Planet LUG Untermain

July 22, 2010

Alexander Mayer

Kleiner #touratien Trailer

Ein kleiner Vorgeschmack. Der ausführliche Reisebericht folgt!

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by Alexander at July 22, 2010 04:24 PM

July 14, 2010

Sebastian Suchanek

Hitzeopfer, Teil 2½

Jetzt hat’s die Bahn doch noch geschafft, ich muß nochmal auf die ausgefallenen ICE-Klimaanlagen (welch’ deutsch-englisches Wortspiel…) zurückkommen, über die ich gestern eigentlich großzügig hinweg gehen wollte. Inzwischen hat sich die Bahn doch dazu durchgerungen, ihre Hitzeopfer zu entschädigen – mit 50% bis 150% des Ticketpreises. Der unbedarfte Mitmensch mag da „Toll!“ denken, der erfahrene Bahnhasserkenner wittert sogleich einen Haken an der Sache. Und soll recht behalten: Die Bahn zahlt diese Entschädigung nämlich mitnichten in Bar aus, sondern mit … Reisegutscheinen!

Das ist für die Bahn natürlich die billigstmögliche Lösung, denn die Gutscheine kosten nichts. (Man kann höchstens mit einen Einnahmenausfall argumentieren, wenn der Vielfahrer, die Fahrkarte, die er sich für den Gutschein einlöst, in jedem Fall gekauft und ohne Gutschein eben regulär bezahlt hätte. Gelegenheitsfahrer werden den Gutschein aber eher irgendwann mal „einfach so“ verfahren, „weil er halt da ist“ und hätten sich die entsprechende Fahrkarte nie selbst gekauft.) Obendrein ist die zynische Komponente der Aktion auch nicht zu unterschätzen: Mit dem Reisegutschein hat man dann gleich wieder die nächste Chance, in einem Zug mit ausgefallener Klimaanlage und 50°C Innentemperatur zu sitzen.

Danke, liebe Bahn!

by Sebastian at July 14, 2010 08:34 AM

July 13, 2010

Christian Sahm

Auszeit

Gut sechs Wochen gab es hier nichts als Schweigen. Viele werden sich schon gedacht haben, dass ich nichts zu erzählen hatte oder zuviel zu tun oder keinen Bock… Nein, Ja und Ja. Aber jetzt gehts wieder los…

Zu erzählen gäbe es da einiges. Und zuviel zu tun… well, bei dem Job und als Hauseigner mit Garten… im Sommer… oh ja. Und keinen Bock? Touché. Ja, ich hatte keinen Bock.

Aber gut… und kurz… respektive kurz und gut. Eine kleine Zusammenfassung.

Das Highlight an Unternehmung war wohl der Roadtrip mit Markus (aka Pressbunker) von Hanau nach Berlin nach Fontainebleau nach Hanau. Von Mittwoch bis Sonntag. Mittwoch früh los, abends im O2-Park in Berlin Eric “Slowhand” Clapton zusammen mit Steve Winwood erlebt und von dort quer durch die Republik und via Belgien nach Bleau zum Bouldern. 1000 km, von elf Uhr abends bis elf Uhr früh. In Bleau Bombenwetter statt bajuwarischen Regens. Viel zu warm um ernsthaft zu Bouldern… aber egal. Das tat dem Spaß keinen Abbruch. Nichts desto trotz, 2700 km in fünf Tagen. Schon lange nicht mehr gemacht. Hat sich gelohnt. Graçias, compadre! Jederzeit wieder.

Weiteres Highlight: unser neues sechs3workstyle kam raus. Und, wie ich finde, wieder besser als sein Vorgänger. Am nächsten wird schon wieder wild gearbeitet… lustige Menschen kennengelernt und seltsame Maschinen. Und alles sofort festgehalten…

Außerdem haben wir den Garten etwas auf die Höhe gebracht, die Partylaube neu gestrichen und ein wenig aufgehübscht. Und als Highlight gab es noch einen neuen, luxuriösen Grill, der mich keinen Euro gekostet hat…

Auch die Fußball-WM ging nicht an mir vorbei. Ganz im Gegenteil. Begeistert wie noch nie, wurden die Spiele der Nationalelf verfolgt. Und auch wenn wir “nur” Dritter wurden… von der Begeisterung, die sie ausgestrahlt haben, wurden wir dann doch Weltmeister.

Und doch, es gab auch echte Schattenseiten in den letzten sechs Wochen. So erlitt ein guter Bekannter vor zwei Wochen mit gerade 44 Jahren einen multiplen Schlaganfall, der sein Leben radikal ändern wird. Wir hoffen alle das Beste. Und vor allem auf baldige Genesung…

Das wars in Kürze, back to business. Oder so ähnlich.

Und noch ein Stoßgebet gen Wettergott: Du meinst es gut mit uns… aber lass es bitte etwas kühler angehen. Bei 30+ Grad wird das mit dem Klettern nix…

by Christian at July 13, 2010 06:03 PM

Sebastian Suchanek

Hitzeopfer, Teil 2

Nach der Webserver-Festplatte hat es in meinem Umkreis ein weiteres Hitzeopfer gegeben. Ich meine damit nicht die im ICE wegen ausgefallener Klimaanlage kollabierten Schüler (obwohl das eigentlich für mich als Bahn-Hasser es definitiv wert wäre, mich darüber aufzuregen). Nein, ich meine damit meinen schnöden Netzwerkswitch, der bei mir auf dem Dachboden montiert ist und dessen Netzteil der Hitze gestern nicht mehr gewachsen war. Gottseidank hatte Andreas noch ein Reservegerät übrig, daß ich mir ausleihen konnte. Ich hoffe, daß es in absehbarer Zeit wieder kühler wird, bevor noch mehr IT über den Jordan geht…

Aber immerhin, die Sache hat ein Gutes: Das ist endlich die willkommene Ausrede, mir einen Gigabit-Switch zuzulegen. ;)

by Sebastian at July 13, 2010 10:59 AM

July 12, 2010

Sebastian Suchanek

Fußball-Tipp-Weltmeister

Am vergangenen Wochenende ist in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft zu Ende gegangen, Deutschland hat gegen Uruguay den Dritten Platz gewonnen und Spanien hat die Niederlande im Finale besiegt. Das alleine wäre für mich noch keinen Blogeintrag wert, gäbe es da nicht ein Kuriosum am Rande. Und selbst wenn sich vermutlich der Großteil der Blogosphäre die Finger deswegen wund tippt, hindert mich das natürlich nicht, auch meinen Senf dazu zu geben. ;)

Die Rede ist natürlich von Krake Paul, auch „Kraken-Orakel“ genannt. Paul hat es zu einiger Berühmtheit gebracht, in dem er durch Auswahl von zwei Futterboxen vor einem Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Sieg oder Niederlage „vorhersagt“.  Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 hatte Paul eine Trefferquote von 80%, bei der aktuellen WM sagenhafte 100% – und als Bonus tippte er sogar den Ausgang des Finalspiels richtig.

Wenn mich meine Stochastikkenntnisse nicht im Stich lassen, liegt die Wahrscheinlichkeit, diese acht WM-Spiele einfach nur durch 50:50-Raten richtig zu tippen, bei gerade mal 0,39%. Also durchaus eine interessante Treffergenauigkeit.

Demnach ist Deutschland nicht nur wie schon zur WM 2006 wieder „Weltmeister der Herzen“ geworden, sondern diesmal auch noch Fußball-Tipp-Weltmeister. Und das ist doch auch was. ;)

by Sebastian at July 12, 2010 08:37 AM

July 11, 2010

Sebastian Suchanek

Kühl geschliffen

Nachdem ich ja kürzlich bereits geschrieben hatte, daß ich kein Freund von Hitze bin, habe ich heute die Chance genutzt, nach einigen beruflich stressigen Wochen inklusive Wochenendarbeit mich endlich wieder meinem CD-Regal zu widmen und mich dabei auch gleich zumindest vorübergehend in den kühlen Keller zu verziehen. :)

Nach dem Beizen ist schon seit längerem die erste Lackschicht auf den Teilen der Schubladen. Diese mußte als nächster Arbeitsschritt angeschliffen werden, um die zweite Schicht aufbringen zu können. Genau dem habe ich mich heute also gewidmet und es ging erfreulich schnell und unkompliziert.

Anschleifen der ersten Lackschicht

Anschleifen der ersten Lackschicht

Nach dem Schleifen habe ich auch gleich den Schleifstaub feucht abgewischt, weswegen die Teile erst wieder trocknen müssen und ich nicht gleich wieder ans Lackieren gehen konnte. Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich dazu komme. ;)

by Sebastian at July 11, 2010 08:59 PM

July 10, 2010

Andreas Kraus

July 09, 2010

Sebastian Suchanek

Server-Hitzschlag

Computer und ich haben eins gemeinsam: wir mögen beide keine Hitze. Unter diesen Umständen ist es besonders ungünstig, daß die Server meines Arbeitgebers, für die ich nebenbei zuständig bin, in einem vollkommen unklimatisierten Raum im dritten Stock stehen. Das hat der Webserver am vergangenen Wochenende bei 30–35°C Außentemperatur bereits eindrucksvoll durch den Ausfall einer Festplatte demonstriert. (RAID1 sei Dank war der Schaden auf eine vorübergehende Nichterreichbarkeit der Webseite begrenzt.) Denn gerade der Webserver, der in einer Pizzabox daherkommt und überdies relativ weit oben im Rack montiert ist, hat besonders mit der Hitze zu kämpfen.

Da der Wetterbericht für kommendes Wochenende und den Anfang nächster Woche Tageshöchstwerte für >35°C angekündigt hat, und es heute Vormittag bereits wieder 30°C im Rack hatte, machte ich mir ernsthafte Sorgen, daß die Server das Wochenende nicht überleben. Klimaanlagen lassen sich – gerade im Sommer, welch Wunder – nicht von jetzt auf gleich beschaffen und gerade Monoblockgeräte, die vielleicht noch auf die Schnelle aufstellbar gewesen wären, sollen laut mehrheitlicher Aussage nichts taugen.

Meinen Vorschlag, die Server vorsichtshalber übers Wochenende herunterzufahren, wurde von der Chefetage in Bausch und Bogen abgelehnt, man sei auch am Wochenende auf E-Mails angewiesen. (Den Hinweis, daß es dann möglicherweise für deutlich längere Zeit keine E-Mails gäbe, habe ich mir verkniffen. ;) )

Wie auch immer, ungewöhnliche Probleme erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Also haben Kollege Max und ich heute Nachmittag kurzerhand die Server in den klimatisierten(!) Besprechungsraum verfrachtet.

Nachdem ich die Kisten zum Umzug ohnehin herunterfahren mußte, haben wir die Gelegenheit gleich genutzt, den Servern wieder besseren Durchzug zu spendieren und haben sie dazu gründlich gereinigt. Man glaubt ja gar nicht, wieviel wirklich wiederlicher Siff sich an Ansaugöffnungen und in Rechnern ablagern kann, wenn sie in ungefilterter Atmosphäre arbeiten. :(

Server im Besprechungszimmer

Server im Besprechungszimmer

Und bevor jemand wegen der Monitore und den Eingabegeräten mault: Ich mußte beide Kisten noch umkonfigurieren, statt der Glasfaser-Netzwerkkarten die Kupfer-Ports zu verwenden. Und der File- und Mailserver ist wegen Exchange ohnehin eine Windowskiste. ;)

by Sebastian at July 09, 2010 08:50 PM

Alexander Mayer

Tschö dann, bis später! :)

Morgen geht’s los. Die leider um die Hälfte reduzierte Twitaly Truppe (Patrick und ich) begibt sich morgen mit ihren Feuerstühlen auf den Weg nach Kroatien. Zwei Wochen Auszeit.

Wer wissen möchte, was unterwegs so passiert, möge einfach diesem Link hier folgen.  (Der Hashtag für die Tour ist: #touratien)

by Alexander at July 09, 2010 03:28 PM

July 03, 2010

Andreas Kraus

Pudding mit Obst

Heute habe ich mal Experimentiert und das ist das Ergebnis:

Ein Pudding mit Bananen Erdbeeren und Mandarinen

obstpudding

by Andreas at July 03, 2010 03:57 PM

July 02, 2010

Alexander Mayer

Eine Geschichte aus dem Leben eines Güllepumpenfahrers

Ich fahre mit der Gülle auf der schmalen Verbindungsstraße zwischen unserem und dem Nachbarort. Vor der kleinen, einspurigen Brücke, die über die Autobahn führt, muss ich hinter einem roten Ford Mustang anhalten, da uns ein entgegenkommendes Auto den Weg versperrt.

Die hinteren Bremsbeläge scheinen noch ziemlich neu zu sein, denn das Hinterrad braucht nicht viel, um zu blockieren und seine Signatur auf dem Asphalt zu hinterlassen. So auch dieses Mal. Mit einem kurzen Quietscher und einem breiten Grinsen im Gesicht hielt ich hinter dem Ford.

Als das entgegenkommende Auto Weg war, fuhr der Mustang aber nicht weiter. Ich war gerade im Begriff mich an dem Auto vorbei zu mogeln, als der Fahrer heraussprang, die Hände nach oben riss und “Halt, Stopp!” rief. Nanu? Was kommt denn jetzt wieder? “Nichts Schlimmes, ich fahr’ auch ‘ne Güllepumpe!”

Wie sich herausstellte war der Fahrer des Mustang (ich habe leider vergessen ihn nach seinem Namen zu fragen) Stammgast bei einem CX500 Stammtisch ganz hier in der Nähe, zu dem er mich einfach mal einladen wollte.

Sachen gibt’s… :)

by Alexander at July 02, 2010 06:15 PM

June 30, 2010

Alexander Mayer

Güllepumpe

So schaut die Sache doch schon viel besser aus!

Gemacht hab’ ich:

  • Die Tourenverkleidung gegen eine originale Lampenmaske aus eBay getauscht
  • Die Lampenmaske neu lackiert, da sie ein paar Verfärbungen und unschöne Kratzer hatte (Blau Metallic)
  • Den Tankverschluss neu lackiert (Schwarz, Seidenmatt)
  • Den Kühler und die vordere Motoraufhängung mit Hammerite angepinselt, da sie von der Halterung der Tourenverkleidung ziemlich zerkratzt war (Schwarz)
  • Die Kühlerverkleidung neu lackiert (Silber)

Ein paar kleine Macken hat sie noch, aber die heb’ ich mir erstmal auf. :)

güllepumpe_aufgefrischt1 Kühler, Kühlerverkleidung und Motorhalterung. Neu lackiert. Originale Lampenmaske. Neu lackiert. Tankverschluß. Neu lackiert. güllepumpe_aufgefrischt5 güllepumpe_aufgefrischt6

by Alexander at June 30, 2010 09:03 PM

June 27, 2010

Sebastian Suchanek

Blitz-Funk-Blitz

Ja, ich gebe zu, der Titel ist dämlich. Aber etwas besseres ist mir nicht eingefallen. :)

Vor einiger Zeit hatte ich bereits darüber berichtet, daß ich mir chinesische Blitz-Funkauslöser YongNuo RF-602 zum Testen ausgeliehen hatte. Schlußendlich überwogen die finanziellen Vorteile für mich doch die technischen Nachteile, so daß ich mir inzwischen selbst ein YongNuo-Set nebst drei gebrauchten Canon 550EX zugelegt habe.

Gestern war dann sozusagen ein Hardcore-Stresstest für zwei Empfänger und zwei 550EX angesagt: Anläßlich unseres Tags der offenen Tür haben wir wie üblichen – neben anderen Vorführungen – auch wieder unseren „Blitzpolo“ gezeigt: Gäste dürfen sich in ein Auto setzen, das dann einem Hochspannungsimpuls (gestern: Blitzstoßspannung bei -2 MV) ausgesetzt wird. Eine eindrucksvolle Demonstration des Faradayschen Käfigs, die beim Publikum auch immer sehr gut ankommt.

Dabei machen wir immer auch Erinnerungsfotos für die Probanden. Um diese besser zu machen als in den Jahren zuvor, habe ich dieses Mal besagte Blitze mit Funkauslöser eingesetzt und sie auf dem Armaturenbrett des Autos montiert. Ich finde, das Ergebnis ist recht passabel:

Blitzpolo mit zwei funkgetriggerten Blitzen auf dem Armaturenbrett

„Blitzpolo“ mit zwei funkgetriggerten Blitzen auf dem Armaturenbrett

(Die Gesichter sind auf dem Originalfoto natürlich scharf, ich habe sie hier nur zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Fotografierten verfremdet.)

Was mich dabei aber wirklich beeindruckt hat, ist die Unempfindlichkeit der Blitze und der Funkempfänger: Beide haben zusammen mit Probeschüssen am Freitag und Samstag locker 100 Einschläge „gesehen“, die sie klaglos weggesteckt haben. Alles in allem also definitiv ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. :)

by Sebastian at June 27, 2010 10:09 AM

June 24, 2010

Sebastian Suchanek

Wie man sich alt fühlt

Heute auf dem Heimweg von der Arbeit fuhr ich hinter einem Ford Ka her, dessen junger Fahrer mir durch seine vorsichtige Fahrweise auffiel. Das Nummerschild hatte als Zahlenkombination „1992“. Kurzes Kopfrechnen bestätigte meinen Anfangsverdacht: 1992 könnte tatsächlich das Geburtsdatum des Fahrers sein, auch ohne, daß dieser irgendwie an BF17 o.ä. teilnehmen müsste.

Mit anderen Worten: Heute dürfen Kinder Menschen autofahren, die – im Gegensatz zu mir – Dinge wie DDR nicht mehr selbst erlebt haben und nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen. (Wenn überhaupt – die Jugend von heute ist ja auch nicht mehr das, was sie mal war. ;) )

Das sind dann Momente, in denen man anfängt, sich alt zu fühlen…

by Sebastian at June 24, 2010 08:55 PM

Alexander Mayer

Neues Mopped und Touratech Travel Event

Seit Ende letzten Jahres war ich schon auf der Suche nach einer Tourenmaschine. Ich hörte mich im Freundes- und Bekanntenkreis um und durchforstete die einschlägigen Online-Plattformen, aber es ergab sich nichts. Entweder hatten die Maschinen zu viele Kilometer drauf, waren zu teuer, zu verbastelt, zu verranzt oder alles auf einmal.

Am Samstag vor einer Woche stieß ich in mobile.de dann zufällig auf eine Honda CX500. Sie war Baujahr 83, hatte knapp über 42000km auf der Uhr, war (quasi) aus erster Hand, hatte noch relativ neue Reifen und einen Koffersatz mit dabei. Eigentlich suchte ich ja, nachdem ich ein paar Mal mit der Trölfschen Ténéré durch die Gegend bollern durfte, eine Reiseenduro und kein Utensil zur Fäkaltankentleerung, aber die Maschine hatte einen gewissen Charme. :) Außerdem sind die CX500 Motoren bekanntermaßen sehr robust und mit dem Kardanantrieb bestens zum Touren geeignet. Nachdem ich mich in einigen Foren und auf Fanseiten über die Technik und eventuelle Schwachstellen informiert hatte, rief ich den Verkäufer an und machte noch für den gleichen Tag einen Besichtigungstermin aus.

Eigentlich eine Vollverkleidung, hier nur halb.

Eigentlich eine Vollverkleidung. Als Halbschale nur halb so schlimm. :)

Mit einem Wochenendticket gondelte ich fast 5 Stunden mit dem Zug durch die Republik nach Höxter, wo die Maschine stand. Natürlich hatten drei der fünf Züge mit denen ich fuhr Verspätung. Mit erstaunlich geringen 15 Minuten Rückstand kam ich in Höxter an und begab mich erst einmal auf die Suche nach einer Telefonzelle, da der Akku meines Telefons unterwegs die Grätsche gemacht hatte. Die erste stand auch direkt am Bahnhof. Defekt, selbstverständlich. Ich irrte im Regen durch den Innenstadtbereich, der wegen der WM Spiele quasi leergefegt war. Eigentlich ein schönes Städtchen. Auf der anderen Weserseite fand ich eine der alten, gelben Münztelefonzellen der Post und ich konnte endlich den Verkäufer anrufen, der mir netterweise angeboten hatte mich vom Bahnhof abzuholen. Die Telefonzelle stand etwas versteckt in einer Allee am Ufer. Auf dem Weg dahin wurde ich noch von zwei Besoffenen angepöbelt, die sich mit einem Kasten Bier auf der Parkbank einen schönen Tag machten. Was man so alles sieht und erlebt, wenn das Handy mal leer ist, das ist schon toll! :) Es dauerte nicht lange und meine Mitfahrgelegenheit tauchte auf. Von da an ging alles ziemlich schnell. Angeschaut, Probe gefahren, gekauft und wieder zurück nach Hause.

Moin! :)

Ihren ersten größeren Einsatz hatte die Güllepumpe am vergangenen Freitag. Da sind Hr. Trölf und meine Wenigkeit nämlich zum Touratech Travel Event in den Schwarzwald gefahren. Für das komplette Wochenende war Regen vorhergesagt und so stellten wir uns darauf ein, die gesamte Strecke auf der Autobahn verplempern zu müssen. Als der Freitag Morgen aber mit strahlendem Sonnenschein begann, beschlossen wir, so lange das so bleiben würde, die Landstraße zu nehmen. Und da es den ganzen Tag so blieb, blieben wir auch (bis auf ~20km um Stuttgart herum) die ganze Fahrt über auf der Landstraße. Und die Entscheidung war absolut richtig! Die Strecke am Neckar entlang ist so schön zu fahren und anzuschauen, es wäre wirklich schade gewesen stattdessen auf der Autobahn zu versauern.

Die Fahrt war also sehr gechillt. Der einzige etwas aufreibende Moment war der, als ich ein Geräusch hörte das für mich wie das Zischen einer Erdgastankstelle klang. Ihr kennt das vielleicht. Wenn die “Zapfpistole” bei einem Erdgasfahrzeug wieder abgezogen wird, gibt es nochmal so ein “pfft”. Und genau so klang dieses Geräusch. Wir fuhren gerade durch ein Industriegebiet und so dachte ich mir nichts weiter dabei. Als ich ein paar Meter weiter dann allerdings in den Rückspiegel schaute sah ich, woher das Geräusch wirklich gekommen war. Auf dem Mittelstreifen lang mein rechter Koffer. Also schnell drehen und schauen was kaputt ist. Erfreulicherweise gar nichts. Er hat, dafür dass er mit fast 100 Sachen über den Asphalt gerutscht ist, nichtmal wirklich viele Kratzer. Tolle Sache, so ein Koffer! :) Scheinbar ist die Arretierung doch schon etwas ausgelutscht und so fixierte ich ihn mit einem der Spanngummis mit denen ich das Zelt festgeschnallt hatte.

Noch ein Pluspunkt für die Landstraße. Die Nummer wäre auf einer vollen Autobahn wahrscheinlich nicht so glimpflich abgelaufen. Beim nächsten Baumarkt kaufte ich zwei Zurrgurte (in Fahrzeugfarbe, wie dem Herrn Trölf gleich auffiel :)) und alles war wieder in Ordnung.

Bei mir zumindest. Patricks Maschine fing ~40 km vor dem Ziel plötzlich an beim Abtouren ziemlich heftig aus dem Auspuff zu pötten. Wir fuhren in eine Parkbucht und die Ténéré wurde begutachtet. Schuld an der Knallerei war ein Riss im Krümmer, direkt vorne am Flansch. Da war so auf die Schnelle nichts zu machen, es musste die restliche Strecke einfach so gehen.

Tja, irgendwann waren wir dann auch da, in Niedereschach. Nach einer Runde über den Campingplatz fanden wir eine nette Stelle um unsere Zelte aufzuschlagen. Als die mobilen Unterkünfte standen peilten wir erst einmal den Essens- und Getränkestand an, das war mittlerweile bitter nötig! Die Verpflegung war toll organisiert. Abhängig von der Uhrzeit gab es den ganzen Tag über verschiedene große und kleine Mahlzeiten und auch wenn über 90% der Moppeds auf dem Gelände aus dem hochpreisigen Segment stammten, waren die Preise für Essen und Getränke wirklich fair! :)

Wir saßen also gerade da bei Grillgut und Bier, als jemand auf uns zu kam und mich mit eindeutiger Geste begrüßte. :) Es war Jochen von moto1203.

Da die ganze Motorradbloggermischpoke auch eifrig twittert, wussten wir vorher schon, dass wir uns hier über den Weg laufen würden. Ein kurzer Telefonanruf von Patrick hat dem Zufall noch etwas auf die Sprünge geholfen. :)

Wir müssen ganz schön lange da gehockt und gequatscht haben, denn nachdem Jochen zurück in’s Hotel gefahren war wurde es ziemlich schnell dunkel und die Vorträge unter dem großen Zeltdach begannen.

Auf einen Vortrag waren wir, da wir in zwei, maximal drei Jahren die gleiche Tour fahren wollen, ganz besonders gespannt: “Via Mediterra” von Dirk Schäfer.

In seinem lustig kommentierten, von Live Gitarren Musik untermalten Vortrag zeigte er fantastische Bilder und Videoausschnitte seiner Reise rund um das Mittelmeer. Absolut großartig! Nach einem Gute Nacht Bier und einer leckeren Gulaschsuppe war Feierabend.

Als ich am Samstag aufwachte prasselte Regen auf das Zelt. Jetzt hatte der Wetterbericht doch noch Recht behalten. Mist. Eigentlich kam zwar schon genug Wasser von oben, da das allerdings ziemlich frisch war zog ich eine fest installierte Dusche der Freiluftdusche vor. Aber wo sind die eigentlich? Gut, dass ich mir den Lageplan als PDF auf’s Telefon gezogen habe. Ich schlupfte in meine Regenstulpen und stapfte los. Scheinbar haben auch die harten Enduristen keine besondere Affinität zum Regen, es waren kaum Leute unterwegs.

Die Duschen waren wirklich gut versteckt. Es ging durch die hauseigene Wirtschaft auf den Touratech Shop zu, vor dessen verschlossener Tür 90° nach links und hinter der zweiten Tür, auf der unter anderem das Symbol für das Damen-WC abgebildet war, fand ich sie schließlich. Frisch und sauber ging ich zum Frühstücksbuffet. Ein Müsli, eine riesige Portion Rührei und ein Brötchen, das sollte erstmal eine Weile reichen.

Zurück bei den Zelten war dann auch Patrick wach. Nach seinem obligatorischen Kaffee- und Kippenfrühstück statteten wir dem zweite Wahl Shop einen Besuch ab. Da drin ging es zu wie beim Sommerschlußverkauf. Dicht gedrängt schob sich die Masse aus Endurofahrern durch das kleine Gebäude und ich war froh, als ich nach einem Durchgang wieder draußen war.

Als wir auf unserer Runde wieder am Campingplatz vorbeikamen trafen wir Max, auch Twitterer und eigentlich SR-Fahrer (heute allerdings mit seiner BMW angereist).

Nun zu dritt gingen wir zur Werkstatt der GS-Challange, um uns zu erkundigen, ob man dort nicht schnell mal eine kleine Schweißnaht auf den Krümmer der Ténéré zaubern könnte. Die enttäuschende Antwort: Nö. Es war zwar lediglich eine Maschine auf der Hebebühne, aber “es könnten ja jederzeit weitere Maschinen kommen”. Da hatte wohl jemand keinen Bock.

Brunos Kawasaki

Brunos Kawasaki

Während Max sich im Shop umsah, schauten wir uns einen weiteren Vortrag an: “Eispassage” von Bruno Pillitteri.

Bruno ist mit einem Freund zusammen im Winter über Litauen, Estland, entlang der russischen Grenze in die Masuren gefahren um dort das alte Bauernhaus zu suchen, in dem sein Großvater aufgewachsen ist.

Auch der Vortrag war wieder sehr unterhaltsam und die Bilder mit Motorrädern im Schnee eben mal etwas ganz anderes, als die üblichen Wüstendurchquerungen.

Es regnete noch immer und so beschlossen Hr. Trölf und ich bei einer Pizza, dass wir eigentlich alles Sehenswerte gesehen hatten und es an der Zeit war den Rückweg anzutreten.

Als wir begannen die Zelte abzubauen, hörte es auf zu regnen und die Sonne quälte sich durch die Wolken. Prima, trockene Heimreise! Mit der Sonne tauchten auch Jochen und Max auf und wir konnten uns von den beiden noch verabschieden.

Erkenntnisse unseres Kurztrips:

Die Güllepumpe ist super! Ich war direkt nach dem Kauf etwas unsicher, ob sie nicht einfach nur ein Frustkauf war, weil ich keine vernünftige Reiseenduro gefunden habe, aber mittlerweile hab’ ich die Gülle richtig gern.

Das Touratech Travel Event ist eine nette Veranstaltung. Entspannte Atmosphäre, tolle Organisation und richtig schöne Vorträge! Nur in Sachen Bier haben sie noch Nachholbedarf…

Mein Zelt ist undicht. :)

Warten auf die Fähre. neues_mopped_20_jahre_touratech_02 Moin! :) neues_mopped_20_jahre_touratech_04 neues_mopped_20_jahre_touratech_05 neues_mopped_20_jahre_touratech_06 neues_mopped_20_jahre_touratech_07 neues_mopped_20_jahre_touratech_08 neues_mopped_20_jahre_touratech_09 neues_mopped_20_jahre_touratech_10 neues_mopped_20_jahre_touratech_11 Eigentlich eine Vollverkleidung. Als Halbschale nur halb so schlimm. :) neues_mopped_20_jahre_touratech_13 Brunos Kawasaki neues_mopped_20_jahre_touratech_15 neues_mopped_20_jahre_touratech_17 neues_mopped_20_jahre_touratech_18 neues_mopped_20_jahre_touratech_19 neues_mopped_20_jahre_touratech_20 neues_mopped_20_jahre_touratech_21 neues_mopped_20_jahre_touratech_22 neues_mopped_20_jahre_touratech_23 neues_mopped_20_jahre_touratech_24 neues_mopped_20_jahre_touratech_25 neues_mopped_20_jahre_touratech_26

by Alexander at June 24, 2010 03:59 PM

June 17, 2010

Andreas Kraus

June 13, 2010

Andreas Kraus

Meine neue Kochschürze

Meine liebe Kollegin Melanie hat mir heute diese Kochschürze geschenkt und ich möchte mich über diesen weg nochmal bedanken.

kochschuerze

by Andreas at June 13, 2010 03:19 PM

June 11, 2010

Andreas Kraus

June 10, 2010

Alexander Mayer

Odenwaldring Klassik Rennen 2010

2009 sind wir mehr durch Zufall beim ODW Klassik Rennen gelandet. Zum Glück, denn die Veranstaltung ist richtig cool. Die lockere, campingplatzhafte Atmosphäre im Fahrerlager (in dem man auch überall hin kann), die Strecke, die Maschinen, es ist einfach ein tolles Gesamtpaket. Deshalb stand das Rennen auch dieses Jahr wieder im Terminkalender.

Eigentlich wollten wir schon zum ersten Lauf um 9 Uhr an der Strecke sein. In Anbetracht der Tatsache, dass ich mit meinem alten Spezi Denis bis Viertel nach Drei an seiner Yamaha DS 7 zu Gange war, um sie nach drei Jahren Standzeit wieder fit zu machen, ein sportliches Vorhaben.

Um halb Zehn ging’s los. :)

Dass es im Odenwald tolle Strecken zum Motorradfahren gibt dürfte keine Neuigkeit sein. Und wir waren mit dem Auto unterwegs. D’oh! Eigentlich eine Schande, aber bei Denis sind momentan alle Moppeds zerlegt. Außerdem hatte ich später noch einen kleinen Deal vor, dessen Ergebnis etwas sperrig sein würde. :)

Zirka zehn Kilometer vor Walldürn stockte plötzlich der Verkehr. Nanu, was war da los? Es ging nur langsam voran und nach einer Weile sahen wir den Grund dafür. Ein Motorradunfall. So aus der Nähe sehen zu müssen, wie ein Motorradfahrer unter dem Heck eines Autos klemmt, darauf hätte ich gut verzichten können. Das sind wohl die Schattenseiten toller Motorradstrecken.

Am Flugplatz angekommen kauften wir die Tickets, suchten uns einen Parkplatz und streiften durch das Fahrerlager, auf der Suche nach der “Box” von Stephan, dem Fahrer der gelben Renn-GS400.

Er ist letztes Jahr über meinen Eintrag zum ODW Klassik Rennen gestolpert. Wir fachsimpelten ein wenig per eMail und ich berichtete ihm, dass ich einen Satz Yoshimura Nockenwellen in eBay ergattern konnte. Er fragte mich, ob ich sie zum Rennen 2010 mitbringen und ihm leihen würde. Er hatte vor sie  vermessen und nachbauen zu lassen. Mehr aus Blödsinn antwortete ich, dass ich sie auch gegen eine gute Giuliari Sitzbank tauschen würde. Und jetzt kam’s dicke! :) Er hatte eine Giuliari Sitzbank, neu bezogen und er war bereit sie gegen die Nockenwellen zu tauschen. :)

Stephan war gerade mit seiner Ducati 750 SS auf der Rennstrecke unterwegs. Er hatte mich aber wohl schon angekündigt und wir durften es uns in der “Box” bequem machen. Es dauerte nicht lange und die Duc kam angebollert. Als er sich aus seiner mobilen Sauna gepellt hatte, begrüßten wir uns und tauschten Zubehörteile. Wir quatschten noch eine Weile, dann machten Denis und ich uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz um das Rennen zu verfolgen.

Im Endeffekt haben wir den gesamten Kurs, unterbrochen von mehreren Stopps, einmal umrundet, einen Lauf in der Sonne verpennt und ab und zu mal die “Box” als schattenspendenden Rückzugspunkt genutzt. Bis nächstes Jahr! :)

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by Alexander at June 10, 2010 08:32 PM

June 06, 2010

Alexander Mayer

Honda Power of Dreams Testtage 2010

In meinem Blogeintrag vom Odenwaldbollern 04.10 erwähnte ich es bereits: Honda hat zur Präsentation der Neuheiten 2010 eingeladen. Diese Tatsache als solche wäre eigentlich nicht sonderlich erwähnenswert, das wird schließlich jedes Jahr so gehandhabt. Doch dieses Mal waren nicht nur die Vertreter der “klassischen Presse”, sondern auch einige Blogger eingeladen. Ausgewählt unsere Zunft zu vertreten waren (unter anderem) Dennis und Marc. Während der Veranstaltung hielten sie uns per Twitter auf dem Laufenden und ihre Blogeinträge bestätigten das, was aus den Tweets schon als Unterton mitschwang: Es war ein tolles Event.

So habe ich mich riesig gefreut, als ich einen Anruf von Aaron Lang (PR Referent für Motorräder bei Honda) bekam, der mich fragte, ob ich nicht Lust hätte am 12. Mai in die Honda Akademie in Erlensee zu kommen und ein paar funkelnagelneue Hondas durch die Gegend zu scheuchen. Na und ob ich das hatte! :)

Per Twitter erfuhr ich, dass auch Ernie und Bert, aka Patrick und Boris eingeladen waren. Das hatte ich bereits vermutet. :) Wir schlossen uns kurz, wie wir die ganze Sache angehen wollten. Vorher treffen und gemeinsam mit den Moppeds hinfahren? Vielleicht sogar mit CY, Dax und Monkey? Das würde schließlich gut passen. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es schon um 9 Uhr los ging, wir ohnehin den ganzen Tag Motorrad fahren würden, das Wetter nicht wirklich vertrauenerweckend war und es für die beiden ein ziemlich großer Umweg sein würde, erst noch bei mir vorbei zu kommen, fuhren wir getrennt mit den Autos.

Unser Timing war perfekt. Die beiden sind gerade aus dem Auto ausgestiegen, als ich an ihnen vorbeifuhr. Noch schnell einen Parkplatz gesucht und den beiden Hallo gesagt. Wir gingen vorbei an den ATVs mit Schneeschiebeaufsatz, weiter zum “Aufsitzrasenmäherdragstrip”, an den Power Equipment Geräten vorbei zum Eingang des modernen Gebäudes. Wir steuerten den Empfang an, als uns auch schon Aaron entgegenkam um uns zu begrüßen. Er erklärte uns den Ablauf, gab uns unsere Ausweise und die Zugangsdaten zum WLAN.

Ernie und Bert waren noch nicht so wirklich wach und brauchten erst einmal einen Kaffee, während ich schon ungeduldig auf der Sitzbank im Empfangsbereich herumrutschte. Na gut. Bei meinem Orientierungssinn ist es vermutlich besser, ich fahre nicht alleine los. Ausserdem hatte Honda so ein nobeles Willkommens Buffet aufgebaut, da wäre es förmlich unverschämt gewesen nicht wenigstens einen kleinen Happen genommen zu haben. Nach einer Cola, zwei Grillspießchen und einem Tweet hieß es aber dann endlich: Schlüssel abholen!

Eigentlich wollte ich mit dem Dicksten anfangen, was Honda an Motorrädern im Programm hat, der Goldwing. Leider ist die wohl am Vortag ausgefallen, so dass keine zur Verfügung stand. Sehr schade, das hätte ich gerne mal erlebt. Dann eben ein anderes Extrem, die CBR 1000 Fireblade.

Meine Testmoppeds in chronologischer Reihenfolge:

CBR 1000 Fireblade

Ich war schon ein wenig nervös, was mich da jetzt wohl erwarten würde. Schließlich würde ich gleich mit einem Motorrad unterwegs sein, was bei etwa gleichem Gewicht mehr als die sechseinhalbfache Leistung meiner kleinen Suzi hatte.

Ich nahm Platz und mein erster Gedanke war: Um Gottes Willen, ist das unbequem. Wie hat Dennis es bloß geschafft in dieser Haltung von Hamburg bis in’s Sauerland zu fahren?

Ich startete den Motor. Soweit eigentlich noch recht unspektakulär, so im Stand. Wir rollten los und noch auf dem Parkplatz die erste Überraschung: Die Fireblade fährt im ersten Gang im Standgas 20km/h. Langsamer geht nur mit gezogener Kupplung. :)

Etwas überraschend. Keine hydraulische Kupplung.

Wir fuhren vom Gelände und nahmen erst einmal ein Stück Landstraße unter die Räder, gefolgt von einer kleinen Ortschaft. Ich war sehr überrascht. Man kann die CBR tatsächlich auch ganz normal bewegen, ohne zu rasen. Es fühlt sich zwar irgendwie komisch an, geht aber.

Die Asphaltdecke in diesem Ort war vom Winter noch arg gebeutelt. Überall klafften Löcher in der Fahrbahn. Hier überraschte mich die CBR ein zweites Mal. Ich erwartete eine wilde Holperei wie in einer dieser rollenden Diskos, aber die Fireblade bügelte die Unebenheiten glatt, wie ich es nur von einem Tourer erwartet hätte.

Hr. Trölf ist der CBR hoffnungslos verfallen. :)

Der Ortschaft folgte ein gerades und freies Stück Schnellstraße. Sehr gut, dachte ich, jetzt gibst du mal etwas Gas. Ich nahm eine windschnittigere Haltung ein, drehte am Gasgriff und hörte mich nur noch “Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott” in meinen Helm rufen. Meine Güte, geht das nach Vorne! Der Blick auf den Drehzahlmesser holte mich aber schnell wieder runter von meinem Höhenflug. Das eben waren gerade mal ~7000 von ~14000 möglichen U/Min. Der absolute Wahnsinn!

Fazit:

Spitzen Fahrwerk, tolles Handling und Leistung im Überfluss. Aber nichts für mich. Mir fehlt für so ein Geschoss die nötige Portion Selbstdisziplin.

VT 1300 CX

“Ich hätte gerne mal die Schlüssel für die Fury.” (Ich)

“Fury? Haben wir nicht!” (Grinsender Honda Mitarbeiter)

Ich schaute nochmal nach draußen auf den Parkplatz, um mich zu vergewissern, dass das Motorrad auch wirklich da stand.

“Na, den blauen Chopper meine ich.” (Ich, etwas verunsichert)

“Das ist die VT 1300 CX.” (Noch breiter grinsender Mitarbeiter)

AHA! Bei der Vorstellung der Maschine in den USA im Jahr 2009 schnappte ich den Namen Fury in verschiedenen Blogs auf und ging davon aus, dass die Maschine bei uns auch so heissen würde. Tut sich aber nicht. Aus namensrechtlichen Gründen heisst sie bei uns (typisch Deutsch) VT 1300 CX.

Zurück auf dem Parkplatz machte ich erst einmal eine Sitzprobe. Eigentlich ganz bequem, auch die Armhaltung. Lediglich das Ankämpfen gegen die Schwerkraft, wenn man die Füße auf den breiten, weit nach vorne gestreckten Fußrasten plazieren wollte war etwas ungewohnt.

(Unterwegs, nach einem Stopp, ist es mir auch ab und zu passiert, dass ich mit den Beinen in der Luft herumruderte, verzweifelt auf der Suche nach den Fußrasten.)

Die Motorcharakteristik ist wirklich cool. Dieser großvolumige V2 mit seiner sonor blubbernden Auspuffanlage lässt keinen Zweifel aufkommen: Wir sind hier nicht zum Heizen, sondern zum Relaxen! Und das kam mir nach meinem Ritt auf der Fireblade gerade recht.

Sitzhaltung, Motor und Sound waren soweit ganz angenehm, aber wie würde sich dieses Custombike aus Serienproduktion wohl fahren?

Sorry! :)

Die Konstruktion “lang, breit und flach” hat einen Vor- und einen Nachteil:

Vorteil: Durch die flache Bauform liegt der Schwerpunkt der Maschine sehr niedrig. So war ich echt überrascht, als ich hörte, dass die VT vollgetankt über 300kg wiegt. Das merkt man absolut nicht.

Nachteil: Klar, die begrenzte Schräglagenfreiheit. Gleich im ersten Kreisel setzte die linke Fußraste auf. Es brauchte ein paar Kurven bis ich den Dreh raus hatte, doch dann kam gut damit zurecht. Die VT 1300 CX ist eben nicht zum Kurvenräubern gemacht.

Aber das wäre auch gar nicht das gewesen, was ich jetzt wollte. Ich wollte entspannen. Und während Ernie und Bert auf ihren beiden Giftspritzen (Fireblade und CB 1000 R) davonzogen, brummelte ich wie Samson in einem Blau Metallic Massagesessel hinter ihnen her.

Fazit:

Sehr stimmiges Gesamtkonzept und anders als die radikale Optik vielleicht zuerst vermuten lässt, gut fahrbar.

VFR 1200 F DCT

Transform and roll out! :)

Transform and roll out! :)

Jetzt wurde es futuristisch! Aaron hatte die VFR am Telefon bereits als ein ganz besonderes Highlight hervorgehoben. Das Aussergewöhnliche an diesem Sporttourer ist sein Doppelkupplungsgetriebe, wofür auch die Abkürzung DCT (Double Clutch Transmission) steht.

Die VFR 1200 F DCT hat ein automatisch geschaltetes Sechsganggetriebe. Das ganze fährt sich also nicht wie ein Roller, sondern wie ein ganz normales Motorrad, mit dem einzigen Unterschied, dass man eben nicht mehr selbst schalten muss (was man aber kann, wenn man möchte).

Die beiden Kupplungen sind für je eine Getriebewelle zuständig. Auf der ersten Welle sitzen die Gänge 1, 3 und 5, auf der zweiten die Gänge 2, 4 und 6. Schaltet man nun vom ersten in den zweiten Gang, kuppelt der erste Gang aus, während zeitgleich der zweite Gang einkuppelt.

Das Getriebe hat drei Modi:

  • D (Drive) – Hier schaltet das Getriebe extrem früh und hält so den Spritverbrauch und die Lautstärke des über 170PS starken V4 Aggregats niedrig. Aaron meinte, dass der Modus auch E wie Economy heissen könnte. Stimmt wohl. Denn das Getriebe schaltet so extrem früh, wie kein Fahrer normalerweise selbst schalten würde.
  • S (Sport) – In diesem Modus schaltet das Getriebe sportlich normal. :)
  • M (Manual) – Hat man diesen Modus gewählt kann man selbst bestimmen wie weit sich die Drehzahlmessernadel dreht. Geschaltet wird über zwei Taster am linken Griff.

Soviel zur Theorie, auf zum Praxistest! Zuerst: Die Sitzposition. Sehr angenehm. Sportlich, aber definitiv tourentauglich. Ob die Sitzbank allerdings auch so tourentauglich ist… Hm… Ich weiss nicht. Sie ist schon ziemlich straff gepolstert.

Der halbe Motorradfuhrpark bestand aus VFRs, so konnten wir auf drei identischen Maschinen losziehen. Der fehlende Kupplungshebel und der fehlende Schalthebel fühlten sich zwar zuerst etwas seltsam an, aber ich gewöhnte mich recht schnell an die ganze Sache und schaffte es ohne alberne Hampeleien an der ersten Kreuzung anzuhalten.

Das DCT baut kaum breiter als das normale Schaltgetriebe.

War ich durch die brachiale Leistung der Fireblade mit dem Schalten fast schon überfordert, konnte ich mich jetzt ganz auf das Fahren konzentrieren. Und das macht mit dem DCT richtig Laune! Innerhalb geschlossener Ortschaften fuhr ich im dezenten D Modus, außerhalb der Ortschaften im spaßigen S Modus.

Auf einer langen Geraden packte ich mich auf den Tank und gab mal etwas mehr Gas. Es machte unter mir einfach nur noch “klack, klack, klack”, als das Getriebe die Gänge durchschaltete und mich nach vorne katapultierte. Leck mich fett. Das ging ab! :) Den manuellen Modus testete ich nur kurz, S war super.

Den sportlichen Teil meisterte die VFR mit Bravour. Um den Tourencharakter der Maschine aber wirklich beurteilen zu können war die Zeit einfach zu knapp. Klar, ich hätte den ganzen Testtag nur auf der VFR verbringen können, aber die Auswahl an Motorrädern war einfach zu groß, als dass ich mich nur auf eins hätte beschränken wollen.

Fazit:

Vielleicht sind es die vom Transformersdesign hervorgerufenen Kindheitsflashbacks, vielleicht aber auch die clever umgesetzte Technik. Ich finde die VFR 1200 F DCT jedenfalls richtig cool und würde sie gerne mal ein Wochenende in den Alpen auf ihre Tourentauglichkeit testen. Vielleicht ist die Sitzbank ja doch bequemer als sie aussieht. :)

Auch toll: Die Koffer werden mit dem Zündschlüssel auf- und zugeschlossen.

PCX und Innova

Jetzt aber mal genug der Leistungsprotzerei. Als Nächstes testete ich den Honda PCX. Bis auf die 14″ Räder sieht der 125er Roller aus wie jeder andere Roller auch. Etwas fieser vielleicht, mit der matt- und glanzschwarzen Lackierung und den scharfen Kanten. Das Besondere steckt aber wie so oft im Inneren.

Bei dem kleinen Schwarzen sind Anlasser und Lichtmaschine ein Bauteil, bei dem, sobald der Motor läuft, die Funktion umgekehrt wird. Anlasser: Aus Strom wird Bewegung. Lichtmaschine: Aus Bewegung wird Strom. Dieser Trick bildet die Grundlage für die Besonderheit des PCX, seine Start-/Stoppautomatik. Hält man an, schaltet der Motor nach ein paar Sekunden ab und eine kleine gelbe Standby Anzeige blinkt im Cockpit. Soll es wieder weiter gehen, genügt ein Dreh am Gasgriff.

Kurz vor dem Mittagessen legten Boris und ich noch eine kleine Testrunde ein. Er auf der Innova, ich auf dem PCX. Und ich muss sagen, der PCX fährt sich mit den großen Reifen eigentlich ganz gut. Für einen Roller. An der ersten Kreuzung musste ich anhalten, da viel kreuzender Verkehr kam und zack, plötzlich war der Motor aus. :) Als die Kreuzung frei war, drehte ich am Gasgriff und ohne Verzögerung sprang der Motor wieder an und es ging nahtlos weiter. Das war schon irgendwie cool. :)

Honda Super Cub 50

Auf halber Streckte tauschten Bert und ich die Moppeds. Die Innova ist die Nachfolgerin des Honda Cub, eines der meistgebauten Kraftfahrzeuge aller Zeiten.

Der 125ccm Motor ist verwandt mit dem der Honda Monkey und besitzt ein halbautomatisches Vierganggetriebe mit dem Schaltschema 0, 1, 2, 3, 4. Das heisst, die Gänge werden alle einfach nach oben durchgeschaltet und wenn man im vierten Gang nicht aufhört mit dem nach oben Schalten, landet man wieder im Leerlauf.

Tja und das Fahrverhalten? Absolut gutmütig. Mit den großen Reifen und dem geringen Gewicht fährt sich die Innova wie ein Moutainbike. Es wundert mich nicht, dass sich auch die Innova verkauft wie warme Semmeln. Damit kann wirklich jeder umgehen.

CB 1000 R

Die Deckenleuchte im Restaurant

Deckenleuchte im Restaurant

Nach dem sehr leckeren Mittagessen im hauseigenen Restaurant (die Bezeichnung Kantine wäre bei dem was und wie aufgetischt wurde einfach nicht angebracht) blieb keine Zeit zum Verdauen, es ging gleich wieder sportlich zur Sache.

Mein nächstes Testobjekt war die CB 1000 R.

Die Sitzhaltung ist, bedingt durch den relativ breiten und flachen Lenker sowie die hohen, zurückverlegten Fußrasten, sportlich bis kämpferisch. Man lehnt ehr von oben auf den Lenker, als dass man ihn vor sich herschiebt.

Dieses Setup in Kombination mit einem leicht modifizierten Fireblademotor mit 125PS machen tierisch Spaß! Die Maschine lässt sich messerscharf durch die Kurven zirkeln um am Kurvenausgang wie das Gewicht eines Hammerwerfers wieder auf eine gerade Laufbahn geschleudert zu werden.

Fazit:

Für Kurvenschleifer genau das Richtige!

VT 750 S

Kollege Bert ist sie gefahren, als ich mit der Fireblade unterwegs war. An der ersten Ampel, an der wir anhalten mussten, hielt er neben mir an, klappte das Visier nach oben und grinste über das ganze Gesicht. “Hör mal, der Sound ist echt klasse!” rief er durch den Helm und drehte am Gas.

Stimmt wohl! Dass aus einem Motorrad Baujahr 2010 und einer Serienauspuffanlage so ein Sound rauskommen kann ist wirklich beachtlich! Lässig blubbernd. Und das gar nicht mal leise.

Lässig fährt sich die VT auch. Man sitzt sehr entspannt und die 44PS sind voll OK. Für meinen Geschmack könnten die Fußrasten noch 10cm weiter hinten sitzen, dann wäre die Sitzposition perfekt.

Fazit:

Eine tolle, alltagstaugliche Maschine mit einem richtig guten Sound! Die könnte ich mir vorstellen auch selbst zu fahren.

Vielen Dank an Aaron und die anderen Honda Leute für diesen tollen Tag!

by Alexander at June 06, 2010 09:30 PM

June 03, 2010

Andreas Kraus

Bratkartoffeln

Da ich gestern keine Lust hatte Einzukaufen, hab ich etwas gezaubert aus den Dingen die ich da hatte …

bratkartoffeln

Mir ist bekannt das Karotten nicht dazu passen. Die Karotten sind auch nur deswegen drin, weil ich erst was anderes Kochen wollte und ich sie deswegen schon klein geschnitten hatte.

by Andreas at June 03, 2010 01:17 PM

Schichtsalat

Ein Schichtsalat ist perfekt für eine Feier:

schichtsalat_oben

schichtsalat_unten

by Andreas at June 03, 2010 01:12 PM

May 31, 2010

Sebastian Suchanek

Rücktrittswelle

Während man bei Roland Kochs Rücktritt spontan erst einmal davon ausgeht, daß er sich aus dem Staub macht, bevor man das gefühlte halbe Dutzend Leichen in seinem Keller findet, steht man als Otto Normalbürger bei Horst Köhlers Rücktritt weitaus ratloser da. Die offizielle Begründung des fehlenden Respektes seiner Kritiker vor seinem Amt wirkt lächerlich und vorgeschoben.

Geeignet, Paranoia zu erzeugen, ist dagegen der Fakt, daß Köhler Finanzexperte ist – u.a. war er Vorsitzender des IWF – und man Koch selbiges zumindest nachsagt. Das alles, während die aktuelle Wirtschaftskrise noch längst nicht ausgestanden ist, Griechenland kurz vor der Pleite steht und Italien und Spanien bereits wackeln. Wissen oder ahnen die beiden etwas, das wir nicht wissen?

Jedenfalls glaube ich nicht, daß Köhlers Rücktritt etwas mit Lena Meyer-Landrut zu tun hat. ;)

by Sebastian at May 31, 2010 08:27 PM

May 29, 2010

Alexander Mayer

Suzi Update 2010

Nur für’s Protokoll. Meine Suzi ist jetzt seit ca. zwei Wochen wieder zusammen. :)

Bekommen hat sie:

  • Einen neuen Lenker (Fehling)
  • Neue Spiegel
  • Stahlflex Bremsleitung (mit ABE)
  • Hagon Stoßdämpfer (mit ABE)
  • Neue (gebrauchte) Gabel, Tauchrohre poliert
  • Neu gesattelte Sitzbank
suzi_update_2010_1 suzi_update_2010_2 suzi_update_2010_3

by Alexander at May 29, 2010 11:20 PM

Sebastian Suchanek

Fotografen-Sonnenkalender

Der eine oder andere kommt beim Fotografieren ja schon mal in die Verlegenheit, wissen zu wollen (oder zu müssen), wo und in welcher Richtung an einem Ort der Sonnenauf- oder Untergang stattfindet. Sei es, weil er den Sonnenaufgang als Motiv haben will, oder weil er die Blaue Stunde ausnutzen will. Das kann man natürlich alles irgendwie von Hand ausrechnen oder hoffen, daß es für den Wunschort zufällig eine passende Tabelle gibt. Das ist aber alles nicht das Wahre – deswegen fand ich es umso besser, als ich in drf den Tip zum Programm „The Photographer’s Ephemeris“, kurz TPE, las: Das berechnet für einen beliebigen Ort auf der Erde, den man praktischerweise mittels einer Google-Maps-Karte auswählen kann, und für ein beliebiges Datum alles, was das Fotografenherz begehrt: Zeitpunkt und -Richtung von Sonnenauf- und Untergang, Mondauf- und Untergang sowie die Zeitpunkte der zivilen und nautischen Dämmerung.

Leider ist das Programm nur Englisch verfügbar und setzt zur Installation Adobe Air voraus. Von diesen Kleinigkeiten abgesehen halte ich das Programm für uneingeschränkt empfehlenswert. :)

by Sebastian at May 29, 2010 06:23 PM

Fahrsicherheitstraining

Am vergangenen Dienstag habe ich bzw. haben wir es endlich geschafft, mein bzw. unser Geburtstagsgeschenk einzulösen: Einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining. Das ganze fand statt als Intensivkurs im FSZ Rhein-Main des ADAC in Gründau. Mit von der Partie waren Matthias, Dominik und Christian. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Sache hat super Spaß gemacht und hilfreich fürs Autofahren war’s hoffentlich auch. :)

Die diversen Übungen und Aufgaben waren recht abwechslungsreich – los ging’s mit Slalomfahren, gefolgt vom richtigen Einstellen des Fahrersitzes. Bei einigen Teilnehmern bestand da in der Tat erheblicher Verbesserungsbedarf… :) Danach waren „einfache“ Vollbremsungen, sowohl auf Asphalt, als auch auf einer Gleitfläche und einer Mischung daraus dran.

Im Anschluß daran ging’s dann richtig los, so wie man das vielleicht von Werbebroschüren kennt: Wasserhindernissen ausweichen, sowohl ohne als auch mit Bremsen. Gerade bei letzterem hatte ich als einziger Teilnehmer mit einem Auto ohne ABS besonders viel zu tun.

Fahrsicherheitstraining

Ausweichen vor einem Wasserhindernis…

Fahrsicherheitstraining

…und anschließend das Ausfahrttor treffen.

Fahrsicherheitstraining

Voll daneben…

Danach ging’s auf eine Kreisbahn, wo wir die Stabilität und Lenkverhalten unserer Autos testen konnten, auch beim Bremsen in der Kurve und das „Einfangen“ bei Über- oder Untersteuern.

Kreisbahn

Kreisbahn (Foto: Matthias S.)

Kreisbahn

Kreisbahn (Foto: Matthias S.)

Kreisbahn

Kreisbahn

Zum Abschluß gab’s dann sozusagen als Höhepunkt noch die „Dynamikplatte“ mit der das Fahrzeug gezielt ins Schleudern gebracht wird und wieder stabilisiert werden muß. Die gewünschte Fahrtrichtung auf den Fotos ist übrigens nach links, längs der Gleitfläche. ;)

Schleudern

Schleudern

Schleudern

Schleudern

<Insiderwitz>Und da weder Waschbären noch Biber unterwegs waren, konnten wir nach Ende des Trainings gemütlich über die Autobahn nach Hause segeln</Insiderwitz> und den Tag passend dazu im Racinghouse ausklingen lassen. :)

Nachsatz: Aber nicht nur im Bezug aufs Autofahren war der Tag lehrreich, sondern auch im Bezug aufs Fotografieren: Ich habe nämlich gemerkt, daß der Autofokus der 1D Mark II doch relativ empfindlich ist und sich von kleineren Störungen aus dem Konzept bringen läßt – so wie hier von den kleinen Wassertröpfchen in der Luft zwischen Fotograf und eigentlichem Motiv

Abgelenkter Autofokus

Abgelenkter Autofokus (Foto: Matthias S.)

Die 1D Mark IV soll in diesem Punkt ja besser sein…

by Sebastian at May 29, 2010 05:41 PM

May 28, 2010

Christian Sahm

Gigantomanie – für was?

Heute war Richtfest für das neue, architektonische Highlight Hamburgs: die neue Elbphilharmonie.

Ich bin weder Freund noch Feind klassischer Musik. Wegen des musikalischen Gehalts schätze ich sie, höre sie mir aber eher selten an. Es liegt also nicht an einer generellen Abneigung, aber diesen Bau der Elbphilharmonie kann man eigentlich nur für Irrsinn halten.

Hamburg soll von mir aus einen internationalen Top-Konzertsaal haben, aber nicht so und in diesem Kostenrahmen. Ursprünglich sollte der Bau wohl 77 Mio. Euro kosten. Nicht gerade wenig, aber für solch ein Projekt noch in einem annehmbaren Rahmen. Inzwischen ist man jedoch zum Schluß gekommen, dass es dann doch 323 Mio. Euro kosten wird, den Bau nach Plan zu vollenden.

Stellt sich die Frage: welcher Schönrechner hat denn da die Vorkalkulation gemacht? Und womit hat man den Typ bestraft? Denke nicht, dass er in die Fundamente eingegossen wurde… ist halt nichts mehr so wie früher…

Das Schlimmste daran ist jedoch, wer die Viertelmilliarde Differenz zusätzlich berappen muss.

Denn wer baut wohl so ein Gebäude? Kein Investor, kein Verein. Nein, Vater Staat baut so etwas. Also der gleiche Staat, der an Arbeitslosengeld und HartzIV sparen will, um die Finanzkrise zu bewältigen. Der wohl in Kürze zu gleichem Zwecke die Mehrwertsteuer erhöhen wird. Der Staat, der sich die Gelder von uns holt, an uns wegspart und dann für aberwitzige Gigantobauten rausballert. Liebe Leute, seid Ihr noch ganz sauber? Nee, ich glaub nicht…

by Christian at May 28, 2010 11:45 PM

May 27, 2010

Sebastian Suchanek

SchachtZeichen

Wer heutzutage durchs Ruhrgebiet fährt und dabei nicht zufällig am Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg-Bruckhausen vorbeikommt, kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, was das Ruhrgebiet einst war: Das dreckige aber pulsiernde Herz der deutschen Schwerindustrie mit Zechen, Kokereien, Hochöfen, Stahl- und Walzwerken an allen Ecken.

Davon ist heute fast nichts mehr übrig. Mein persönliches Schlüsselerlebnis dazu war, als ich vor einiger Zeit das erste Mal auf dem Tetraeder in Bottrop stand: Zugegeben, zu dessen Füßen befindet sich die noch aktive Zeche Prosper-Haniel mit Schacht Prosper IV und Kokerei, aber ansonsten blickt man dort hauptsächlich auf Grün! Nicht einmal auf Stadtstrukturen, wie man es von so einer dicht besiedelten Region erwarten würde, nein auf Büsche und Baumkronen!

Umso mehr war ich interessiert, als ich von einer Aktion im Rahmen der Kulturhaupstadt RUHR.2010 hörte: den SchachtZeichen. Um es kurz zu erklären: Eine Woche lang markieren insgesamt 311 große, gelbe Heliumballone mit gelben Fahnen daran wie über überdimensionale Stecknadeln ein paar aktuelle und vor allem ehemaligen Zechenstandorte verteilt über das gesamte Ruhrgebiet. An zwei Nächten sollen die Ballone auch beleuchtet werden.

SchachtZeichen-Ballon

SchachtZeichen-Ballon

Logisch, daß ich mir das anschauen mußte, entsprechend war ich am vergangenen Sonntag und Montag im Ruhrgebiet unterwegs. Um das Positive gleich vorweg zu nehmen: Die Aktion war gelungen, gerade von den „Hochpunkten“ – bezeichnenderweise meist ehemalige Bergwerkshalden – bot sich teilweise ein beeindruckendes Bild. Gerade, wenn man sich vor Augen hält, daß sich an der Stelle jedes dieser Ballone früher mindestens ein, manchmal sogar mehrere Bergwerksschächte befanden.

Allerdings war mir das Wetter nicht übermäßig gewogen. Am Sonntag war zwar sonniges Wetter, doch lag auch relativ viel Dunst in der Luft, so daß der Weitblick nicht überragend war. Hier zunächst einige Bilder von der Schurenbachhalde:

SchachtZeichen von der Schurenbachhalde aus gesehen

SchachtZeichen von der Schurenbachhalde aus gesehen

Besucher auf der Schurenbachhalde mit SchachtZeichen-Ballon

Besucher auf der Schurenbachhalde mit SchachtZeichen-Ballon für Schacht Fritz 1/2/3

Besucherin auf der Schurenbachhalde mit SchachtZeichen-Ballon auf der Zeche Zollverein

Besucherin auf der Schurenbachhalde mit SchachtZeichen-Ballon auf der Zeche Zollverein

Auch in Dortmund, unter anderem am Wetterschacht „Rote Fuhr“ und auf der ehemaligen Zeche Gneisenau waren SchachtZeichen zu sehen:

SchachZeichen-Ballon am Wetterschacht Rote Fuhr

SchachZeichen-Ballon am Wetterschacht Rote Fuhr

SchachtZeichen-Ballon über Schacht Gneisenau 4

SchachtZeichen-Ballon über Schacht Gneisenau 4

Am Montag war das Wetter noch unfreundlicher: Zwar es ebenfalls sonnig und die Fernsicht dürfte sogar etwas besser gewesen sein, allerdings war es so windig, daß alle Ballone ganz am Boden bleiben mußten. :( Entsprechend sah es zum Beispiel auf Zollverein aus – sowohl an Schacht XII…

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

…als auch an Schacht 1/2/8:

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

SchachtZeichen auf der Zeche Zollverein

Dennoch waren auch am Montag die Hochpunkte gut besucht, wie zum Beispiel hier der Tetraeder:

Besucher auf dem Tetraeder

Besucher auf dem Tetraeder

Um den Bogen zum Anfang des Artikels zu schließen und einen Vergleich zu geben: Bei meinem ersten Besuch dort war ich fast alleine auf dem kompletten Haldengelände. :)

by Sebastian at May 27, 2010 08:40 PM

May 23, 2010

Christian Sahm

Oben im Wald

Gestern war ich für den sechs3-Artikel über Hochseil-/Klettergärten im “Kletterwald Spessart” in Heigenbrücken zum Knipsen.

Kletterwald

An sich ist der Kletterwald ja schon eine nette Sache. Lustig und unterhaltsam ist es auf alle Fälle. Um halbwegs vernünftige Bilder machen zu können, ist Johannes, Trainer vor Ort, mit mir ein bisschen im Parcours rauf und runter, was sich mit dem Kamera-Zeug nicht so einfach gestaltete. Für das nächste Mal sollte ich mir da etwas besseres einfallen lassen.

Kletterwald

Denn mit dem notwendigen Sicherungskrempel und der Kameraausrüstung am Leib tut man sich schon beim Leitererklimmen schwer, vom Parcours an sich und den kleinen Plattformen zwischen den einzelnen Übungen mal abgesehen.

Kletterwald

Und doch erinnerte es mich wieder daran, warum Kletterfotografie so besch… ist. Denn will man tolle Bilder, dann darf man einen aberwitzigen Aufwand betreiben. Am Fels wie im Wald. Um im Kletterwald zu guten Fotos zu kommen, dürfte es minimal notwendig werden, benachbarte Bäume mit Seitstrecken zu verbinden um an diesen wenigstens in zwei Dimensionen sich frei bewegen zu können.

Kletterwald

Oder es eben gar so wild zu treiben wie Kletterfotograf Simon Carter aus Australien:

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Aber wie immer dürfte der Aufwand sich zwar von der Bildseite her lohnen, betriebswirtschaftlich aber ein reines Drauflegegeschäft sein. Wie so häufig.

Naja, zumindest dachte ich noch, dass damit gestern mein letzter Beitrag für das neue sechs3 erledigt gewesen wäre. Mitnichten. Vor ca. einer Stunde wurde mir seitens unserer Chefredakteurin eröffnet, dass mein Artikel über HD reichlich unverständlich wäre und ich ihn doch bitte umschreiben bzw. neu schreiben möge…

Tja, und damit war aus einem “freien” Pfingsten mal wieder nix geworden. Die Planung ist für’n Arsch. So von wegen heute Grillen, morgen Klettern… naja mal schauen. Aber gut, andererseits ist das alles ja nicht überraschend. Immerhin habe ich es ja scheinbar gepachtet. Das “Glück” immer irgendwas zu Arbeiten zu haben und letztlich doch nichts davon zu haben. Life’s a bitch! Schöne Bilder hin oder her…

Kletterwald

Kletterwald

by Christian at May 23, 2010 05:26 PM

Hunde sind doch auch nur Menschen!

Kollege Sascha berichtet über den Lapsus der stern.de-Redaktion, nach dem die Halterin von vier “Kampfhunden” eingeschläfert wurde. Leider nur ein Lapsus. Aber dann reüssiert er scharf wie immer.

Nachdem die vier Hunde die Nichte der Halterin totgebissen hatten, wurden sie vom Amtstierarzt eingeschläfert und nun schreien alle “Kampfhund” und fordern härtere Gesetze gegen ebensolche.

Nun, Hunde sind fleischfressende Säugetiere, wie der Mensch auch. Und ähnlich verhält er sich auch.

Mit guter Erziehung, ausreichender Sozialkompetenz und einem passablen Umfeld wird aus ihm kein Killer. Das gilt auch für den Hund. Lassen wir die vereinzelten Individuen auf beiden Seiten einmal außen vor, die aufgrund irgendeiner Veranlagung, von mir aus auch genetisch, ein hohes Aggressionspotential und asoziales Verhalten aufweisen.

Der Mensch besitzt eine Gesellschaft mit gewissen Werten, die aus der Kultur geboren sind, und die von den Älteren an den Nachwuchs weitergegeben werden. Der Hund, kollektiv als Rasse betrachtet, ist da nicht ganz so weit. Nix große Gesellschaft mit ausgewiesener Kultur. Vielmehr intuitives Sozialverhalten, wie es von den Rudelführern an die anderen weitergegeben wird.

Nun nehme man vier Kinder und sperre sie in kontrollierte Verhältnisse weg und gebe ihnen in einem Mindestmaß Ausbildung und soziales Verhalten mit. Ich behaupte einfach mal, dass es, egal ob Hundekinder oder Menschenkinder, kein allzu gutes Ende nehmen wird. Unterdrückung und erzwungenes Verhalten resultieren in beiden Fällen in Aggression und sozialer Inkompetenz. Wenn dann noch, da sonst nichts da ist, ein starkes Gruppengefühl aufkommt, in dem soziales Verhalten nur an den Gruppenmitgliedern ausgerichtet ist, dann passieren eben Katastrophen.

Es gibt Hunde, die aufgrund ihrer Physis gefährlicher sind als die Rhekersche Französische Bulldogge, es gibt auch Rassen, die von Natur aus eine größere Aggression, z.B. in Form von stärkerem Jagdtrieb, Rudeltrieb etc. aufbringen als andere. Aber dennoch bleibt es dabei: das Umfeld macht aus einem Hund einen gefährlichen Hund. Punkt.

Die Hunde in meinem Umfeld, von meinen Zwei angefangen, über ihre 8 besten Kumpel, hin zu den ca. 25 guten Freunden… da sind alle Rassen und Größen vertreten und dennoch verstehen sie sich glänzend. Weil es ein gutes soziales Umfeld gibt, sie alle Menschen als Rudelführer haben, die gut zu ihnen sind. Und dennoch würde ich auch da kein kleines Kind in die Mitte setzen. Denn wenn nur einer anfängt rumzustänkern, könnten die anderen trotzdem mitmachen. Und das gilt auch für Französische Bulldoggen: einer alleine ist nicht das Problem, in der Gruppe sieht das schon anders aus. Vier Franz. Bulldoggen bringen einen zwar nicht um, aber den Grund zum Einschläfern liefern sie auch.

Und da sind wir wieder an dem Punkt von Herrn Rheker: warum die Hunde gleich einschläfern? Nun, klar könnte die Forensik mit lebenden Hunden mehr anfangen und die eigentlichen Ursachen erkunden. Hundepsychologen könnten ergründen, ob es das Umfeld oder die Genetik war, dem man die Schuld zuweisen kann. Aber das will ja keiner. Dem Hund würde ja niemand mehr trauen und dann werden sie lieber umgebracht als sich mit ihnen zu beschäftigen. Auch das ist halt echt menschlich…

by Christian at May 23, 2010 03:02 PM

May 21, 2010

Sebastian Suchanek

Telefonterror

Ich weiß nicht, wie ich’s geschafft habe, aber irgendwie scheint meine private Telefonnummer unter den penetrantesten Telefon-Spammern zu kursieren. Alleine in dieser Woche hatte 6–18(!) Anrufe bzw. Anrufversuche pro Tag(!). Den Vogel abgeschossen hat allerdings der Anruf gerade eben: Eine Telefoncenter-Tante meldete sich unter der Nummer 03036396202 als „Verbraucherschutzzentrale Berlin“ (sic!)1 und faselte etwas von europaweitem Schutz vor unerwünschten Werbeanrufen. Die Sache kam mir gleich suspekt vor, so daß das Gespräch zügig abwürgte. Eine kurze Google-Suche gab mir dann auch recht.

Die Masche finde ich schon mehr als dreist – ich würde mich auch gar nicht wundern, wenn dieses Gesocks mit den anderen Telefonterroristen unter einer Decke stecken würde. Es wird höchste Zeit für Cold-Call-Teergrubing!


1 oder sollte man das besser „sick“ schreiben?

by Sebastian at May 21, 2010 04:50 PM

May 19, 2010

Alexander Mayer

Überführung im Regen

Meine Güte, war das ein Mistwetter, fast wie auf unserer Twitaly Tour. Gut, wenn man Optimist ist, so kann man den Schnürsenkeln, die auf einen herunterprasseln wenigstens die positive Eigenschaft einer adäquaten Testumgebung für die neue Regenausrüstung abgewinnen.

Ich habe das vergangene Wochenende um einen Tag verlängert und es dazu genutzt die GS1000 meines Onkels zu ihm nach Österreich zu fahren.

Die Maschine stand elf Jahre teilzerlegt in einer kleinen Halle. Da hieß es erst einmal Weidmannsheil und auf zur Teilejagd. Überall kamen Schrauben, Hülsen oder Federn zum Vorschein. Es hat eben jeder sein ganz persönliches Ablagesystem. Das gleiche Baujahr wie meine kleine GS400 und das Baukastensystem von Suzuki machten es mir letztendlich aber leicht, die richtigen Teile herauszupicken. Weidmannsdank!

Nachdem die Gabel wieder zusammen- und das Vorderrad eingebaut war, wurde der Vierender auf den Anhänger verladen und in die heimische Garage verfrachtet.

Der rein mechanische Zusammenbau war wirklich schnell erledigt. Zylinderkopf drauf, ein Paar Nockenwellen reingestopft, Auspuff dran, Öl und Vorspannhülsen in die Gabel, schon sah das Ganze fast wieder aus wie ein Motorrad. Die mittlerweile doch schon etwas harten Ansaugstutzengummis hielten mich etwas auf, aber nach einer Kurpackung WD40 und einer dreiviertel Stunde Heißluftwellness gaben die Burschen schließlich doch auf.

Aber die Elektrik… Das rechte Blinkerpaar blinkte einwandfrei, das linke nur sehr langsam und schwach. Bei einem Druck auf den Anlasserknopf blieb der Vierzylinder stumm und Strom gab es nur, wenn der Killschalter auf “Off” stand.

Ich habe die Fehlersuche damit begonnen, den Schaltplan zu studieren und alle Steckverbindungen auf ihre Richtigkeit und Korrosion zu überprüfen. Das sah alles soweit gut aus.

Ein Kabel vom Pluspol der Batterie direkt auf den Anschluss des Anlassers gehalten entlockte Selbigem auch zugleich ein gesundes Surren. Wir hatten also Masse auf dem Rahmen und dem Motorgehäuse.

Auch ein festgebackenes oder defektes Anlasserrelais konnte ich nach dem Zerlegen und dem Test direkt an der Batterie ausschließen.

Anlasser- und Blinkerrelais sitzen zusammen mit dem Gleichrichter, Laderegler und den Sicherungen auf einer gemeinsamen Halteplatte, welche gummigedämpft im Rahmendreieck festgeschraubt ist. Letztendlich war für die ganzen absurden Symptome eine schlechte Masseverbindung dieser Platte verantwortlich, was mit einem einfachen Kabel zwischen dieser Platte und dem Minuspol der Batterie erledigt war. Noch den Tank, die Seitendeckel und die Zierleisten der Sitzbank montiert, Zündung eingestellt und das war’s. (Die Vergaser waren noch ganz brauchbar eingestellt.)

Am Samstag ging es dann in aller Herrgottsfrühe los Richtung Österreich. Ich war vielleicht eine Stunde unterwegs und rollte so meines Weges, als der Suzi beim Überholen plötzlich die Puste ausging. Fuck, was ist das denn jetzt? Als ich auf den Standstreifen rollte gingen mir die verschiedensten potenziellen Fehlerquellen durch den Kopf. Aber langsam. Erstmal das Einfachste prüfen: Ist noch genug Sprit im Tank? – Nö… Ups! Die alte Dame ist ein ganz schöner Schluckspecht. Aber alles kein Problem, schließlich hatte ich mein ganz persönliches Supportfahrzeug mit dabei. Mein Vater ist kurzfristig mitgekommen und hatte Werkzeug, Motoröl und einen Kanister Sprit im Auto. Flugs die zehn Liter umgefüllt und weiter ging’s.

Nach zehn bis zwanzig Kilometern legte ich dann den zweiten ungeplanten Stopp ein, da ein Vogel bei 150 Sachen versuchte mich vom Motorrad zu reissen. Dieses größenwahnsinnige Unterfangen überlebte der kleine Kerl leider nicht und fiel beim Abstellen der Maschine tot vom Motorblock. Ihn einfach da auf dem ollen Parkplatz liegen zu lassen fand ich nicht sonderlich pietätvoll und so fand der kleine Kamikazepilot seine letzte Ruhe unter einem Kastanienbaum an der Autobahnraststätte Steigerwald Süd.

Die restliche Fahrt verlief aber ohne weitere Zwischenfälle und ich blieb sogar bis Rosenheim vom Regen verschont. Ab dort musste ich allerdings doch auf meinen neuen Regenkombi und die neuen Gamaschen zurückgreifen. Das wasserdichte Duo hat mich dann auch komplett trocken nach Österreich gebracht. Ich musste nicht ein einziges Mal anhalten um die Schuhe auszuleeren. Tolle Sache!

Am Samstag war dann ein Supermotorennen angesagt. Bei angenehmen 4° Celsius und Regen standen wir hinter der Bande während die Wahnsinnigen mit ihren laut bollernden Einzylindern über die ehemalige Bahnanlage im Gewerbegebiet Högmoos Ost in Taxenbach pflügten. Das war schon ein echt beeindruckendes Spektakel, wenn die Jungs und Mädels im Drift um die Kurve geprügelt kommen um anschließend die Maschinen mit einem Powerwheelie auf die Gerade zu zirkeln.

Lustig waren auch die Nachwuchsklassen mit 65 und 85 Kubikzentimetern. Während einige es sehr, sehr bedächtlich angehen ließen, haben andere es wirklich krachen lassen.

Es gab auch einige Stürze, welche zum Glück fast alle glimpflich verliefen. Lediglich einer der Nachwuchsfahrer, ein Deutscher, stürzte nach dem Sprunghügel und blieb regungslos liegen. Der Notarzt war schnell zur Stelle und der Lauf wurde abgebrochen. Von unserer Position aus konnten wir die Lautsprecherdurchsagen nicht hören. Hoffentlich ist ihm nichts all zu Schlimmes passiert.

Nach dem Lauf der Open Klasse hat uns die Kälte schließlich doch noch vertrieben. Und nach einer leckeren und riesigen Portion Spare Ribs zum Abendessen ging es am Montag ohne Motorrad wieder nach Hause.

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by Alexander at May 19, 2010 10:15 PM

May 08, 2010

Christian Sahm

Frische Töne

Manch Leser mag sich noch daran erinnern können, der Autor war mal schwer musikalisch unterwegs. Das ist zwar jetzt fast 15 Jahre her, aber irgendwas blieb hängen.

Und wenn es nur das musikalische Anspruchsdenken ist, dass die Jahre überdauerte. Demnach ist die Auswahl meiner Musik schon etwas angestaubt, denn das, was heutzutage als Musik verkauft wird, entspricht allem, aber nicht dem, was ich darunter verstehe. Umso schöner, dass ab und an doch noch was auf den Markt kommt und auch wirklich kaufenswert ist. Selten genug. Die guten alten Sachen hat man weitestgehend, die neuen Sachen sind sehr rar.

Aber nach Chickenfoot und Wolfmother hat sich dieses Jahr das ein oder andere gefunden, das nicht brandneu ist, aber doch so neu, dass es hierzulande kaum jemand kennt.

Karima Francis ist der Name der Frau, die ein wenig nach Tracy Chapman klingt und ein wenig wie Bob Dylan aussieht. Ihr Album “The Author” ist einfach durchgehend exzellent und in jedem Ton und in jeder Silbe spürt man das Herzblut mit dem sie ihre Musik macht. An sich schon selten genug. Unbedingt reinhören.

Mumford & Sons sind ebenfalls recht neu und haben im letzten Jahr mit ihrem Album “Sigh no more” die Rock-Folk-Szene schwer in Wallung gebracht. Überraschend, frisch, must-listen.

Und im Übrigen, wer regelmäßig neue und teils geniale Bands hören bzw. sehen will, der sollte sich jeden Donnerstag gegen 23:30 Uhr nichts vornehmen und auf ARTE Manu Katché und seine Jamsession verfolgen. Der Mann weiß halt, was gut ist. Nicht umsonst war und ist er mein Schlagzeug-Hero. Und das eben nicht nur, weil mit Peter Gabriel gespielt hat…

by Christian at May 08, 2010 12:29 PM

May 06, 2010

Alexander Mayer

Odenwaldbollern 04.10

Wie der ein oder andere mit Sicherheit mitbekommen hat, hat Honda zur diesjährigen Präsentation der neuen Modellpalette nicht nur die Zweiradpresse eingeladen, sondern erstmals auch Blogger. Mit von Partie waren unter anderem Jochen, Dennis und Marc. Jochen und Dennis hatten leider keine Zeit, aber Marc konnte einen Tag mehr einplanen und, wo er schonmal in unserer Gegend ist, Patricks Einladung zum ersten Odenwaldbollern diesen Jahres folgen.

Der Freitag ging gut los. Ich wollte gerade meine Sachen zusammenpacken, als plötzlich mein Telefon klingelte. Der Sattler war dran und sagte mir, dass meine Sitzbank fertig sei. Geil! Aber er war nur noch eine dreiviertel Stunde da. Das passte überhaupt nicht in meinen Zeitplan, aber ich musste die Sitzbank unbedingt haben. Also: Geld geholt, Sattler bezahlt und gefreut wie Bolle über die stylische Sitzbank.

Um halb Elf bin ich dann endlich in der Handwaschpastenranch eingetrudelt. Die Stimmung war bombig und im Hof bruzzelte schon das Fleisch auf dem Grill. Ich lud erst einmal den ganzen Ballast ab, denn ich war bepackt wie ein Lastenesel: Eine Giuliari Sitzbank für Boris neue SR, etliche DVDs, Bücher und Gin Tonic. Nach einigen Slotcar Runden, einem Test von Marcs Motorola Milestone (was mich im Übrigen sehr begeistert hat) und vielen unterhaltsamen Benzingesprächen war es auch schon Zeit für die Koje.

Der Samstag startete mit strahlendem Sonnenschein. Ich war eine ganze Ecke vor den anderen wach und um nicht einfach nur doof rumzuhocken bin ich mit Boris zum Fußballspiel seines Junios gefahren. Eigentlich kann ich Fußball nichts abgewinnen, aber die Stöpsel auf dem Spielfeld waren schon lustig. :)

Zurück im Stützpunkt waren auch die anderen, wenn auch etwas zerknittert, wach und wir frühstückten erst einmal. Danach wurde aber nicht lange gefackelt und wir brummten los. Patrick hat ein paar richtig nette Strecken rausgesucht und nach einer anständig Portion fettiger Pommes mit Majo zu Mittag passte auch mein Fahrstil wieder.

Nach etlichen tollen Gurken Kurven sind wir wieder in der Handwaschpastenranch eingetroffen und haben uns bei immernoch bestem Wetter um den Grill geschart. Der Abend bekam mit den Drachmen und einigen Ouzos einen leicht griechischen Touch und als eine angemessen bedächtliche Stimmung herrschte wurden die beiden Werkstattjacken von Patrick und Boris feierlich eingeäschert.

Das Sonntagsprogramm (ja, es war ein geschäftiges Wochenende) sah einen Besuch der British Bike Show in Obernau vor. Wir fuhren noch schnell an die Tankstelle, die Moppeds befüllen und Marc machte sich auf den Heimweg.

Zur Bike Show ansich gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Die “Ausstellung” auf dem Parkplatz war fast interessanter als die in der Halle, der Eintritt war, für das gebotene Programm, ein wenig zu hoch, dafür war das Essen gut und die Preise fair.

Ich bin irgendwann Sonntag Nachmittag nach Hause gekommen und war schlagkaputt.

Die Beiträge der Anderen:

ODWBollern - 01 ODWBollern - 02 ODWBollern - 03 ODWBollern - 04 ODWBollern - 05 ODWBollern - 06 ODWBollern - 07 ODWBollern - 08 ODWBollern - 09 ODWBollern - 10 ODWBollern - 11 ODWBollern - 12 ODWBollern - 13 ODWBollern - 14 ODWBollern - 15 ODWBollern - 16 ODWBollern - 17 ODWBollern - 18 ODWBollern - 19 ODWBollern - 20 ODWBollern - 21 ODWBollern - 22 ODWBollern - 23 ODWBollern - 24 ODWBollern - 25 ODWBollern - 26 ODWBollern - 27 ODWBollern - 28 ODWBollern - 29 ODWBollern - 30 ODWBollern - 31 ODWBollern - 32 ODWBollern - 33

by Alexander at May 06, 2010 01:10 AM

April 29, 2010

Christian Sahm

Bleau-Nachlese

Seit gestern habe ich die entwickelten Bleau-Filme wieder und da ich heute zugunsten der Gartenpflege das Klettern ausfallen lassen musste, konnte ich danach auch endlich mit dem Scannen anfangen.

Ich hätte lieber die Alternative Klettern gewählt, aber da es ab morgen regnen soll, musste ich die Gunst der Schönwetterphase nutzen und den Rasen mähen. Nach drei Tagen Regen hätte nächste Woche sonst wahrscheinlich selbst die Motorsense nicht mehr geholfen und es hätte eine Brandrodung werden müssen.

Bleau 2010

Aber so blieb auch Zeit um Bilder zu sichten und zu scannen. Und leider braucht analoges Filmmaterial auch reichlich Zeit um gescannt zu werden… irgendwas muss halt immer sein.

Bleau 2010

Ich muss auch sagen, dass die Bilder mich nicht vom Hocker reißen. Klar, ich hatte mit Absicht alles Digitale daheim gelassen und war “nur” mit der Minolta X-700, der Diana, einem Actionsampler und der Praktisix nach Bleau gestartet, aber es liegt auch weniger an der Qualität der Bilder als vielmehr an den Inhalten: ich war eindeutig zum Bouldern in Bleau. Nicht zum Fotografieren.

Bleau 2010

Nichts desto trotz, für ein paar nette Erinnerungen reicht es doch.

Bleau 2010

Bleau 2010

Sobald ich noch etwas mehr Zeit habe, kommt auch noch der Rest… bis dahin ein wachsames Auge hierauf werfen.

Bleau 2010

by Christian at April 29, 2010 10:34 PM

April 21, 2010

Christian Sahm

Bleau-Nachwehen

Ich bin noch nicht eine Woche zurück aus Bleau (und noch 26 Wochen von Bleau entfernt), aber manche Erinnerung kann auch wirklich nerven…

Bleau zeichnet sich nicht nur die schiere Menge an bestem Fels aus. Nicht nur  die homogenen, teils auch surrealen, Formen. Nicht nur die perfekte Reibung (bei passender Witterung). Nicht nur die vielen klassischen Probleme. Die akutesten und nervensten Erscheinungen die Bleau ausmachen sind Pressarme und offene Finger.

Pressarme sind eine Überbelastung der Sehnen im Ellbogenbereich. Durch die Belastungsspitzen in den Übergängen der weichen Sehnen in den harten Knochen entsteht ein temporär andauernder Schmerz, der sich vom Ellbogen bis auf den ganzen Arm ausdehnen kann. Neben dem schlagartigen Einsetzen des Schmerzes kann auch die Intensität des Schmerzes sehr indivduell und höchst unangenehm sein. Zudem folgt dem schnellen Schmerz eine lange Phase von Kraftlosigkeit. Pressarme treten weniger beim Klettern, sondern eigentlich nur beim Bouldern auf. Und auch dabei nur bei bestimmten Bewegungsabläufen bzw. Haltepositionen. Meistens im Zusammenhang mit Slopern (flachen Griffen, bei denen ausschließlich die durch das Handaufpressen erzeugte Reibung genutzt werden kann). Offene Finger gehen da sehr schnell mit einher.

Der offene Finger bezeichnet das Verlieren bzw. Abreiben der oberen Hautschichten, vornehmlich an den ersten Fingergliedern bzw. den Fingerkuppen. Hauptverantwortlich, neben der an sich schon guten Reibung des Bleau’schen Sandsteins, sind zwei spezielle Griffvarianten, die in Bleau hauptsächlich auftreten: Sloper und kleine, scharfe Leisten. Bei den Leisten meine ich die Größenordnung klein bis micro, also 10 bis 2 mm. Manche Leiste entstand dabei durch Schichtung des Sandsteins oder gar durch die Verquarzung einer dieser Schichten. Die daraus resultierenden Übergänge sind häufig genutzte Leisten, die zu ihrer unterschiedlichen Stärke mehrfach einen sehr geringen Kantenradius mitbringen und dadurch messerscharf werden. Abrutschen an solch einer Leiste resultiert zumindest in dem Aufschneiden einer oder mehrer Hautschichten. Sloper reiben die Haut einfach nach und nach ab. Das Resultat ist ähnlich: der Finger schimmert bestenfalls fleischig rosa, im schlimmeren Falls blutet man schon aus den Fingerkuppen. Der offene Finger jedoch zieht noch unangenehme Folgen nach sich: die Bildung von Hornhaut.

An sich gerne gesehen vom kletternden Volk, ich kann es gerade kaum leiden. Ich vertippe mich ständig, weil das Gefühl in den Fingerkuppen stark zurückgeht, die Finger fühlen sich wie Plastik an… nervig. Aber die einzige Gegenmaßnahme kommt mir sehr gelegen: mehr bouldern… ;-)

by Christian at April 21, 2010 10:34 PM

Ende einer Ära

Heute musste ich der aktuellen W&V entnehmen, dass die Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby Insolvenz angemeldet hat. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die noch überlebe…

Wem das nicht viel sagt, S&J sind, pardon, waren eine der größten und besten Agenturen in Deutschland. Über viele Jahre, sogar Jahrzehnte, war S&J immer unter den Top5-Agenturen und erhielten Preise über Preise für ihre Kampagnen. Etliche ADC-Awards, drei Goldene Löwen in Cannes. Die Kundenliste liest sich wie das Who-is-who der Gross-Billings-Liste: Reemtsma, Bacardi, Castrol, Panasonic, Mercedes-Benz, Deutsche Telekom und Lufthansa.

Aber, da sieht man mal wieder: wer hoch hinauf kommt, kann auch tief fallen.

Der Abgesang auf S&J trällerte schon länger in den Ohren, doch dass es wirklich ein so bitteres Ende durch Insolvenz geben würde… naja, ich hätte nicht darauf gewettet. Aber die besten Zeiten liegen halt, trotz der 30-jährigen Geschichte, schon 10 Jahre zurück. Und eine ständige Erweiterung in alle Herren Länder, sowie die Einrichtung vieler Tochterfirmen, waren halt im Gesamtkonstrukt die schwächelnden Werbebudgets und sinkender Gross Income Schuld, dass ein Saurier der Werbung  stirbt.

Es ist nicht immer von Vorteil Großsäuger zu sein. Manchmal lebt eine Maus länger als der Saurier. Und manche leben schon 35 Jahre…

by Christian at April 21, 2010 10:08 PM

Sebastian Suchanek

Fotografie als Leistungssport

Während Christian letzte Woche zum Kletten in Frankreich war, habe ich mich diese Woche auf andere Weise sportlich betätigt – durch (Halb-)Marathon-Laufen und einarmiges Gewichtestemmen. ;)

Fotografieren auf der Bauma

Fotografieren auf der Bauma

Das geschah dergestalt, daß in dieser Woche in München wieder die Bauma stattfindet, die weltgrößte Baumaschinenmesse. Klar, daß ich dort – wie auch schon in den Jahren 2001, 2004 und 2007 – hin mußte. Traditionell mache ich das am Eröffnungsmontag und seit 2007 auch dienstags, weil es sonst nicht mehr möglich ist, sich alles anzuschauen.

Neben knapp 2500 Fotos bin ich aber auch um einige Erfahrungen und Erkenntnisse reicher wieder nach Hause gekommen:

  1. Fotografisch gesehen kann man Standard- oder gar Telezooms eigentlich direkt vergessen, entsprechend war auch das 17-40mm praktisch permanent auf der Kamera. (Und die Handvoll Bilder, die nicht damit entstanden sind, wären entweder notfalls verzichtbar gewesen oder man hätte sie eventuell auch anderweitig hinbekommen können.
    Das ist im übrigen nicht nur der schieren Größe der Exponante geschuldet, sondern auch der Tatsache, daß man gar nicht so nah an die Exponate rangehen kann, als daß irgendeine Doofnase nicht noch die Möglichkeit fände, sich zwischen Fotograf und Objekt der Fotobegierde zu mogeln und dann dort vorzugsweise auch noch wie angewurzelt stehen zu bleiben. Das bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt:
  2. Für die nächste Bauma 2013 werde ich wohl einen Preis für eben jene besonders lästigen Messebesucher vergeben. Ich dachte dabei so an ein bis zwei Pfund Eisenschrott, zu überreichen durch gezieltes An-den-Kopf-werfen. ;) Und damit ich nicht dutzende Exemplare dieses Preises mit mir herumschleppen muß, werde ich es als Wanderpokal ausloben.
  3. Apropos „Schleppen“, das ist auch so ein Problem: Meine aktuelle Fotoausrüstung trage ich derzeit in einer von Christian „geerbten“ Schultertasche Tamrac Pro 8 herum. Grundsätzlich ist das eine feine Sache und ich schätze die Möglichkeit, zum Objektivwechseln usw. schnell an alles heranzukommen. (Im Gegensatz zum Fotorucksack, in dem ich meine alte Analogausrüstung trug und trage.) Allerdings drückt die volle Tasche, wenn man sie 10+ Stunden am Tag herumträgt, doch gewaltig auf die Schulter – und ein ebenfalls zu tragender Rucksack für Tagesproviant und dergleichen macht die Sache nicht besser.
    Das Ergebnis waren heftige Schulterschmerzen an beiden Abenden, weswegen ich mir ernsthaft Gedanken über alternative Tragesysteme mache. Vielleicht ein Thinktank Rotation360? Wirkt auf mich etwas klein, insbesondere das „Rotationsfach“. Oder ein LowePro Street & Field Koppeltragesystem? Da scheint man keine Rucksacktasche anbringen zu können und außerdem sähe damit wohl aus, als ob ich vom SEK käme. ;)
  4. Außerdem mußte ich feststellen, daß man sich auch mit eigentlich gut eingelaufenen, bequemen Schuhen massive Blasen an den Füßen holen kann. Möglicherweise liegt das aber auch daran, daß mein GPS-Datenlogger der Meinung ist, daß in den beiden Tagen auf der Messe zusammen etwa 55 bis 60 km zurückgelegt habe.
  5. Und dennoch waren die zwei Tage eigentlich zu kurz, ich konnte mir längst nicht alles ansehen. (Und der steigende Zeitdruck setzte auch meiner Geduld, auf freie „Schußlinien“ – siehe Punkt 1 – zu warten, enge Grenzen.) Obwohl sich die Messe gegenüber 2007 nicht nennenswert vergrößert hatte, frage ich mich gerade ernsthaft, wie es damals geschafft habe, mir in zwei Tagen alles anzusehen. (Und mit meiner damaligen Canon G1 mit gerade mal 34–102 mm kleinbildäquivalenter Brennweite brauchbare Bilder zu produzieren…)
    Also werden es 2013 wohl drei oder gar vier Tage werden müssen.

Nun aber genug gejammert, denn das würde dem Spaß, dem die ganze Sache mal wieder gemacht hat, beileibe nicht gerecht. :D Und sogar die Bahn, der ich angesichts des montags und dienstags noch akuten des Aschewolken-Flugverbots geschuldeten Reisechaos jede Schlechtigkeit zugetraut hätte, hat einwandfrei mitgespielt und mir die problemose und komfortable ICE-An- und Abreise nach München ermöglicht. :)

by Sebastian at April 21, 2010 07:36 PM

Alexander Mayer

Wheelie Content of the Week #10

Geschafft! Zehn Wochen sind seit dem ersten Wheelie Content of the Week vergangen und übermorgen geht es für unsere ilustre kleine Truppe endlich ab nach Weeze zum Einradfahren. Die ganze Geschichte wird mit Sicherheit ein Riesenspaß, aber vermutlich auch ziemlich anstrengend. Deshalb hat uns Marc im Anschluß an unseren Exkurs im Stuntfahren zum Grillen eingeladen.

Und was gehört zum Grillen, wie die Balance zum Fahren auf dem Hinterrad?

Richtig! Ein kühles und erfrischendes Wheelie Bräu! :)

by Alexander at April 21, 2010 08:58 AM

April 20, 2010

Christian Sahm

Après Bleau, c’est avant Bleau

Nun, ich bin zurück. Leider. Schön war es in Bleau. Zu schön, um sich wieder in die alltägliche Mühle zurück zu begeben. Aber nach Bleau ist ja zum Glück auch vor Bleau.

Ich will hier keine Details über pressige Sloper loswerden. Die, die es interessieren würde, waren sowieso dabei, und den Rest der werten Leserschaft dürfte solche Sandstein-Intima reichlich langweilen.

Aber so viel sei gesagt: das Wetter war sehr gut. Ein Tag ein wenig Regen, zwei Tagen fast schon zu warm, ansonsten eine nette Mischung aus Sonne, Wolken, Wind und idealen 12-15°C. Unsere Gîte war einfach, zweckmäßig, ideal. Gut, die Tapeten hatten schon zu ihren Schöpfungszeiten in den Spätfünfzigern keine Designpreise gewonnen, aber wenn mann abends mit Pressarmen und Mörderhunger nur der Nahrungs- und Alkoholaufnahme entgegenfieberte, dann waren Nebensächlichkeiten, wie die Wohnlichkeit des häuslichen Ambientes wirklich etrem nachrangig.

Ich habe auch ein paar Bilder gemacht, allesamt analog und demnach auch noch nicht verfügbar (da muss erst noch entwickelt und gescannt werden), aber wenn es so weit ist, werde ich sie hier publik machen.

Aber zurück zu des Pudels Kern. Schade, Bleau ist rum – juchu, in 6 Monaten geht es wieder nach Bleau. Und auch wenn jetzt die 6 Monate noch ewig erscheinen… mit Hungern und Trainieren (und unglaublich viel Arbeit und Kopfkino) wird die Zeit schon zügig rumgehen. Und dann sind wir wieder dort und können uns von nahezu scheintoten Bleausards sagen lassen, wie man den einen oder anderen Sandsteinbrocken richtig bezwingt…

by Christian at April 20, 2010 08:17 PM

April 14, 2010

Alexander Mayer

Wheelie Content of the Week #9

Für die Kritiker.

Idee von Moritz. (Hier das animierte Original.)

by Alexander at April 14, 2010 09:44 AM

April 09, 2010

Christian Sahm

Ich bin dann mal weg

Nach einem halben Jahr sieht mich Fontainebleau wieder. Diesmal nicht nur vier Tage sondern eine ganze Woche… demnach: ich bin dann mal weg :-)

by Christian at April 09, 2010 09:16 PM

April 07, 2010

Alexander Mayer

April 03, 2010

Christian Sahm

Lomo sofort

Für die letzte Ausgabe der sechs3workstyle hatte ich ja bereits mit meinen Lomo-Kameras gespielt und folgerichtig darüber einen Artikel geschrieben.

Aufgrund dessen erhält die Geschichte “Lomo” nun das nächste Kapitel. Ich hatte den Artikel der Lomographischen Gesellschaft in Wien zukommen lassen. Und da man sich dort erfreut über den Artikel fühlte, hat man mir eine Lomo LC-A mit InstantBack+ zum Testen zukommen lassen.

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Diese darf ich jetzt gut 10 Tage behalten und auf Herz und Nieren testen.

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Womit ich natürlich auch bei schlechtem Wetter und trotz fehlenden Motiven sofort begonnen habe.

Das Ganze besteht aus einer Lomo LC-A+, dem verbesserten Nachbau der russischen Lomo LC-A. Über Jahre war diese eine Ikone in der Bestückung des russischen Volkes mit Vokskameras. Sie besteht zu größten Teilen aus Plastik, hat aber mit der Minitar 32/2.8 eine schon legendäre Linse verbaut. Mit leichtem Weitwinkel und der stark auf Sättigung und Kontrast getrimmten Linse und der starken Vignettierung, kommen bei Photographieren mit der Lomo immer extreme Bilder heraus.

LCA_Instant1

Naja, zumindest wenn man passende Motive findet. Das passiert mir als altem Bürohocker nicht so einfach, aber man nimmt, was man bekommt.

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Die Lomo ist eigentlich die perfekte Unterwegskamera. Zumindest ohne InstantBack. Denn dieses trägt schon mächtig auf. Aber selbst damit konnte ich sie immer noch in der Jackentasche mitnehmen. Ohne InstantBack jedoch ist sie wirklich ideal. Klein, leicht, perfekt. Ausserdem kann sie unterwegs und unter freiem Himmel wirklich aufs Beste ihre Vorzüge ausspielen.

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Blauer Himmer und satte Farben, das kann die Lomo nur noch toppen.

Aber bei aller Grundbegeisterung für die Lomo… erst das InstantBack+ macht das Ganze zum echten Genuss. Denn nun muss man nicht erst bis zur Entwicklung des Kleinbildfilms warten, sondern kann sich bereits nach zwei Minuten über das Ergebnis freuen. Möglich machen es die Fujifilm Instax Mini, die nach dem Polaroidprinzip funktionieren und sich in Kürze selbst entwickeln. Da die Lomo an sich ja ein Vollautomat ist und sie Blende (2.8 bis 16) wie auch Belichtungszeit (1/500s bis unendlich) selbst bestimmt, kann man nur noch die passende ISO und den Fokus (per Zonenfokus in vier Stufen 0.8m, 1.5m, 3m, unendlich) selbst einstellen. Das auch beim InstantBack+, bei dem man bei einem Richtwert der Instax Mini von ISO 200, mittels ISO-Einstellung das Bild leicht unter- und überbelichten kann.

LCA-Instant13

Insgesamt gibt es für das Bundle Lomo LC-A+ und InstantBack+ nur eine Aussage: endgeil, aber… leider scheißeteuer. Nicht nur der Bundle-Preis von 300,- € trübt die Euphorie, nein, auch die laufenden Betriebskosten, v.a. die des InstantBacks, lassen gar trübe Gedanken vom vorzeitigen Ruins aufziehen. Ein Instax Mini – Film mit 10 Bilder kostet stolze 10,- €. Leicht zu kalkulieren zwar, aber 1,- Euro pro Bild, kann bei ausgelassenem Instant-Knipsen schon schwer ins Geld gehen. Zumal der Suchtfaktor stark gegeben ist.

LCA-Instant12

Deshalb wird es mir Anfang kommender Woche schwerfallen, die Lomo wieder nach Wien zurückzuschicken. Denn leider wird es für mich so schnell keine Lomo geben. Vor allem, weil ich es bei meinem anstehenden Bleau-Besuch jetzt gerade hätte schaffen können, ein paar tolle Bilder damit zu machen… und nicht zum 20. Mal das Pompejanum als Motiv herhalten muss.

instantback_front_1

by Christian at April 03, 2010 05:57 PM

March 31, 2010

Alexander Mayer

Blubb, Blubb, Bubble Visor

Sie haben Post!

Blubb, Blubb.

Ich glaube ich muss mich bald mal bei den Nachbarn für die ganzen Pakete, die sie schon für mich entgegengenommen haben, erkenntlich zeigen.

Heute war es mal wieder soweit. Im Paket befand sich das unglaublich stylische und zeitgenössisch authentische 70er Jahre Bubble Visor für meinen Bandit Helm.

Blick durch das Visier

Jetzt muss ich nichtmehr im Regen mit einer Hand vor dem Gesicht fahren.

Sehr praktisch! :)

Nachtrag:

Lange hatte ich ja nicht gerade Freude an meinem Goldfischglas.

Nachdem es ein paar Tage rumgelegen hatte, machte ich mich am Ostermontag auf eine kleine Testrunde über die mir sonst so verhasste Autobahn zu drehen.

Die Qualität des Visiers war eigentlich ganz ordentlich, allerdings schienen mir die Druckknöpfe doch ein wenig kraftlos zu sein.

Tja, und das waren sie wohl auch. Beim Umschauen, als ich die Ausfahrt nehmen wollte, machte es “schwupp” und ich konnte (nachdem es mir noch einen Schlag auf die Nase gegeben hatte) nur noch zuschauen, wie es hinter mir davonsegelte…

by Alexander at March 31, 2010 04:38 PM

Wheelie Content of the Week #7

Die Wheelie Brezel. :)

Nachtrag: Ha! Ohne es gewusst zu haben, habe ich hier einen Volltreffer gelandet! Danke an Flo für den Hinweis! :)

Österreichisch: a Brezn reissn
Deutsch: stürzen

Idee von Felix.

by Alexander at March 31, 2010 08:25 AM

March 28, 2010

Sebastian Suchanek

Abgesoffen

Ja, ich gebe es zu, ich bin dieses Jahr ziemlich spät dran, was das Abhängen der Außenweihnachtsbeleuchtung angeht. Aber muß man mir das gleich so deutlich sagen? ;) Ja, das ist Wasser in der Glühlampe.

Abgesoffen

Abgesoffen

Inzwischen sind die Lichterketten aber wirklich abgehängt und die abgesoffene Glühlampe ist bereits ausgetauscht. :)

by Sebastian at March 28, 2010 08:54 PM

Alexander Mayer

March 25, 2010

Alexander Mayer

March 23, 2010

Christian Sahm

Auf die Socken

Gestern Abend war ich, recht untypisch für Montag Abend, im Blockwerk, um die neuen Klettersocken anzutesten. Und war reichlich begeistert.

Zunächst war ich überrascht, dass an einem normalen Montag Abend doch einiges im Blockwerk los war. Immerhin noch 50 Leute waren bouldernd unterwegs. Das ist nicht so, dass deshalb die Halle voll gewesen wäre, ist aber besser besucht als erwartet. Das lässt die theoretischen, betriebswirtschaftlichen Betrachtungen über den Betrieb einer Boulderhalle in gänzlich anderem Licht dastehen. Denn plötzlich scheint sich das doch rechenbar zu machen… egal.

Blockwerk

Weitaus begeisternder war die Performance der Jet7. Diese Kletterschlappen sind der Hammer. Okay, sie sind (noch und das hoffentlich noch lange) saueng und die Füsse freuen sich, sobald sie aus den Schlappen entlassen werden, aber dafür sitzen sie halt wie ein paar Socken (nur etwas schmerzhafter).

Zunächst muss man sich beim Wechsel von Anasazi auf Jet7 schon ziemlich umstellen. Denn die asymmetrische Form mit dem starken Downturn lässt das erste Antreten zu echten Überraschung werden: man steht nicht mehr mit dem Vorderfuss sondern eher ausschließlich mit dem großen Zeh. Die Spitze des Schuh kanalisiert sich auf dessen Position und damit wird ein Umdenken beim Antreten von Nöten… und ein wenig mehr Kraftaufwand in der Fußmuskulatur.

Aber wenn man sich dessen erstmal bewusst wird und dann entsprechend die Trittposition richtig wählt, dann steht der Fuß einwandfrei. Mit der endlich mal vernünftigen Fersenkonstruktion wird auch permanent ein gewisser Zug nach vorne aufgebaut, der das präzise Antreten unterstützt. Die Leistungsfähigkeiten im Pullen und hooken habe ich gestern nicht exzessiv getestet, aber die ersten Eindrücke können vermuten lassen, dass der Jet den Anasazi da ziemlich alt aussehen lässt… also doch ein Kauf, der mich definitiv begeistern kann.

Ähnlich begeistert war ich von meiner eigenen Performance. Etwas über zwei Stunden war ich im BW und habe in dieser Zeit die Quantität der Qualität vorgezogen. Demnach, und wenn ich mich nicht verzählt habe, war ich in 27 Bouldern unterwegs. An vier bin ich verzweifelt, die anderen hab ich gezogen. Die meisten bzw. fast alle davon im 1. Go. Zum Einen hab ich den kompletten orangenen Parcours gemacht und die Mehrheit des Roten. Dazu einige blaue und grüne Probleme. Und als Highlight Versuche in einer schwarzen Platte… However, es ist zumindest nicht selbstverständlich, dass man beim Bouldern echt ins Schwitzen gerät, aber das war gestern definitiv der Fall. Vielleicht eine gute Vorbereitung auf die Bleau’schen Parcours, die teilweise ja mit bis zu 40  Bouldern aufwarten… zumindest fühle ich mich heute morgen vergleichsweise gut. Keine großen Schmerzen, nur überall ein leichtes Ziehen. Dann kann es heute Abend ja nochmal ernst werden. Aber dieses Mal eher mit Qualität denn Quantität…

Blockwerk

by Christian at March 23, 2010 07:25 AM

March 22, 2010

Christian Sahm

Endlich neue Schlappen

Es ist schon etliche Jahre her, dass ich mir neue Kletterschuhe gekauft habe. Nachdem mir die aktuellen Fiveten Anasazi von Markus geschenkt wurden, dürfte der letzte Kauf aus dem Jahre 2005 sein. Aber dafür habe ich jetzt wieder zugeschlagen.

Heute, nicht mal mehr drei Wochen vor unserem Bleau-Trip, sind die neuen Socken eingetroffen:

1187_01

Die Wahl fiel dieses Mal wieder auf Fiveten, doch sollten es etwas spezialisiertere Schlappen sein (wenn auch die Anasazi wirklich in vielen Punkten gut sind). Und mit dem Jet7 hat nun ein ziemlich radikaler Schuh seinen Weg zu mir gefunden.

Dass der momentan bei kletterschuhe.de zum Schnäppchenpreis von 89,- € zu bekommen ist (statt 124,-), hat die Wahl noch begünstigt ;-)

Natürlich wären die zwei neueren Topmodelle (Project und Team) von 5.10 auch nicht schlecht gewesen, aber irgendwie hat mit der Jet7 gleich gefallen. Und umso begeisterter war ich heute Vormittag, als der DPD die Schuhe brachte und ich auch auf Anhieb die richtige Größe gefunden hatte (Jet7 jetzt in UK 9, die Anasazi Velcro habe ich in 9.5).

Ich werde heute Abend gleich die Probe aufs Exempel machen und die Schuhe ins Blockwerk entführen, um sie noch drei Stunden einzuklettern und anzutesten.

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Und auch wenn die Schuhe mit dem Downturn in der Sohle recht agressiv geschnitten sind, werden sie heute gleich mal beweisen müssen, ob man damit auch gemäßigte Tritte halbwegs erträglich angehen kann.

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Ich bin gespannt…

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by Christian at March 22, 2010 03:01 PM

March 20, 2010

Christian Sahm

Sandstürme und die Folgen

Sonntag vor drei Wochen war es ja deutschlandweit etwas windig. Was mich nicht davon abhalten konnte nach Mainz ins Blockwerk zu fahren. Aber dies sollte Folgen haben.

Inzwischen ist die Folge von der Versicherung begutachtet worden und als reichlich kostspielig eingestuft worden.

Was war passiert? Nun, da es auf der A3 hinter dem Frankfurter Flughafen in Richung Wiesbaden zu Behinderungen kam, bin ich anders gefahren und in Richung Rüsselsheim abgebogen, um von Süden nach Mainz zu kommen.

Bereits auf der A3 habe ich den einen oder anderen Baum neben der Autobahn abknicken sehen und auch die Seitenwinde waren nicht ignorierbar. Aber was solls. Nun, kurz vor Mainz auf Höhe einer Baustelle hats mich dann erwischt. Von schräg links vorne sah ich es auf mich zukommen: vom Wind aufgewirbelter Sand in einer Art mitteleuropäischem Sandsturm. Und der hat mich mit voller Wucht erwischt. Ziemlich heftig hat es auf die Frontpartie eingeprasselt. Aber wie oft passierts, dass es mal etwas auf die Scheibe schleudert… öfters. Gut, dass der vermeintliche Dreck sich mittels Scheibenwischer nicht entfernen ließ, machte mich schon etwas stutzig. In Mainz angekommen dann die Gewissheit. Der “Dreck” war nichts anderes als hunderte kleine Einschläge.

Unglaublich mit welcher Wucht der Sand auf die Scheibe aufgeschlagen sein muss, damit er millimetergroße Löcher aus dem Glas herausgeschlagen hat.

Und so war es nicht nur um die Scheibe bestellt… nein, der Lack sah nicht viel besser aus. Die Scheinwerfer, die Front, die Motorhaube. Auf der Fahrerseite der Kotflügel, die Tür, der Außenspiegel. Sogar den Dachansatz hat es erwischt.

Ziemlich viel für ein bisschen “Sandstrahlung”. Ergebnis: über 10.000€ Schaden, den die Versicherung nun begleichen darf. Manchmal lohnt sich Kasko halt wirklich. Und da lobe ich mir auch die 150€ Selbstbeteiligung…

Nun ist halt leider meine Karre für eine Woche in der Werkstatt und ich darf mich mit Leihwagen durch die Gegend schlagen… naja, shit happens.

by Christian at March 20, 2010 07:01 PM

March 17, 2010

Alexander Mayer

Wheelie Content of the Week #5

Die Wheelie Muffins. – Ja, selbst gemacht! :)

by Alexander at March 17, 2010 10:07 AM

March 14, 2010

Christian Sahm

Sonntag Blocktag

Heute gings, wie üblich, ins Blockwerk nach Mainz zum Bouldern. Bleau naht rasant. In vier Wochen sitzen wir schon in unserer Gîte in Noisy-sur-école. Deshalb heißt es jetzt nochmal Kraft aufbauen und Technik feilen… wir werden es brauchen.

Und ich muss sagen, heute gab es ein Novum: die Fingerhaut machte früher schlapp als die Fingerkraft. Das gabs ja noch nie…

Und naja, es läuft. Nicht überragend, aber es wird. Und ja, irgendwie hab ich Blut geleckt. Jetzt müssen echt nur noch die Pfunde runter. Je mehr desto gut. Potential für 20 kg hätte ich noch. Aber es geht gerade mal gar nichts runter… damn.

Aber spätestens nach Bleau dürfte die Motivation neue Höhen erreichen und vielleicht klappt es dann bis Bleau im Oktober noch mit der 7 am Anfang des Kampfgewichts.

Was aber vor Bleau noch her muss, sind ein paar neue Schlappen. Meine guten, alten 5.10 Anasazi werden immer weiter, gut mit frischen Sohlen taugen die immer noch viel weiter als ich sie nutzen kann, aber mit ein paar neuen Präzisionswaffen lässt sich vielleicht noch das eine oder andere Quentchen rauskitzeln. Meine Favoriten heißen derzeit 5.10 Jet7 oder die La Sportiva Solution. Ich werde wohl leider mal die große Rundreise durch die Kletterläden antreten, um die Schlappen mal größentechnisch auszutesten. We will see…

by Christian at March 14, 2010 08:09 PM

March 10, 2010

Alexander Mayer

Wheelie Content of the Week #2

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by Alexander at March 10, 2010 01:29 PM

Wheelie Content of the Week #1

Es war der 19. September, wir sind den ganzen Tag durch das Sauerland gebrummt und saßen nun alle zusammen in Marcs Garten um den Grill und ließen den Tag ausklingen. Wir wussten, dass das unsere letzte gemeinsame Tour für 2009 gewesen sein würde, so sponnen wir neue Ideen für 2010.

Neben verschiedenen Zielen für Twitaly 2.0.10 hatten wir auch die Idee uns von Lothar Schauer zeigen zu lassen, wie man richtig Wheelies fährt. Das klang doch nach einem vernünftigen Vorschlag.

Ende Februar machten wir dann Nägel mit Köpfen und meldeten uns für die Wheely Days am 23. April in Weeze an.

“Wir” sind übrigens Marc (das-motorrad-blog.de), Dennis (moppedblog.de), Stephan (mopeten.tv), Patrick (Handwaschpaste), Boris (Handwaschpaste) und ja, ich eben.

Ich twitterte irgendwann aus Blödsinn mal den Wheelie Content of the Day. Ich glaube es war ein Link zu einem YouTube Video. Tut aber an sich auch nichts zur Sache… Mir gefiel aber die Idee, durch so einen kleinen Schnipsel wieder an die Vorfreude auf das anstehende Event erinnert zu werden.

Doch ein tägliches Posting wäre mir deutlich zu viel geworden, weshalb aus dem “Wheelie Content of the Day” der “Wheelie Content of the Week” wurde.

Und hiermit fing alles an:

Tja und jetzt gibt es jeden Mittwoch (bis zum 23. April) einen neuen Wheelie Content. :)

by Alexander at March 10, 2010 01:25 PM

Petition zur Änderung der Motorradführerscheine

Jochen von moto1203 hat einen Blogeintrag veröffentlicht, in dem er auf die Änderungsvorschläge des KFZ-Verbandes für Motorradführerscheine eingeht.

Kurz gesagt:

  • FS Klasse M soll mit 15 möglich sein
  • FS Klasse A1 soll wieder im PKW Führerschein mit inbegriffen sein

Ich finde die Vorschläge sehr unterstützenswert und kann nur jedem, der das genau so sieht, empfehlen, die Onlinepetition von “Bike und Business” mitzuzeichnen!

by Alexander at March 10, 2010 11:54 AM

March 08, 2010

Sebastian Suchanek

Winter reloaded

Krokus im Schnee

Krokus im Schnee

Nachdem der Winter bislang ja schon ungewöhnlich schneereich und teilweise auch kalt war, hatte man letzte Woche das Gefühl, daß der Frühling nun mit Macht komme. Doch weit gefehlt, in der Nacht von Freitag auf Samstag gab’s nochmal kräftigen Schneefall (und ich auf der A3 mittendrin ;) ): 4–5 cm bei uns und im Spessart sogar am Sonntag selbst gemessene 9 cm bei Waldaschaff und 18 cm(!) bei Rohrbrunn.

In den vergangenen zwei Nächten (also Samstag/Sonntag und Sonntag/Montag) fiel die Temperatur dann in der Nacht auch nochmal auf -7°C. Für die nächsten Tagen kündigt die Wettervorhersage etwas höhere Temperaturen und Schmuddelwetter an. Schau’n mer mal… ;)

by Sebastian at March 08, 2010 09:16 PM