig früh, brauche ich bis zur Honda Akademie doch gerade mal eine viertel Stunde. Ich wollte an diesem Wochenende aber nichts dem Zufall überlassen, denn es stand nicht nur das Probefahren der Modellneuheiten 2011 bei Honda auf dem Programm, nein, es ging von Erlensee aus direkt weiter nach Stuttgart, wo wir uns am nächsten Tag von Lothar Schauer zeigen lassen wollten, wie man einen Wheelie fährt, wenn man denn weiß, wie es richtig geht.

Um kurz vor Sieben schaltete ich den Wecker aus. Ein seltenes Phänomen, dass ich ihn nicht brauche, aber die Vorfreude trieb mich scheinbar aus den Federn. Ich nutzte den zusätzlichen Puffer für ausgedehntes Frühstück. Gut gestärkt und mit einigen Darjeeling intus packte ich Ausrüstung ein, schnallte meinen Bandit Helm an den Gepäckträger und brummte los. Eine viertel Stunde später rollte ich auch schon mit der CX auf den Parkplatz.

Bereits auf dem Weg zum Eingang sah ich einige mir bekannte Maschinen, deren Fahrer ich kurz darauf an der Rezeption traf. Eine einzige große Hallo Runde. Schön alle mal wieder zu sehen! :)

Nachdem ich die Akkreditierung in der Tasche hatte, konnte es endlich losgehen.

CBR250R

Ich war von der neuen Zweihundertfünfziger bei ihrer Präsentation schon total begeistert. Endlich baut mal wieder jemand eine einfache, handliche Alltagsmaschine! Und dann auch noch mit serienmäßigem Combined ABS! (Was ich zwar nicht gebraucht hätte, für viele aber eventuell ein Kaufgrund ist?) Ich war natürlich neugierig darauf, ob die Vorstellungen, die ich von der Maschine hatte sich bewahrheiten würden und so sollte mein erstes Testobjekt die CBR250R sein.

Ich schnappte mir den Schlüssel und eine Kartenmappe, auf der eine lange und eine kurze Route aufgezeichnet waren, stimmte mich mit Ralf, Moritz und dem Griesgram ab und unser kleiner Testconvoi zog los.

Wir hatten uns entschieden, keine der eingezeichneten Routen zu nehmen, sondern einfach mal ein paar uns bekannte Strecken abzufahren. Dazu mussten wir allerdings erst einmal ein paar Kilometer Autobahn über uns ergehen lassen. Ralf und der Griesgram zogen auf ihren Satte Liter Schüsseln (CB1000R und CBR1000R) Moritz und mir auf den beiden CBR250R natürlich gnadenlos davon, aber als der Motor einigermaßen Betriebstemperatur erreicht hatte, gab ich Kitt und testete die Höchstgeschwindigkeit. Flach hinter dem Windschild zusammengefaltet schaffte die CBR 170km/h und hatte noch ein wenig Luft, bis auf dem Drehzahlmesser der rote Bereich anfing. Es spricht also auch nichts dagegen, sollte man es mal eiliger haben, eine Weile Dauervollgas zu fahren.

Endlich wieder herunten von dieser zugegebenermaßen praktischen, aber furchtbar langweiligen Erfindung Autobahn schlängelten wir uns eine kleine kurvige Strecke entlang, wo sich die Handlichkeit der 250er gut testen ließ. Absolut einwandfrei! Es macht wirklich Spaß mit der Kleinen durch die Kurven zu räubern! Hatte ich ehrlich gesagt aber auch nicht anders erwartet! ;)

Auf meinem Rückweg testete ich auf einer Geraden noch kurz das ABS und wahr sehr überrascht, wie sanft so ein modernes Bremssystem doch arbeitet. Bevor ich mich letztlich zurück auf den Weg zur Basis machte, legte ich noch einen kleinen Zwischenstopp an der Burg Alzenau ein um ein paar Fotos zu schießen.

Zurück in der Honda Akademie, als ich die CBR gerade abgestellt hatte, sah ich, dass Marc und Stephan mittlerweile auch schon angekommen waren. Damit war die Wheelie Truppe zu 50% vollständig. Die andere Hälfte würden wir in Stuttgart treffen. :)

Es war sehr klug von Honda die CBR250R nur in dieser “farbenfrohen” Lackierung zur Verfügung gestellt zu haben. Wäre sie schwarz gewesen, hätte es durchaus passieren können, dass am Ende der Veranstaltung eine gefehlt hätte. ;)

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Goldwing

Als ich von der Rezeption kam, den Schlüssel für die Goldwing in der Hand, war der Parkplatz so gut wie leer. Es standen, außer meinem Koloss, nur noch die Roller der kleineren Hubraumklassen herum. Vierhundertziebzehn Kilo Stahl, Aluminium und Plastik flößten wohl doch Respekt ein. Entweder das, oder die Leute hatten  die gleiche Vorstellung davon, wie sich so ein Motorrad fahren lässt, wie ich sie hatte.

Ich verstaute meine Kartenmappe im Kofferraum – schließlich hatte ich ein Navi – und nahm Platz. Knöpfe zu meiner Rechten, Knöpfe zu meiner Linken. Nach der doch nötigen Einweisung in das Gefährt schloss ich mein iPhone an die Stereoanlage und rollte mit Ironman von Black Sabbath vom Hof. – Wie passend!

Ich fuhr einfach der Nase nach. Zuerst durch eine kleine Ortschaft, mit engen Gassen, dann ein Stück über Land und anschließend auf die Autobahn. Bei einem kurzen Test der Höchstgeschwindigkeit stellte ich fest, dass die Goldwing ähnlich sensibel wird, wie meine Güllepumpe. Liegt wohl am Verhältnis Steifigkeit der Gabel zu Gewicht. Aber wer fährt schon dauerhaft Höchstgeschwindigkeit mit so einem Motorrad? Viel angenehmer ist es da doch, bei 160 den Tempomat zu aktivieren, ganz gemütlich dahin zu gleiten und sich von der Hifi Anlage beschallen zu lassen.

Als ich der Meinung war, die Autobahntauglichkeit meines Luxusliners zur Genüge getestet zu haben, fuhr ich von der Autobahn ab und nahm wieder ein paar Kilometer Landstraße unter die Räder. Erstaunt darüber, wie brauchbar die Schräglagenfreiheit der GL doch ist, beschloss ich meine Testfahrt zu beenden und mich vom Navi zurück zur Honda Akademie dirigieren zu lassen. Und hier habe ich wirklich mal etwas zu kritisieren. Das Navi ist murks! Es wirkt antiquiert und ist unglaublich langsam. Kein Vergleich zu z.B. einem aktuellen Navigon, wo man in einer hübschen Grafik eindeutig angezeigt bekommt, welche Spur man zu nehmen hat. Und sollte man tatsächlich mal an einem Wegpunkt vorbeigefahren sein, dauert es für meinen Geschmack einfach viel zu lange, bis eine alternative Route zur Verfügung steht. Da hätte die Goldwing wirklich etwas besseres verdient!

Aber das ist lediglich ein kleiner Wehrmutstropfen. Marc und Dennis konnten den Watz letztes Jahr bereits Probe fahren, weshalb ich in der Theorie schon wusste, was mich erwarten würde. Überrascht hat mich die Goldwing dennoch. Schub aus dem tiefsten Keller, einfaches Handling und einem unvergleichlichen Komfort, der mir beim Schreiben des Artikels hier wohl noch nachhing. :)

“Ich liebe die Bequemlichkeit und finde es äußerst mühsam, geistreich sein zu müssen.”

- Molière, Die gelehrten Frauen

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Rancher (ATV)

Leider verpasste ich durch meinen Ausritt auf der Goldwing die Präsentation vom Asimo. Schade, hätte ich gerne gesehen. Und die Crossrunner waren auch alle noch unterwegs. Kaum kam mal wieder eine auf den Hof gerollt, war sie auch schon wieder weg.

Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen habe ich mit Micha zusammen mal ein paar Runden auf den ATVs gedreht. Mit Lenker, dafür ohne Schräglage fühlte sich das Fahren auf dem kleinen Nutzfahrzeug fast ein wenig an wie Gespann fahren und ließ, wenn man nur mit Heckantrieb unterwegs war, auch ein paar spaßige Drifts zu. :)

Womit ich allerdings ein wenig meine Mühe hatte, war das Daumengas. Denn anders als beim Motorrad, bei dem man durch Drehen des rechten Griffs fossile Brennstoffe in Endorphine umwandelt, funktioniert das bei einem ATV mit einem kleinen Hebel, den man mit dem Daumen der rechten Hand bedient. Mir fehlt da wohl ein wenig die Feinmotorik eines Försters. Binärgas.

Holzdieb hondatt11_08 Dennis überbrückt die Wartezeit mit dem Zoomer

HF2417 (Rasentraktor)

Da auch nach unserer ATV-Aktion noch immer kein Crossrunner abzugreifen war, lieferte ich mir noch ein heisses Rasentraktorduell mit Mike. Die erste Runde versiebte ich leider, da ich im Eifer des Gefechts auf dem Rückweg nicht Slalom um die Hütchen fuhr, sondern ganz nonchalant abkürzte. Zu recht auf einer Revange bestehend, brannte ich ihn in der zweiten Runde aber so richtig her! :D – Hätte er nicht eine Hand im Gips gehabt, wäre ich allerdings wohl der Hergebrannte gewesen, denn er war auch einhändig noch verdammt schnell! :)

Crosrunner

YES! Endlich! – Es war schon relativ spät, aber ich hatte es tatsächlich noch geschafft den Schlüssel für einen Crossrunner zu ergattern! Zusammen mit Micha auf einer CBR600F nahm ich die gleiche Strecke in Angriff, wie wir sie auch gefahren sind, als ich mit der Zweihunderfünfziger unterwegs war. Also erst ein paar Kilometar Autobahn, dann Landstraße.

Da ich Jochen die Maschine förmlich unter dem Hintern weggeschnappt hatte, musste ich bei unserer Autobahnetappe nicht mehr darauf achten, den Motor warm zu fahren und konnte gleich mal etwas kräftiger am Gasseil zupfen. Macht man das, wird man feststellen, dass man ziemlich schnell ziemlich schnell wird! Und dann freut man sich nicht nur über die guten Bremsen, sondern auch über das Windschild, das einen ein wenig entlastet. Ab 180 stellte sich bei mir allerdings ein ziemlich nerviges Kopfpendeln ein. Als wir gegen Ende der Veranstaltung alle zusammen saßen, stellten wir fest, dass Prof. Dr. Gleich bei ähnlicher Größe und Statur nicht mit diesem Problem zu kämpfen hatte, was uns zu dem Schluss brachte, dass es wohl an meinem Helm gelegen haben muss.

Auch auf der Landstraße schlug sich der Crossrunner gut! War mir die Position der Fußrasten am Anfang noch etwas zu sportlich, war sie beim Kurvenräubern auf den kleinen gewundenen Sträßchen genau richtig!

Kurz und bündig: Toller Motor. Tolles Fahrwerk. Tolle Bremsen. – Tolles Mopped!

hondatt11_10 hondatt11_11

Der erste Teil eines grandiosen Wochenendes neigte sich dem Ende zu und als wir uns von den anderen verabschiedet hatten, brachen Marc, Stephan, Micha und ich auf Richtung Süden, zum lang ersehnten Wheelie Training. Dazu aber mehr im nächsten Blogeintrag! :)

by Alexander at May 24, 2011 10:59 PM

May 18, 2011

Christian Sahm

Neue alte Leica

Endlich ist es wahr geworden: ich habe meine erste (eigene) Leica. Durch die freundliche Vermittlung von Sascha bin ich nun sehr kostengünstig Besitzer einer Leica M4 von 1970 geworden.

My new Leica M4

Und da zwischen Kamera und Licht ja noch ein Objektiv gehört, wurde da kurzerhand ein Voigtländer Nokton 1.5/50 dazwischengesetzt.

My M4

Ich bin mal gespannt, was der erste enwickelte Film sagen wird… stay tuned.

PS: Hatte ich schonmal erwähnt, dass so eine Leica schon was ganz Besonderes ist? Love it…

My new Leica M4

by Christian at May 18, 2011 09:58 PM

May 14, 2011

Christian Sahm

Arbeiten in Ruhe

Es gibt Neues zu berichten.


Seit einer Woche gibt es hier nicht mehr nur zwei Hunde, sondern derer drei. Naja, eigentlich sieht es eher so aus: Zwerg, Hund und Kalb. Egal, sie verstehen sich, haben Spaß und wir auch…

Alice Cooper

Kimi

Von daher, ich schaff mal weiter :-)

Alice Cooper

by Christian at May 14, 2011 07:47 PM

May 05, 2011

Alexander Mayer

Reisevortrag “Oman – Island” im Café “Alte Schule”

Island konnte ich bisher nicht wirklich viel abgewinnen. Kalt und nass ist es dort und Nachts wird es nicht vernünftig dunkel. Wunderschön mit Sicherheit, aber irgendwie nicht so mein Ding. Mich zieht es ehr dahin, wo es heiß und trocken ist und Nachts dunkel.

Aber wie gesagt, bestimmt schön anzuschauen. Und um eben das zu tun (und weil Patrick und Micha im Sommer dort hin wollen), sind wir vor drei Wochen in das Café Alte Schule im Bergischen Land gebrummt. Dort zeigte Erik Peters, Moppedreisender und Author, den Vortrag zu seiner letzten Reise, Oman – Island.

Bestens vorbereitet hatte ich meine Koffer schon am Vorabend gepackt und bereitgestellt, so dass ich sie heute nur noch an die Gülle schnallen und losbollern musste. Ein kurzes Stück Autobahn hatte ich zu nehmen, bevor ich nach einer viertel Stunde schon an der Tankstelle stand, wo ich mich mit Patrick verabredet hatte. Nach einer Weile hörte ich auch schon den Einzylinder der Ténéré angeblubbert kommen. Ein schnelles Red Bull und es ging direkt weiter, Micha aufsammeln.

Bei ihm angekommen konnte ich auch endlich Mal seine Suzuki DR350 live bestaunen, die er sich extra für die Island Tour zugelegt hatte. Tolles Teil, mit Alukoffern und Safari Tank.

Jetzt, da wir soweit komplett waren, konnten wir die Strecke in Angriff nehmen, die Micha rausgesucht hatte. Komplett über Landstraße ins Bergische Land. Wir fuhren los und ich schmunzelte noch, dass bei den beiden Einzylinder Enduros vor mir beim Abtouren immer kleine Wölkchen aus dem Auspuff aufstiegen, als Michas DR plötzlich anfing zu qualmen wie ein Kartoffelfeuer. Wir rollten in eine Bushaltestelle und inspizierten die Maschine. Die Suzuki hatte massiven Ölverlust. Bei laufendem Motor sprudelte irgendwo am Zylinderkopf das Öl wie bei einem Bohrturm nur so heraus.

Micha war (verständlicher Weise) ganz schön am Fluchen, aber für solche Fälle hat der Mann von Welt schließlich eine Zweitmaschine. Als die DR neben einem Fußballplatz geparkt war, schnallte ich die Koffer von der Güllepumpe ab und fuhr mit Micha zurück, seine Katana holen.

Uns wurde zwar langsam die Zeit knapp, aber auch das konnte uns nicht dazu bewegen die Landstraße zu verlassen. Eine paar Minuten nach Vortragsbeginn kamen wir am Café an. Marc und seine Diesel Enfield waren auch schon da. Wir schlichen uns in den Vortragsraum, lauschten den Anekdoten von Erik und seinem Kumpel Carsten und in meinem Kopf manifestierten sich plötzlich Bilder einer Güllepumpe mit Stollenreifen und Scramblerauspuff… Vielleicht ist es gar nicht so kalt und nass dort…

Nach dem Vortrag saßen wir noch mit Erik und Carsten zusammen und unsere Island Division holte sich Streckentipps ab, während wir uns ein paar richtig leckere Cheeseburger und Bier gönnten.

Als Erik und Carsten aufgebrochen waren stellten wir unsere Zelte auf, machten ein Lagerfeuer und ließen einen tollen Tag, der mit einer Panne begann, auch mit einer Panne ausklingen. :)

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Am nächsten Tag wurden wir von dröhnenden Motoren geweckt. Der Parkplatz des Café füllt sich am frühen Samstag Sonntag Vormittag wohl immer mit richtig tollen Klassikern. Nach einem anständigem Frühstück, bestehend aus Rührei und Speck, schlenderten wir noch ein paar Mal über den Platz, bauten unsere Zelte ab, verabschiedeten uns und traten die Rückreise an.

Bleibt mir eigentlich nur noch den Herrn Trölf zu zitieren:

Ein feiner, erster Campingausflug 2011!

- Ernie Trölf

Jep! Und das Café Alte Schule kann ich wirklich empfehlen! Ich wünschte sowas gäbe es bei uns in der Gegend auch!

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by Alexander at May 05, 2011 01:52 PM

April 25, 2011

Christian Sahm

Time out

Die vergangene Woche begann schwermütig mit der großen Sinnfrage und es sollte damit nicht enden, denn es gab erstmals auch Antworten.

Warum ich tue, was ich eben tue, wurde von mir ja schon öfters in Frage gestellt. Zunächst eher aus monetären Überlegungen. Viel arbeiten, wenig verdienen, ist an sich schon nicht die beste Gleichung. Bezieht man die vielen negativen, begleitenden Umstände noch mit ins Kalkül, dann endet die Gleichung mit einem dicken Minus auf meiner Seite.
Spaß macht mir der Job ja schon lange nicht mehr, die lichten Momente, in denen man noch Freude verspürt, werden seltener und seltener. Umso fragwürdiger ist es, ob ich so den Rest meines Lebens verbringen möchte.

Antwort: nein.
Ich möchte nicht. Und, Achtung, ich werde es auch nicht.

In den letzten Tagen ist in mir die Überzeugung gereift, dass es einfach eine Änderung geben muss und, dass ich sie selbst herbeiführen werde. Wie und was? Wait for it. Wann? Ist schon in Arbeit. Stay tuned.

by Christian at April 25, 2011 12:30 PM

April 23, 2011

Alexander Mayer

Einmal Tank entrosten? Eins Achtzig, der Herr!

Der innere Zustand des Tanks war eigentlich das Einzige, was bei mir ein wenig Bauchschmerzen verursachte, als ich die TS bei der Abholung inspizierte. Rost, überall. Nicht der leichte Flugrost, wie ihn viele Tanks haben, nein, er war innen flächendeckend braun. Braun und rau wie Putz.

Das hätte mich ja nichtmal weiter gestört; der Tank kann innen von mir aus so rostig sein, wie ihm das gefällt. Was mich aber doch gestört hat war, dass sich der Benzinhahn immer wieder zusetzte. Das wiederum führte natürlich dazu, dass der Motor nicht anständig lief und das ist bekanntlich schlecht für’s Karma.

Da traf es sich gut, dass Marc vor einer Weile mal einen Blogeintrag verfasste, in dem er beschreib, wie man ohne große Mühe einen Tank selbst chemisch entrosten kann. Alles was man dazu benötigt ist ein Motorrad- oder Autobatterieladegerät und etwas Chlorreiniger. Man gibt drei Teile Wasser auf einen Teil Chlorreiniger in den Tank, schließt den Minuspol am Tank an und hängt den Pluspol in die Chlorlösung. Möglichst ohne dabei einen Kurzschluss zu fabrizieren.

Soweit die Kurzfassung.

Weil mein Tank, wie bereits erwähnt, extrem rostig war und der Versuch der Beschaffung von Badreiniger auf Natriumhypochlorit Basis (das brauchts nämlich!) an Karfreitag vermutlich ein reichlich sinnloses Unterfangen gewesen wäre, lud ich, um den locker sitzenden Rost zu entfernen, eine gute Hand voll Spaxschrauben in den Tank und ließ ihn, gut verschlossen und in Decken gewickelt, eine halbe Stunde im Wäschetrockner rotieren. Danach schüttelte ich den losen Rost samt Schrauben heraus und wiederholte die Prozedur ein zweites Mal.

ts50_tank_entrosten_1 ts50_tank_entrosten_2 ts50_tank_entrosten_3

(Ich hatte leider versäumt ein Bild vom Urzustand zu machen. Die Bilder oben zeigen den Tank nach dem ersten Durchgang. Der Rostbefall, wie er auf den Bildern zu sehen ist, war schon bedeutend besser, als die Ausgangsbasis!)

Heute wagte ich mich also an die chemische Reinigung. Dazu ging ich folgendermaßen vor:

  • Ich verschloss die Öffnung des Benzinhahns mit einer kleinen Aluplatte und einem Stück vom kaputten Schlauch des Hinterrades (als Dichtung).
  • Danach entleerte ich die kompletten 1,5 Liter Saubermax in den Tank und füllte den Rest mit Wasser auf.
  • Nachdem ich mir aus einem alten Stück Flacheisen eine anständige Kathode zurechtgebogen hatte, brachte ich sie so am Tank an, dass ca. 8cm des Flacheisens in der Lösung verschwanden und das Eisen keinen Kontakt zum Metall des Tanks bekam.
  • Nun klemmte ich den Minus Pol an die kleine Aluplatte, die den Benzinhahn ersetzte und den Plus Pol an das Flacheisen.

Als ich das Ladegerät in die Steckdose steckte konnte ich auch direkt schon eine Reaktion beobachten. Es zischte, brodelte und schäumte. Das sah doch schon sehr vielversprechend aus!

Leider hatte ich es mit der Füllmenge etwas zu gut gemeint und musste die erste viertel Stunde immer mal wieder den Rostschaum, der durch die Reaktion entstand, mit einem kleinen Plastiklöffel abschöpfen. Aber danach war die Sache ein Selbstläufer.

Nach drei Stunden Wartezeit stellte ich den Strom ab, leerte den rostig braunen Tankinhalt in einen 50 Liter Bottich, verdünnte das Gebräu noch mit ein paar Litern Wasser und entsorgte es in den Gulli. Mit dem Hochdruckreiniger (mit dem ich zwischenzeitlich die Moppeds geputzt hatte) spühlte ich den Tank ein paar Mal kräftig durch und legte ihn anschließend zum Trocknen in die Sonne.

Und hier das Ergebnis:

Ich bin sehr zufrieden! Klar, in den Ecken sieht man noch etwas Braun und versiegelt ist er so auch nicht, aber wenn immer ordentlich Sprit im Tank ist, sollte ich jetzt doch wieder eine ganze Weile Ruhe haben.

Der Titel bezieht sich im übrigen auf den Chlorreiniger. Der kostete 1,80€.

Nachtrag: Kollege Kutze machte mich vor kurzem darauf aufmerksam, dass es noch erwähnenswert wäre, dass man als Stromquelle ein älteres Ladegerät benutzen sollte. Moderne Ladegeräte mit Computerchips in denen kleine Chinesen wohnen erkennen nämlich, dass sie nicht an einer Batterie hängen und geben folglich auch keine Spannung auf die Kontakte.

by Alexander at April 23, 2011 08:53 PM

April 16, 2011

Michael Bappert

Pro Backup

Ich verwende im privaten Umfeld jetzt auch schon etliche Jährchen diverse Rechner. Heute habe ich aber erstmals ein Backup tatsächlich benötigt. Vergangene Woche ist mir mein Notebook abgeraucht (vermutlicher Hitzetod des Mainboards, die Grafikkarte hat vermutlich auch noch eine Macke abbekommen), hinzu kam ein geplatzter Akku. Da die Reaparatur einem wirtschaftlichen Totalschaden gleichkam, habe ich mir einen neuen Rechner zugelegt.

Glücklicherweise war das letzte Backup ca. 14 Tage alt (die Platte hängt auch nicht ständig am Rechner) und somit fehlten mir nur ein paar Mails, die aber glücklicherweise auch noch auf dem Webserver lagen und so nachgeladen werden konnten. Beim Initialisieren des neuen Betriebssystems kam dann gleich die Frage, ob ich die Daten eines Backups übernehmen wolle. Das Prozedere dauerte dann ca. 1 Stunde (115GB waren zu übernehmen) und was soll ich sagen? Es sieht so aus, als ob 99% der Anwendungen und Daten funktionieren — GPG werde ich wohl neu installieren müssen.

Schön, wenn man ein Backup hat. Noch schöner, wenn das Thema “Recovery” auch so einfach von statten geht. :)

by Michel at April 16, 2011 04:23 PM

April 12, 2011

Alexander Mayer

Suzi Update 2010 Teil 2

Sooo! Jetzt, da endlich alle Teile wieder verbaut und geputzt waren, das Wetter passte und mir die Muse einen dicken fetten Schmatzer auf die Backe gedrückt hatte, habe ich auch endlich mal die Fotos vom zweiten GS400-Update 2010 gemacht. :)

Neu sind die Giuliari Sitzbank, welche mir durch Zufall in die Hände viel (ich erwähnte bereits), und die Linierung an Tank und Bürzel. Denn auch wenn auch wenn Schwarz eine schöne, ja eigentlich sogar die einzig wahre Farbe ist, so störte mich die leichte Monotonie des vielen Schwarz doch schon eine ganze Weile.

Lange Rede, kurzer Sinn. So schaut sie jetzt aus:

suzi_update2_1 suzi_update2_2 suzi_update2_3 suzi_update2_4 suzi_update2_5

Und ich bin mehr als zufrieden! :) Auf den Lack gezaubert hat das übrigens Dieter von Big Chief Custom Painting. Den kann ich nur wärmstens empfehlen! :)

by Alexander at April 12, 2011 12:17 PM

March 28, 2011

Christian Sahm

O sole mio

Was hätte der Trip nach Bleau schön können… Naja, hoffentlich wird er auch schön… Zumindest für die anderen. Und zumindest wetterseitig stehen die Zeichen mehr als gut…
Viel Spaß, Jungs und Mädel!

by Christian at March 28, 2011 01:43 PM

March 26, 2011

Christian Sahm

Nix Bleau

Eigentlich sollte es in einer Woche endlich wieder nach Bleau gehen. Eigentlich…

Aber, wer hätte es vermutet, eigentlich bedeutet nichts Gutes: ich kann nicht nach Bleau. Das Handicap Arbeit hat wieder voll zugeschlagen.
In der Tat habe ich Arbeit bis zum Abwinken (und noch mehr) und demnach leider nicht die Chance, eine Woche Urlaub einzuschieben. Also heißt es wohl: Urlaub erst im Oktober.

Dabei wollte ich doch mal ein bisschen was reißen… Und wieder filmen und fotografieren…

Um es auf den Punkt zu bringen: Life is a bitch and then we die.

by Christian at March 26, 2011 12:35 AM

March 25, 2011

Sebastian Suchanek

Dienst-Basteln

Daß man in meinem Metier Laboraufbauten gerne mal „frei fliegend“ und „kreativ“ gestaltet, ist ja soweit nichts Neues. Diese Woche erreichte aber die Bastelei eine neue Qualität: Nachdem wir am nächsten Samstag einen Vortrag in der „Kinder-Vorlesung“-Reihe haben (Thema natürlich „Blitz“), kamen ein paar Kollegen auf die Idee, den Blitzeinschlag doch an einem kleinen Dörfchen aus Modelleisenbahn-Häuschen zu demonstrieren. Gesagt, getan, also ab ins nächste Spielwarengeschäft und ein paar Bausätze besorgt. Nur müssen diesen Bausätze natürlich auch zusammengebaut werden, wobei mir und mindestens einem weiteren Kollegen natürlich die jeweilige Modelleisenbahner-Erfahrung von Frueher™ zugute kam.

Und damit das mit dem Blitzeinschlag auch gut und zuverlässig funktioniert, haben wir die Modelle gleich modifiziert: Die eigentlich übliche Kunststoffleiste auf dem Dachfirst, die die Firstziegel nachbildet, haben wir durch einen 1,5-mm²-Kupferdraht ersetzt, der möglichst unauffällig ins Modellhäuschen und von dort nach unten zur Erde geführt wird. :)

Mal schauen, ob das alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen…

 

Basteln während der Arbeitszeit

„Blitzoptimierter“ Dachfirst

by Sebastian at March 25, 2011 06:10 PM

March 18, 2011

Sebastian Suchanek

(UN)sicher abgestimmt

Heute wurde im UN-Sicherheitsrat über eine Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen abgestimmt, um die dortigen Aufständischen gegen Muammar al-Gaddafi zu schützen und zu unterstützen. Dabei hat sich Deutschland – neben China, Rußland, Indien und Brasilien – der Stimme enthalten. Auf den ersten Blick mag das verwundern, auf den zweiten Blick ist die Lage völlig klar: Bereits der damalige Bundespräsident Horst Köhler hatte in einem Deutschlandfunk-Interview im Mai 2010 die Option aufgeworfen, die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands notfalls auch militärisch zu schützen und war dafür selbst unter intensiven politischen Beschuß geraten. Kein Jahr später setzt man nun in Berlin diese Politik also in die Tat um. Offensichtlich hat man dort Gaddafis krause Entschuldigungsforderung gepaart mit einer „Öl-Drohung“ ernst genommen und möchte sich so den Zugang zu libyschem Öl sichern.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Revolution in Libyen ausgeht und wie es deren Gewinner dann mit dem Ölhandel halten werden. Gut möglich, daß die Bundesregierung im Versuch, besonders clever zu sein, den (Öl-)Ast abgesägt hat, auf dem sie sitzt. Denn für übermäßige Cleverness ist die Berliner Politik schon lange nicht mehr bekannt…

by Sebastian at March 18, 2011 08:58 PM

March 16, 2011

Alexander Mayer

March 09, 2011

Andreas Kraus

Rinderbraten mit Klößen und Rotkohl

Hier mein kleines Experiment mit einem Bratschlauch:

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by Andreas at March 09, 2011 02:35 PM

Lende im Blätterteig mit Champignonrahmsoße

Nachdem ich ja die letzte Zeit öfters mal experimentiere, kann ich Euch dieses Ergebnis nicht vorenthalten:

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by Andreas at March 09, 2011 02:33 PM

March 02, 2011

Christian Sahm

Nu isser weg…

… nun soll er wieder her. Das Hin und Her des Herrn von und zu Guttenberg macht mich schon etwas mürbe.

Man hat ihn nicht vom Hof(e) gejagt, nein, er ging von alleine. Viel zu spät und ein wenig zu pathetisch nach meiner Meinung, aber er ging.

Und allerorten wurde das Internet und die Netzwerke dort ob ihrer Beihilfe zum Abgang gelobt… und jetzt formieren sich die Menschen bei Facebook und sonst wo zu Gruppen, die den KT wieder zurück haben wollen… das vermag mir Kopfschmerzen zu bereiten ob der andauernden Kopfschüttelei…

Die Rede ist da von einer APO, einer außerparlamentarischen Opposition und Vergleiche mit den 1968′ern wird heraufbeschworen… klar, mag sein, dass die Politikverdrossenheit damals wie heute damit zu tun hat. Aber bitte: wen wollen die Damen und Herren der “APO” denn da zurück haben? Wenn KT für sie die Hoffnung der deutschen Politik darstellt… dann habe ich für dieses Land kaum mehr Hoffnung übrig.

Ich traue keinem Politiker allzu viel zu. Geschweige denn, etwas Vernünftiges. Aber die wenigsten “Hoffnungsträger” treten den Beweis ihrer Fehlbarkeit schon vorher so überzeugend an wie Herr KT.

Aber die Fragen, die sich mir in diesem Kontext stellen, scheinen an Zigtausenden ungestellt vorbei zu ziehen… es wäre jetzt zu einfach, pauschal jedem KT-Unterstützer die politische oder gesellschaftliche Reife zu seiner Unterstützungsentscheidung in Abrede zu stellen… aber bitte, ein paar gute Gründe, warum er denn wiederkommen sollte, würde mir für mein Verständnis weiterhelfen.

Aber bitte, keine schöngeredeten Vorschusslorbeeren auf etwaige politische oder gesellschaftlichen Errungenschaften… Fakten, Fakten, Fakten und immer an den Bürger denken…

by Christian at March 02, 2011 06:43 PM

February 26, 2011

Sebastian Suchanek

Rausgephischt

Es gibt Dinge, von denen man glaubt, daß sie nur Anderen passieren. Bis sie einem selbst doch passieren.

Am vergangenen Dienstag rief mich morgens die Bank meines geringsten Mißtrauens an: Sie hätten hier eine Überweisung zu Lasten meines Kontos in Höhe von €8.000,—, die sei etwas „komisch“. Ob es denn damit seine Richtigkeit habe. Hatte es natürlich nicht.

Als fuhr ich zur Zweigstelle der Bank und lies mir den fraglichen Überweisungsträger geben. Der hatte einen arabisch klingenden Namen als Empfänger, sollte tatsächlich mein Girokonto belasten und war mit „G. Suchanek“ unterschrieben (was natürlich schon mal nicht sein kann). Also bewaffnet mit dem Überweisungsträger ab zur Polizei, Strafanzeige erstatten.

Der Beamte, der die Anzeige aufnahm, erzählte mir dann nebenbei, daß sowas öfter vorkomme, als man so denke. Hier in der Gegend seien vor allem schwarzafrikanische Banden aktiv, die normalerweise die Unterschriften auf den Überweisungsträgern täuschend echt fälschen würden. Zielkonten für solche Betrugsversuche würden üblicherweise per Post-Ident auf irgendeiner 08/15-Postagentur mit gefälschten Ausweisen bei der Postbank eröffnet, so daß man den Tätern kaum habhaft werden könne.

Nach etwas Nachdenken wurde mir dann auch noch klar, wie es zu dieser merkwürdigen Konstellation des Betrugsversuches gekommen sein mußte: Meine Mutter (deren Vornamen tatsächlich mit „G“ beginnt) hatte mir am Wochenende zuvor Geld überweisen wollen, ein entsprechendes Formular ausgefüllt und in den Briefkasten der Bank eingeworfen. Von dort haben der oder die Täter offensichtlich die Überweisungen herausgefischt und die Kontonummern etc. für ihre eigenen Überweisungsformulare verwendet. Da meine Mutter Kundin bei der gleichen Bank ist, hatte sie keinen normalen Überweisungsträger verwendet, sondern nur ein sehr einfach gehaltenes Zettelchen, das bei der Bank für interne Kontoübertragungen verwendet wird. Offensichtlich waren die Täter zu dämlich, dieses richtig zu interpretieren und haben dadurch die Ziel-Kontonummer (meine) mit der Absender-Unterschrift (meiner Mutter) zusammengewürfelt.

Ich hatte bei der ganzen Sache Glück im Unglück: Meine Bank hatte das Geld natürlich nicht überwiesen, d.h. außer der Zeit auf der Bank und auf der Polizei hatte ich keinerlei Verluste. Dennoch gehört das natürlich zu denjenigen Dingen, die man definitiv nicht haben muß.

Jetzt warte ich einfach mal ab, wie die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ausgehen.

by Sebastian at February 26, 2011 02:40 PM

Niemals Nokia! …Oder doch?

Damals, im Sommer des Jahres 2000, als ich beschloß, mir das erste Mal ein Mobiltelefon zu kaufen, waren die Dinge noch übersichtlich: Den Massenmarkt (sofern man damals schon davon sprechen konnte) für Mobiltelefone für Endverbraucher in Deutschland teilten noch hauptsächlich Siemens und Nokia unter sich auf. Nach einigem Vergleichen von technischen Daten, Preisen etc. entschied ich mich damals für ein Siemens S35i. Nachdem ich mit dem Gerät grundsätzlich zufrieden war, folgten in den Jahren danach im Rahmen von Vertragsverlängerungen noch ein Siemens ME45 und ein Siemens M75, das ich bis zum heutigen Tag benutze. (Letzteres sieht zwar durch seine zahlreichen Gebrauchsspuren, insbesondere der zerfallenen Gummileisten am Gehäuse nicht mehr schön aus, funktioniert aber soweit noch problemlos.)

Nachdem Mitte 2008 Nokia das eigentlich profitable Werk in Bochum schloß, um in Rumänien den eigenen Gewinn zu maximieren und damit ca. 2.300 Arbeitsplätze in Bochum vernichtete, war mir klar, daß ich auch in Zukunft von diesem Hersteller lieber keine Mobiltelefone kaufen möchte.

Das klappte auch über zwei Jahre recht gut, bis – ja bis ich mir kurz nach Weihnachten 2010 ein Auto kaufte. Das Auto hat zwar eine Freisprecheinrichtung für Mobiltelefone fest eingebaut (was ich grundsätzlich sehr praktisch finde, weil man damit beim Telefonieren während der Fahrt nicht die aktuell fälligen €40,– Bußgeld nebst einem Flensburger Punkt riskiert und die Sache zudem sauber in die restliche Fahrzeugelektronik eingebunden ist), jedoch aufgrund des frühen 2004er Baujahres des Autos nicht in Form von wechselbaren Einsätzen (wie das bei späteren Modelljahren der Fall ist).  Stattdessen ist eine Aufnahme für Mobiltelefone fest eingebaut, in die – man ahnt es schon – ausschließlich ganz wenige Nokia-Telefone passen: Hauptsächlich das 6310i und ein paar weitere, mechanisch kompatible Geräte.

Nachdem ich die Freisprecheinrichtung aber doch nutzen wollte, blieb mir also nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und mir bei eBay ein gebrauchtes Nokia 6310i zu ersteigern. In diesem Zusammenhang möge man aber bloß nicht dem Trugschluß erliegen, daß ein acht Jahre altes Handy für wenige Euro zu haben sei. Nachdem offensichtlich mehrere Autohersteller ihre frühen Werks-Freisprecheinrichtungen auf just dieses Telefon abgestimmt hatten, werden die 6310er auf eBay auch heute noch für 30–60,– EUR, in gutem Zustand auch mal für deutlich über 100,– EUR gehandelt. :-(

Nokia 6310i in der Freisprecheinrichtung

Nokia 6310i in der Freisprecheinrichtung

Lange Rede, kurzer Sinn: Nun bin also entgegen meiner Überzeugung doch Besitzer eines Nokia-Telefons geworden, das aber immerhin zusammen mit einer Telekom-„MultiSim“ (damit für den normalen Gebrauch immer noch mein Siemens M75 verwenden kann) reibungslos in der Freisprecheinrichtung funktioniert.

Erst ein paar Wochen später habe ich eher durch Zufall erfahren, daß es mit dem ViseeO MBU-1000 eventuell doch eine Möglichkeit gegeben hätte, auch ganz ohne Nokia, dafür elegant mit Bluetooth auszukommen. :|

by Sebastian at February 26, 2011 02:06 PM

February 23, 2011

Christian Sahm

Krank

Inzwischen bin ich seit gut sieben Wochen latent krank. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Aber immer viel mehr als ich es sein möchte. Und das ist nicht das einzig Kranke…

Krank sein ist nicht so mein Ding. Im Gegenteil. Ich vermeide es so gut es geht… seit Jahren. Und eben deshalb ist es dieses Mal der Erwähnung wert. Denn a) ließ es sich irgendwie nicht umgehen, dass ich mich seit Wochen mit einer Erkältung rumschlage und ich deshalb auch schon einige Tage nicht arbeiten war und b) weil es mich seit 2007 mal wieder zum Arzt verschlagen hat. Und das freiwillig und auch nicht in Form eines ungeplanten Notaufnahmebesuchs, sondern zu meinem “Hausarzt”.

Wenn ich ihn überhaupt als mein Hausarzt bezeichnen darf. Denn “Hausarzt” drückt ja an sich aus, dass man regelmäßig zu ihm geht und ihm vertrauensvoll die eigene gesundheitliche Kontrolle und Vorsorge in die Hände legt. Die Tatsache, dass ich erst das zweite Mal bei ihm war, macht ihn nicht zwingend zu meinem Hausarzt.  Aber anders formuliert, ist er der Arzt, zu dem ich seit sieben Jahren ausschließlich gehe… also mein Hausarzt.

(Das mal zum Thema wie man mit anderer Sichtweise und kreativem Auslegen der Fakten die Wahrnehmung lenken kann. Aber dazu später mehr…)

Davon mal abgesehen, ist der Arzt, ein junger Kerl, ganz augenscheinlich kompetent, zumal als Internist nicht nur Dr. med. sondern auch noch Privatdozent, es scheint also, er wüsste er, was er tut. Gut, der Umstand, dass man mit Termin zu ihm geht, die Wartezeit gleich null ist, man nicht ewige Stunden mit hypochondrigen Senioren im Wartezimmer Zeit totschlägt, macht ihn alleine schon zu meinem idealen Hausarzt. Und die Tatsache, dass der Herr Dr. sich Zeit nimmt und noch alles selbst macht, spricht auch für ihn. Keine gestresste Helferin, die eine einfache Blutabnahme zum Trauma werden lässt, nein, der Herr Doktor selbst legt die Nadel in die Ader… gut so.

Aber weil ich gerade bei “Doktor” und “krank” bin…

Unser aller Verteidigungsminister und politischer Hoffnungsträger, (Doktor) Karl-Theodor zu Guttenberg, hat ja mit seinem Doktortitel so seine kleinen Sorgen.

Es spricht schließlich alles dafür, dass Herr Guttenberg seine Doktorarbeit, Ergebnis von sieben Jahr mühseliger Arbeit, zu großen Teilen abgeschrieben hat. Oder, nein, nennen wir es wie es ist: wortwörtlich zusammenkopiert hat. Dabei hat er sich unterschiedlichster Quellen bedient: Journalisten, Politiker, Wissenschaftler und einen Teil soll er sogar beim Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages in Auftrag gegeben und daraus kopiert haben. Also auch noch auf Kosten der Steuerzahler seinen Doktor zusammenkopiert haben. Alles, nur kein Grund, um für wissenschaftliche Arbeit eine Würde zu erhalten.

Sehr schwerwiegende Vorwürfe gegen einen Minister des Bundes und Mitglied der Regierungspartei. Zumal die Beweise extrem umfangreich sind und kaum Interpretationsraum lassen. Copy&Paste in einer Dissertation ohne Quellennachweis ist keine Nachlässigkeit. Vor allem nicht, wenn es zigfach vorkommt und einen erheblichen Teil des Gesamtumfangs der Dissertation ausmacht. Es ist auch kaum mehr Fahrlässigkeit. In diesem Umfang ist es Betrug. Und der Bruch des Ehrenworts von Herr Guttenberg. Denn dieses musste er geben, dass er eben das, was er augenscheinlich tat, bei der Erstellung der Dissertation nicht getan hat. Das nennt man im Zweifel dann einfach eine Lüge. Oder eine ehrenwörtliche Unwahrheit.

Doch der Herr Ex-Doktor Guttenberg ist ja populär. Myriaden deutscher Wähler sehen in seiner Lichtgestalt scheinbar das Licht am Ende des öden deutschen Polittunnels. Denn seine Umfragewerte sind schier erschreckend. Solch einen basispopulären Zuspruch hatte lange kein Politiker mehr…. sehr lange. Und dabei kann nicht mal seine adelige Herkunft und der familiäre Reichtum der Volksnähe Abbruch tun. Aber der Herr Guttenberg ist halt medial der ganz große Star. Elegant, wortgewandt, ohne Aussage zwar meist, aber dafür mit viel Charisma. Wer war im letzten Jahr wohl häufiger im Fernsehen zu erblicken? Gottschalk oder Guttenberg? Keine Frage, oder?

Nun, es leuchtet um ihn herum. Kann man gut finden, muss man nicht, das sei jedem selbst überlassen. Aber so eine Plagiatsaffäre sollte Schatten werfen. Also tiefdunkle Schatten. Normalerweise sollte das genügen, um das Licht zum Erlöschen zu bringen. Aber nein! Er leuchtet noch immer und scheinbar mehr denn je. Von einer Hetzjagd sprechen die Parteikollegen. Die böse Presse und die Intellektuellen und die Opposition… alles nur eine Hetzjagd gegen den geliebten Karl-Theodor. Eine sehr volksnahe Sichtweise zudem. Denn die Presse ist ja dem Bürger eh grundverdächtig, die Opposition ja mit Absicht nicht gewählt… und die Intellektuellen sind der Basis ferner als jeder andere…

Karl-Theodor bezeichnete einst die Vorfürfe noch als “abstrus”. Tage später gestand er Fehler ein und will nun auf seine Doktorwürde verzichten, ja den Titel sogar zurückgeben. Gut, das kann er nicht. Nur die Uni Bayreuth kann sie ihm entziehen. Übrigens die Uni Bayreuth, die während Karl-Theodors Studienzeit von der Rhön-Klinikum AG, die in nicht unerheblichem Umfang, über ein Viertel, der Familie Guttenberg gehörte, einer Stiftung beitrat und bis heute jährlich über 100.000 € an Stiftungsgeldern bekommt. Mag es Zufall gewesen sein… aber Familie Guttenberg hat ja ihre Anteile im März 2002 für 260 Mio. € an die Hypo-Vereinsbank verkauft. Die Hypo-Vereinsbank, deren ehemaliger Tochter Hypo-Real-Estate Karl-Theodor dann als Finanzminister Milliardenunterstützung gewährte und sich so gut er konnte helfend zur Seite stellte… während er andere untergehen ließ (Quelle-Arcandor) oder deren Abwicklung empfahl (Opel). Sollte da ein Schelm Böses denken… Systemrelevanz ist das Zauberwort.

Aber es leuchtet halt immer noch, da der “Hoffnungskanzler in spe” (warum auch immer) so populär ist, dass es scheint, als würde man für ihn auch mal eine Neutinterpretation der Fakten zulassen. Nach dem Motto: “Er hat abgeschrieben. Na und?” oder “Ach lasst doch den armen Karl-Theodor in Ruhe…” oder “Der hatte halt viel um die Ohren, da kann schonmal ein Fehler passieren…”.

Nun denken wir uns doch mal einfach, es ginge hier nicht um Herrn Karl-Theodor sondern um den Dr. jur. unseres weitaus weniger beliebten Außenministers Guido Westerwelle…? Und nun lassen wir  die letzten Tage, Wochen, das Presseecho, die Aussagen von Parteifreunden und -feinden mal Revue passieren… und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass Guido W. kein Außenminister mehr wäre. Wahrscheinlich hätte man ihn vom Hof gejagt. Oder vielleicht hätte er auch eher mutig die Konsequenz gezogen und wäre zurückgetreten, bevor man ihn vom Hof jagt. Aber dass noch eine Mehrheit der Bevölkerung hinter ihm stehen würde… blanke Utopie.

Und jetzt werden wir mal persönlich. Stellen wir uns mal vor, der Doktortitel wäre ein Dr. med. und gehört vakant ihrem Hausarzt, dem vorgeworfen wird, dass er nur deshalb Dr. wurde, weil er seine Dissertation nicht selbst geschrieben hat… dem Herr Doktor, dem sie über Jahre oder Jahrzehnte ihre Gesundheit anheim gelegt haben, dem ihr körperliches Befinden bekannter ist, als jedem anderen. Könnte das ein Vertrauensbruch darstellen? Ja, für mich schon. “Aber er war doch ein guter Arzt”, höre ich es im Geiste. Ja, wenn er das denn war… nun gut, dann vertrauen sie ihm weiter. Aber die Reputation ist dennoch im Ar… und als Nicht-mehr-Dr.med. ist das Praktizieren dann eh Geschichte. Aber was wäre denn, wenn er ihre Nierensteine nicht erkannt hat und sie sinnlos Schmerzen leiden mussten? Oder er ihren Bluthochdruck mit der falschen Medikation behandelt hat? Kurz, wenn seine Leistung nicht seiner Reputation als Dr. med. entsprach? Würden sie dann immer noch zu ihm stehen? Oder würde sie das nachdenklich machen?

Und das lässt mich nachdenken und resümieren, dass die Leistungen des Herrn Guttenberg ja nun auch nicht gerade himmelhochjauchzend waren. Als Wirtschaftsminister nicht und als Verteidigungsminister nun mal gar nicht. Die Kunduz-Affäre: Überblick verloren, eigenen Aussagen widersprochen, Köpfe rollen lassen. Die Gorch Fock-Affäre: Überblick verloren, keine Aussage getroffen, Köpfe rollen lassen. Blöd nur, dass nun die Doktor-Affäre per se keine weitere Köpfe zum rollen lassen bereithält. Denn die Dissertation musste er ja alleine anfertigen… also kein Kopf weit und breit, der rollen könnte. Außer seinem eigenen. Aber der sitzt dank breiter Unterstützung aus allen Schichten immer noch.

Und da muss dann langsam mal die Frage gestattet sein, womit sich diese Unterstützung denn begründen lässt? Ist der Starruhm des Karl-Theodor denn genug, um ihm alle Fehler und alles Unvermögen zu verzeihen? Und wenn ja, wer hat ihm zum Star gemacht und warum hat ihn das aus den Adels-Klatschspalten bis in die höchte Politebene befördert? Ist es nun in Deutschland auch so weit, dass Charisma die Kompetenz ablöst? Werden nun die urdeutschen, bürgerlichen Tugenden von Ehre, Arbeit, Qualifikation und Aufrichtigkeit vollständig obsolet, solange nur die Krawatte sitzt, im Kameralicht die Frisur hält und man samt Gattin breit lächeln kann?

Der Verdacht, dass unsere Staatslenker nicht die Speerspitze deutschen Könnens widerspiegeln würden, kam mir schon oft. Aber dass es nun eine Regierung gibt, die absolute Grundwerte verrät, mit einem “Schwamm drüber”-Gehabe unschöne Affären unter den Mantel des Schweigens befördern will… an sich ein Unding. Und dabei sich noch der breiten Unterstützung im Volke sicher sein kann… erst recht ein Unding.

Ich gestehe ein, ich halte nicht viel von Politikern. Generell nicht. Alle haben Dreck am Stecken. Sonst wären sie nicht, wo sie sind. Manche haben es offensichtlich, andere weniger augenscheinlich. Aber wenn etwas ans Licht kommt, dann sollte es Konsequenzen nach sich ziehen. Und zwar ungeachtet der persönlichen Umstände, Popularität oder Vermögenswerte. Wenn dem Hausarzt aus gleichem Grund der Doktor entzogen wird, dann auch dem Herrn Guttenberg. Wenn der Arzt nicht mehr praktizieren dürfte, dann sollte auch Herr Guttenberg zurücktreten müssen. Gleiches Recht für alle und gleiche Konsequenz für alle. Aber das gilt ja offensichtlich gesellschaftlich von unten nach oben. Der HartzIV-Betrüger wird in Relation härter bestraft als die meisten Millionen-Steuerhinterzieher, der Hausarzt ist am Ende, Karl-Theodor lächelt und wird weitermachen. Bis er vielleicht sogar noch Kanzler wird. Und vielleicht findet sich dann ja mal eine Universität, die ihm, wie seinerzeit dem Kanzler a.D. Dr.hc. Helmut Kohl, wenigstens eine Ehren-Doktorwürde zuteil werden lässt…

by Christian at February 23, 2011 01:39 PM

February 20, 2011

Christian Sahm

Nachschub bis 2020

Durch die Auflösung des S/W-Labors von Niccys Onkel kamen wir überraschend zu einer stattlichen Erweiterung unseres Labors.

So können wir jetzt nicht nur auf einen vierten (!) Belichter samt Schaltuhren zurückgreifen, auch haben wir jetzt wirklich genug Entwicklerschalen, aber gerade im Bereich Chemie und Papier war der heutige Tag ganz großes Kino.

So dürfte ich jetzt für weitere 160 Filme Tetenal-Entwickler im Keller haben. Dazu nochmal für 80 Filme Kodak HC 110. Zum Fixieren von Film oder Papier hab ich dann mal Pulver für 80 Liter Arbeitslösung… dürfte locker bis 2020 genügen. Im Papierbereich wurde das Labor fast überschwemmt von Ilford Ilfospeed, mit Festgradation, von 0 bis 5, hauptsächlich die mittleren, 2 und 3, und in Formaten bis 24×30 cm. Und insgesamt knapp 2.500 Blatt. Das dürfte auch etliche Jahre überdauern.

Dazu noch einige antike Schätze: eine Tageslicht-Einspul-Entwicklungsdose, eine Paterson Kontaktabzugbelichtungsplatte und (ganz andere Baustelle) eine Dauerlicht-Handleuchte… mit 1.000W Halogenpower :-)

Jetzt müssen wir nur Filme kaufen und mal wieder was erleben, um auch mal Bilder machen zu können…

by Christian at February 20, 2011 11:06 PM

Andreas Kraus

February 09, 2011

Alexander Mayer

#alpen50: Helm? – Check!

Während sich die Wiederbelebungsphase meiner #alpen50 TS in den letzten Zügen befindet (noch zu machen: Reifen, Licht, Papierkram), kümmerte ich mich darum, meine Schutzkleidung etwas an den damals vorherrschenden Bekleidungsstil der Endurofahrer anzupassen:

Zugegeben, die Farbe des Helms passt nicht so recht zu der des Fahrzeugs und auch die Tatsache, dass der Kürbisschoner meiner kürzlich entdeckten Leidenschaft für das Pinstriping anheim gefallen ist (ein frühes Werk ;)) macht die Sache nicht wirklich harmonischer.

Um diesem Missstand wenigstens ein klein wenig entgegen zu wirken machte ich mich auf die Suche nach einem dieser Schilder, wie Endurofahrer sie früher trugen, einem so genannten Duckbill Visor. Fündig wurde ich bei eBay (USA). Umgerechnet ~10€ (inklusive Versand) sollte es kosten. Für so viel Stil ein mehr als fairer Preis! :)

(Wenn jemand eine Bezugsquelle in Deutschland oder einem anderen EU Land kennt, wäre ein Eintrag in den Kommentaren sehr nett!)

by Alexander at February 09, 2011 02:33 PM

February 07, 2011

Christian Sahm

Endlich fertig

Krank zu sein hat Vor- und Nachteile. Die Nachteile brauch ich wohl kaum erwähnen. Vorteil: man findet auch mal Zeit für Sachen, die längst schon geschehen sein sollten.

So wie zum Beispiel das Video vom Bleautrip letzten Oktober. Der nächste Trip steht schon fast wieder vor der Tür (nur diesmal wohl leider ohne mich), und dann wurde es jetzt höchste Zeit.

Et voilà, c’est ça:

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Lowballs and low numbers from Christian Sahm on Vimeo.

A bouldering trip to Bleau.

by Christian at February 07, 2011 01:25 PM

January 30, 2011

Alexander Mayer

Testvideo Pentax K-x

Angespornt durch das geniale, seit einer Woche in Dauerschleife laufende Video “Riding September” bin ich gestern und heute losgezogen um endlich einmal die Videofunktion der Pentax etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Verbesserungspotential ist natürlich da, aber für den ersten Versuch bin ich mit dem Ergebnis doch schon recht zufrieden.

Kamera – Pentax K-x
Objektiv – Sigma DG 70-300
Software – iMovie 09
MusikSwansong von John Woodward

by Alexander at January 30, 2011 07:16 PM

January 23, 2011

Andreas Kraus

Gemüse Nudel Auflauf

Auch ein bisschen Gemüse braucht der Mensch

Gemüse-Nudel-Auflauf-1

Gemüse-Nudel-Auflauf-2

Gemüse-Nudel-Auflauf-3

by Andreas at January 23, 2011 04:13 PM

Lecker Tiramisu

was soll man da schreiben, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte Tiramisu

by Andreas at January 23, 2011 04:08 PM